Fußball: Supercup macht Lust auf mehr

Der BVB-Doppeltorschütze vom Samstag: Marco Reus. Foto: BVB
Der BVB-Doppeltorschütze vom Samstag: Marco Reus. Foto: BVB

Wer hätte das im Vorfeld gedacht? Der Supercup gestern Abend in Dortmund war eine wunderbare Werbung für die anstehende Bundesligasaison.

Das dabei mit Borussia Dortmund auch noch der vermeintliche Außenseiter mit 4:2 gegen die schier übermächtig scheinenden Bayern aus München gewinnen konnte, das macht Millionen Fußballfreunden im Lande Mut, dass die Saison vielleicht doch nicht ganz so einseitig werden könnte, wie es viele Beobachter aktuell noch befürchten.

Dass die Bayern aber eben doch nicht unschlagbar sind, das hat der BVB also gestern bereits bewiesen. Da das Spiel aber, für ein Spiel in der Saisonvorbereitung, schon auf einem erstaunlich hohen Niveau war, stellt sich danach aber nun die Frage, ob das Spielgeschehen des Abends  so nur nicht noch einmal verdeutlicht hat, dass Dortmund und der FC Bayern dem Rest der Liga schon ein ganz schönes Stück enteilt sind? Zumal, wenn man dazu noch berücksichtigt, dass beide Teams noch nicht einmal in der vermeintlichen Bestbesetzung aufgelaufen waren.

Dortmund begann das Spiel bekanntlich zunächst komplett ohne seine drei hochkarätigen Neuzugänge des Sommers, bei den Bayern fehlten u.a. Nationaltorwart Manuel Neuer, der Ex-Dortmunder Mario Götze und auch Sebastian Schweinsteiger in der Startelf.

Was also ein attraktives, offensives Fußballfest der beiden Champions League-Finalisten war, bedeutet wohl gleichzeitig einen gehörigen Warnschuss für den Rest der Liga. Denn welches der verbleibenden 16 anderen Teams der Liga bietet aktuell einen hierzu ebenbürtigen Kader, eine solche Spielqualität an? Dortmund und Bayern scheinen auch in der neuen Saison schwer zu schlagen zu sein. Das haben beide Teams schon am Samstag bewiesen.

Und wenn sich die nationale Konkurrenz der Bayern gestern vielleicht vordergründig kurzzeitig auch schon darüber gefreut haben dürfte, dass die Bayern offensichtlich eben doch schlagbar sind, könnte man im Umkehrschluss auch folgern: Die ‘neuen’ Bayern sind tatsächlich erneut/noch immer sehr stark, aber Dortmund ist eben auch nicht viel schlechter! Wenn überhaupt…

Ob das dann so gesehen jetzt wirklich eine gute Nachricht für die anderen 16 Teams der Liga war? Ich weiß ja nicht!

Eines hat der gestrige Abend aber wohl auf jeden Fall schon einmal bewirkt: Die Vorfreude auf die neue Bundesligasaison dürfte im Lande durch den attraktiven Schlagabtausch der beiden deutschen Spitzenteams noch wesentlich größer geworden sein.

Und das die Bayern in dieser Saison nicht jeden der von ihnen ursprünglich angestrebten  sechs Titel auch gewinnen werden, das steht seit Samstag nun auch schon frühzeitig im Jahr fest. Für den ‘neutralen’ Fußballfan also sicherlich nicht die schlechtestmögliche Nachricht.

Vielleicht wird die beginnende Saison ja am Ende dann doch etwas überraschender als zunächst von vielen, auch von mir, befürchtet… Der Auftakt ist jedenfalls in jeder Hinsicht recht vielversprechend gewesen.

3 Kommentare

Außenseiter?

Es gibt eine Vielzahl von Kriterien, die es rechtfertigen, den BVB im Vergleich zum FC Bayern einen “Außenseiter” zu nennen.

