Gebrauchsanweisung für das Ruhrgebiet

Wie bespricht man ein Buch von einem Kollegen, den man seit 15 Jahren kennt, der bei den Ruhrbaronen bloggt (wenn auch viel zu selten) und in dem man selbst die Gelegenheit bekam, auf mehr als einer  Seite alle Politiker des Ruhrgebiets zu beleidigen? Man lobt es.

2005 erschien im Pieper-Verlag in der Reihe regionale Gebrauchsanleitungen auch eine fürs Ruhrgebiet. Seitdem stehen wir in einer Reihe mit Köln, London und Mallorca, der Türkei, Sizilien und China. Yeah, wir haben es geschafft.

Und dass die Gebrauchsanweisung sich von den üblichen Beschreibungen des Reviers unterschied, in denen man zumeist den gutmütigen Ethnologen durchhört ("Grüner als man denkt", "Es gibt Theater" , "Einige Menschen leben von ihrer Arbeit", "Ein paar sind keine Bergleute") hatten wir Peter Erik Hillenbach zu verdanken. Nun ist es in einer überarbeiteten Ausgabe erschienen.

Der ehemalige Marabo-Redakteur (und heutige Gastronomiekritiker),  sorgte damals dafür, dass der Musikteil des Heftes in guten Zeiten auf Spex-Niveau lag (Und in der Zeit, als Terkessides und andere Soziologen sich daran machten, die Spex zu ruinieren, sogar deutlich drüber). Und er gehört zu den besten Schreibern des Ruhrgebiets. Eigentlich ist er der Beste. Punkt.

Nun ist eine Neuauflage der Gebrauchsanweisung erschienen: Größer, aktualisiert und in weiten Teilen neu geschrieben. Hillenbach absolviert die  193 Seiten des Buches in einer Geschwindigkeit, so schnell wie Claudia Pechstein

Wie bespricht man ein Buch von einem Kollegen, den man seit 15 Jahren kennt, der bei den Ruhrbaronen bloggt (wenn auch viel zu selten) und in dem man selbst die Gelegenheit bekam, auf mehr als einer  Seite alle Politiker des Ruhrgebiets zu beleidigen? Man lobt es.

2005 erschien im Pieper-Verlag in der Reihe regionale Gebrauchsanleitungen auch eine fürs Ruhrgebiet. Seitdem stehen wir in einer Reihe mit Köln, London und Mallorca, der Türkei, Sizilien und China. Yeah, wir haben es geschafft.

Und dass die Gebrauchsanweisung sich von den üblichen Beschreibungen des Reviers unterschied, in denen man zumeist den gutmütigen Ethnologen durchhört ("Grüner als man denkt", "Es gibt Theater" , "Einige Menschen leben von ihrer Arbeit", "Ein paar sind keine Bergleute") hatten wir Peter Erik Hillenbach zu verdanken. Nun ist es in einer überarbeiteten Ausgabe erschienen.

Der ehemalige Marabo-Redakteur (und heutige Gastronomiekritiker),  sorgte damals dafür, dass der Musikteil des Heftes in guten Zeiten auf Spex-Niveau lag (Und in der Zeit, als Terkessides und andere Soziologen sich daran machten, die Spex zu ruinieren, sogar deutlich drüber). Und er gehört zu den besten Schreibern des Ruhrgebiets. Eigentlich ist er der Beste. Punkt.

Nun ist eine Neuauflage der Gebrauchsanweisung erschienen: Größer, aktualisiert und in weiten Teilen neu geschrieben. Hillenbach absolviert die  193 Seiten des Buches in einer Geschwindigkeit, so schnell wie Claudia Pechstein auf Speed: Es geht ums Essen und um Essen, um Konzerthäuser und Museen im Ruhrgebiet und dem Dank, den wir alle Kurt Biedenkopf und Frank Zappa schulden.
Hillenbach wählt für jedes der Kapitel ein Thema wie Fußball, Subkultur oder Nahverkehr, erzählt dazu  Geschichten und vermischt sie mit profunden Wissen und einer Haltung. Nie ist es eine reiner Beschreibung, immer bekommt man die Sichtweise Periks gleich mitgeliefert. Beispiel? Beispiel: "Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es im Ruhrgebiet erstaunlich wenig intelligentes zu lesen." Ja, stimmt. Dazu kommen die Kommentare seiner 11 Freude: Der Comiczeichner Jamiri, der DJ und Blogger Ralf Odermann oder Helge Schneider gehören zu denen, die mit kleinen Texten an dem Buch beteiligt sind.

Wir Eingeborenen erkennen  beim Lesen der Gebrausanweisung einiges wieder, oft, und das ist gut, bekommen wir einen anderen Blick auf das Bekannte, erkennen Zusammenhänge, die wir vorher nicht sahen. Alle, die Interesse am Ruhrgebiet haben und sich hier noch nicht auskennen, erhalten mehr als das Faktenwissen üblicher Reiseführer: Sie bekommen ein Gefühl für das Ruhrgebiet und eine Ahnung davon, wie wir ticken. Und natürlich macht das alles auch ganz einfach Spaß zu lesen. Tja, der Kanadier kanns.

1 Kommentar

Wahrhaft: ein Meisterwerk! Ich habe bei jeder einzelnen Zeilen Tränen gelacht und gleichzeitig innere Traumata verarbeiten können. Auf Seite 47 verstand ich plötzlich den Sinn des Lebens. (Alles nur Spass – finde die Lobeshymne auf das Buch allerdings wirklich werbetexterisch überzogen)

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