Geschichte einer völlig verkorksten Überschrift.

Heute morgen schaute ich auf die Seite DerWesten.de und war überrascht. Da hieß es doch tatsächlich:

Grünen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann erteilt schwarz-grün eine klare Absage.

Ich war deswegen überrascht, weil diese Aussage, allen anderen Aussagen, die ich von den Grünen kenne und kannte, Hundertprozentig widersprach.

Noch überraschter war ich, als die Überschrift auch noch über Twitter ging:

Twitter

Was für ein Bullshit, dachte ich, erzählt Löhrmann denn da. Was soll das?

Heute morgen schaute ich auf die Seite DerWesten.de und war überrascht. Da hieß es doch tatsächlich:

Grünen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann erteilt schwarz-grün eine klare Absage.

Ich war deswegen überrascht, weil diese Aussage, allen anderen Aussagen, die ich von den Grünen kenne und kannte, Hundertprozentig widersprach.

Noch überraschter war ich, als die Überschrift auch noch über Twitter ging:

Twitter

Was für ein Bullshit, dachte ich, erzählt Löhrmann denn da. Was soll das?

Ich hab mir dann das Interview durchgelesen. Darin war nicht die Rede von einer Absage an schwarz-grün. Im Gegenteil. Sylvia Löhrmann öffnete in dem Gespräch die Partei für ein Bündnis mit den Schwatten. Sie sagte, dass es auf die Inhalte ankomme und die Grünen in der Regierung ihre Inhalte umsetzen wollten. Egal mit wem – und wenn das nicht möglich sei, dann würden sie halt in der Opposition bleiben.

Das ist die abgestimmte Position, die im Augenblick alle Grünen Spitzenpolitiker vertreten. Löhrmann redete keinen Bullshit.

Weiter sagte Löhrmann, natürlich gebe es inhaltliche Differenzen mit der CDU – gerade in der Schulpolitik. Hier halte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers an einer überholten Vorstellung fest. Aber sie lies offen, ob man sich hier annähern könne.

Nur ein Bündnis mit der FDP schloss Löhrmann aus. War die Überschrift aus politischer Unkenntnis oder aus einem politischen Antrieb heraus falsch, um für ein wenig Unruhe morgen beim Parteitag der Grünen zu sorgen? Wir werden es sicher nicht erfahren. Vielleicht war es auch einfach eine Shit-Happens-Nummer.

Wie dem auch sei, die Nummer lief über die Kabel und auch wir hatten die falsche Überschrift auch in unserem Ruhrpiloten verlinkt – wenn auch nur kurzzeitig.

Gott sei Dank hat nun einer bei DerWesten bemerkt, dass die Headline komplett Nonsense war. Dort heißt es jetzt:

Löhrmann erteilt “Jamaika”-Koalition in NRW eine Absage.

Nun ja, wenigstens das stimmt. Denn ein Bündnis mit der FDP wird es wohl tatsächlich nicht geben. Gott sei Dank kann man im Netz Überschriften ändern.

4 Kommentare

Immer positiv sehen – dafür war die Überschrift ohne Rechtschreibfehler 😉 Die Überschrift im Essener Teil “Verdi lehnt Ausnahme für Schulbusse” wurde ja auch mittlerweile in “Verdi lehnt Ausnahme für Schulbusse ab” geändert …

Morgen wird es sicher keine Unruhe bei der LDK geben. Diese Überschrift ist ein netter kleiner, verzweifelter Versuch. Das wird doch locker weggelächelt…

[…] 11.30: Nächste Stichworte: Der berühmte “green new deal”. Und mensch sagt es auch “mit christlichen Worten”: “Für den Erhalt der Schöpfung”. Und ist auch “die Bildungspartei”. Jürgen Rüttgers’ “große Lebenslüge” ist das dreigliedrige Schulsystem, die FDP steht für Zweiklassenbildung. “Wie sagte Kästner: Der Mensch soll lernen – nur die Ochsen büffeln.” Dann soziale Gerechtigkeit, denn: “Nur Reiche können sich eine arme Kommune leisten.” Die FDP, das seien die “wahren Staatsfeinde”, weil sie die Kommunen, also den Ort, wo die Menschen “tatsächlich leben”, “untergraben”. Schön, dass hier auch nach links geblinkt wird – aber das war ja durchaus ebenfalls zu erwarten. Jamaica wird ausgeschlossen, Tolerieren von Rot-Rot auch, eine Stimme für die Linkspartei sei “eine Stimme für Schwarz-Gelb”. Gleich mehr Wahlarithmetik, dann aber nicht mehr von Sylvia Löhrmann. […]

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