Klopp hat in diesem Sinne klargemacht, daß der BVB sich primär nicht als Konkurrent des FC Bayern zu verstehen hat, sondern als Konkurrent zu den übrigen Bundesligisten.

Im Verhältnis zu diesen hat der BVB überdurchschnittliche Qualität und beste Chancen auf die Plätze 2 und 3;und die zu erreichen ist das Ziel des BVB.
So gesehen ist der BVB kein Außenseiter.

Klopp hat zudem klargemacht, daß der BVB -selbstverständlich- immer eine (Außen-!!)seiter Chance, auch ‘mal die Bayern zu schlagen.

Gestern hat das geklappt.
Und was gibt es Schöneres für einen BVB – Fan, wenn seine Mannschaft den FC Bayern 4:2 schlägt.
Diese Freude fand zudem bei mir noch nachhaltige Bekräftigung dadurch, daß die sich vorher als unschlagbar gerierenden Bayern und die die Bayern hoffierenden Medien, was teilweise perverse Züge hatte und vermutlich weiterhin haben wird, sich nach dem Spiel – diverse Reporter schon während des Spieles-krampfhaft, z.T. abstruss, z.Teil sich selbst lächerlich machend -sh.Interview mit Lahm-um Erklärungen, um Entschuldigungen für die Bayern-Niederlage bemühten, was hinreichend deutlich macht, daß die Niederlage offensichtlich “gesessen” und besonders betroffen gemacht hat.

Das freut mich angesichts der maßlosen Arrogarnz des FC Bayern gegenüber dem BVB und gegenüber allen anderen Bundesligisten und angesichts der “Arschkricherei” -sorry-der Medien gegenüber dem FC Bayern um so mehr, jedenfalls mehr als ein Sieg gegenüber Mannschaften bzw. gegenüber Vereinen, die trotz aller Erfolge nie diese Arroganz gegenüber anderen Mannschaften, gegenüber anderen Vereinen demonstrieren;ich denke z.B. an Real Madrid, an Barcelona, an ManU u.a.
Ein wenig mehr Respekt gegenüber andern Mannschaft, gegenüber anderen Vereinen anstelle dieser maßloschen Arroganz? Wie wäre es, wenn der FC Bayern ‘mal darüber nachdenken würde? Geht wohl nicht angesichts der Persönlichkeitsstrukturen von Hoenes, Rummenige,Sammer!!

Also:
Es war ein toller Fußballabend für uns BVB-Fans.

Es war die richtige Antwort auf maßlos Arroganz des FC Bayern.

Es war eine Lehrstunde für die meisten Medien und ihre Journalisten, die gezeigt hat, daß es für die Medien, die Journalisten nie gut ist, scheinbar Übermächtigen tagtäglich “in den Hintern zu kriechen”.

Aber, es war eben auch der Sieg eines Außenseiters -um so schöner, um so besser!!

Danke an die Mannschaft des BVB -nebst Trainer-für diesen schönen Samstagabend!

Der BVB hat durch die Verkäufe von Mario Götze und Ivan Perisic in 2013 ca. 46 Mio. Euro eingenommen. Ziemlich genau diese Summe wurde nun in die drei Neuen des Sommers investiert.
Es wurden also quasi nur die Abgänge aus dem Kader kompensiert.
Der FC Bayern hat erneut deutlich netto investiert, da bisher lediglich der Gomez-Abgang nennenswert Geld in die Klasse der Süddeutschen spülte. Eingekauft wurde für deutlich mehr.
Ganz klar, dass der BVB gegen die Bayern, die ja auch im Vorjahr schon Vorsprung hatten, derzeit noch immer als klarer Außenseiter auf dem Papier in die Begegnungen gegen die Bayern und auch in den Meisterschaftskampf mit diesen geht.
Umso schöner dann, wenn es trotz der finanziell ungleichen Bedingungen beider Vereine, immer noch zu solchen Abenden wie am Samstag kommt.

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