Für die Freiheit der Kunst 

Vladimir Mogilevsky Foto: PR


Festival mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Volker Beck und Vladmir Mogilevsky   in der Christuskirche Bochum.

Kunst verbindet, Boykott trennt. Was darf die Kunst? Alles. Was darf sie nicht? Sich selber boykottieren. Das ist ihr einziges Gesetz, das sie sich selber setzt. Und doch ist es immer wieder so, dass Künstler boykottiert werden  —  allerdings nur dann, wenn sie aus Israel kommen. Oder in Israel auftreten wollen. Als ob die Freiheit der Kunst für alle gälte außer für sie. Als ob die Kunst alle Menschen miteinander verbinde außer mit Juden. Diese Kampagne gegen Kunst nennt sich „BDS“, das Kürzel steht für „Boykott, De-Investition, Sanktion“, die Kampagne ist antisemitisch. Das hat der Bundestag erst kürzlich mit Nachdruck erklärt: Wer boykottiert, will brandmarken.

Wer dagegen die Freiheit will, feiert die Kunst. Ein Festival der Jüdischen Kulturinitiative unter anderem mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, dem Bürgerrechtler Volker Beck (Grüne), dem Europa-Parlamentarier Dietmar Köster (SPD) sowie vielen Künstlerinnen und Künstlern vieler Genres  –  und hier vor allem Vladimir Mogilevsky.

Der 49-Jährige gilt als „Klavier-Genie“, Kritiker bescheinigen im „Weltklasse.“ Seit Jahren füllt er  –  als Solist  –  die Philharmonie Berlin und den Großen Saal des Konzerthauses Berlin, er konzertiert in der Elbphilharmonie Hamburg und in den großen Häusern Europas. Sein Spiel: technisch perfekt, leidenschaftlich, durchdacht. Mit jenem Maß an Eigensinn, das es braucht, ein Werk zu beseelen: „ein Hauch Seligkeit“, so etwa der WDR.

Woher dieses besondere Moment stammt? Mogilevsky hat eine Leidenschaft für Jazz, die Improvisation, wie sie der große  Oscar Peterson in die Klassik eingeführt hat. Beim Festival in der Christuskirche wird Mogilevsky nun Frédéric Chopin interpretieren: Auch Chopins Musik stellt sich tot, wenn sie nur nachgespielt wird, zum Leben erwacht sie dann, wenn sie auf Leidenschaft stößt.

Auszug aus dem Programm

14:00 h    Sabine Leutheusser-Schnarrenberger | Antisemitismusbeauftragte NRW
18:00 h    Volker Beck
18:30 h    Vladimir Mogilevsky

>> Sonntag 15. September 2019 | 14 – 21 Uhr
>> VVK / AK 16 €
>> Der Erlös des Festivals geht an ISRAEL TRAUMA COALITION zugunsten der Opfer des Terrors gegen Israel

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