Frohes Fest!

Ich mag am Ramadan, dass die Menschen zusammen rücken. Man lädt Freunde zu sich nach Hause ein, um gemeinsam Fasten zu brechen. Ladenbesitzer und Geschäftsleute stellen Tische und Stühle auf die Straße, und spendieren den Nachbarn und Passanten eine Mahlzeit.

Wohltätige Organisationen schicken Freiwillige in den Berufsverkehr, und verteilen bei Sonnenuntergang in U-Bahnen, Zügen und roten Ampeln kleine Pakete aus Keksen, Datteln und Orangensaft an Berufstätige und Reisende, die es nicht rechtzeitig zum Fasten brechen nach Hause schaffen.

Allen Muslimen, die im Ruhrgebiet leben: ein Frohes Fest!…

Ich mag am Ramadan, dass die Menschen zusammen rücken. Man lädt Freunde zu sich nach Hause ein, um gemeinsam Fasten zu brechen. Ladenbesitzer und Geschäftsleute stellen Tische und Stühle auf die Straße, und spendieren den Nachbarn und Passanten eine Mahlzeit.

Wohltätige Organisationen schicken Freiwillige in den Berufsverkehr, und verteilen bei Sonnenuntergang in U-Bahnen, Zügen und roten Ampeln kleine Pakete aus Keksen, Datteln und Orangensaft an Berufstätige und Reisende, die es nicht rechtzeitig zum Fasten brechen nach Hause schaffen.

Allen Muslimen, die im Ruhrgebiet leben: ein Frohes Fest!

10 Kommentare

Ooooh man, ich breche dauernd mein Fasten und keiner hält es nur der kleinsten Erwähnung für wert. Werde trotzdem keiner Religion mehr beitreten, Leute. Und so lange das auch keiner von euch von mir verlangt, sage auch ich: ein frohes Fest.

an Bert:

Es gibt kein Grußwort an die jüdische Gemeinde weil 99,5% der Deutschen “Rosch ha-Schana” überhaupt nicht kennen und die jüdischgläubigen dies offensichtlich unter sich feiern.
Währenddessen sind die Gepflogenheiten des Ramadan inzwischen sehr viel mehr Deutschen bekannt weil es sehr viel mehr Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland gibt als Menschen jüdischem Glaubens. Die Muslime gehen mit ihrem Glauben auch viel offener um.
So einfach ist das.
Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Meine Meinung ist, das die jüdischen Gemeinden sich abkapseln und ihren Glauben und Kultur nicht oder ungenügend nach außen darstellen. Die Mehrzahl (nicht alle!) der Muslime sind da offener und machen eine bessere, effektivere Öffentlichkeitsarbeit.

@ Max Adelmann.

Daß in D. kaum Menschen jüdischer Religion leben, das hat seine Ursache. Ob sie sich “abkapseln”, das weiß ich nicht, weiß aber, daß die Erfahrungen den deutscher Juden dazu Anlaß geben würden.

Fakt ist, das Zeigen israelischer Empbleme, das Zeigen israelischer Flaggen kann Gefahren für die eigene Gesundheit hevorbringen. Dies nicht von Nazis – die halten wir außen vor, denn sie haben sich selbst ins Abseits gestellt – sondern eher von “Linken”.

Fakt ist des weiteren, dieses Land ist säkularisiert, es ist weder muslimisch noch christlich und erst recht nicht jüdisch, letzeres aus den erwahnten und bekannten Gründen. Und da wünscht sich der Agnostiker, Christen und Muslime würden ihre Religion diskreter ausüben und auch ansonsten sich mehr Zurückhaltung auferlegen, “abkapseln” gewissermaßen.

Und Fakt ist auch, daß es die Vertreter der jüdischen Religion sind, die, aus guten Gründen, gegen bedarfs- und real rassistische Töne aus den Volksparteien, der Mitte gewissermaßen, sich zu Wort melden.

Ignaz Bubis war der Erste, der sich mit den Asylbewerbern in Hoherswerda solidarisierte.
Es war Paul Spiegel, der bei einer Kundgebung gegen Rassismus die anwesende Frau Merkel fragte, ob es “Deutsche Leitkultur” sei, daß Menschen anderer Hautfarbe erschlagen werden. Und Frau Merkel hörte mit hochroten Kopf zu – und schwieg.

Und da ist Michel Friedmann, der als einziger seiner Partei, den Bedarfsrassismus Roland Kochs sehr deutlich beim Wort nannte, ihm, als er seine schwarzen Kassen jüdischen Spendern unterjubeln wollte, den Charakter absprach. Michel Friedmann, der Jürgen Rüttger ermahnte, wie man mittlerweise weiß ohne Erfolg. Der Fall des “Antisemitchen” (H.M. Broder) Möllemann bedarf keiner Erwähnung, der dürfte noch bekannt sein.

Sie “kapseln sich nicht ab”, sie leben ihre Religion – oder auch nicht, das im Privaten, wie es sich für ein säkularisiertes Land gehört, melden sich aber auch zu Wort dann, wenn’s angebracht ist. Besser wäre, es würden mehr Staatsbürger, unabhängig ihrer Religion, sich zu Wort melden.

Kann man nicht mal jemandem ein frohes Fest ohne Grundsatz-Debatte wünschen?

Meinetwegen soll jeder ein frohes Fest haben.

@ bert

es ist nicht in ordnung, mit ihrer frage an franz kollege implizit zu unterstellen, er habe mit seinem grußwort an muslime in deutschland juden das “Shana Towa!” verweigert. sein grußwort ist ein grußwort, mehr nicht.

@ a. voß

keiner wird sie zwingen, sich zu einer relig. zu bekennen.

david ist also unbedingt zuzustimmen.
grüße aus berlin.

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