#FritzLOVE: Fritz von Thurn und Taxis verlässt beim DFB-Pokalfinale die große Fußballbühne

Fritz von Thurn und Taxis an seinem Arbeitsplatz. Foto: Sky / Firo

Zum krönenden Abschluss der Fußball-Saison sind am Samstagabend wieder alle Blicke nach Berlin gerichtet. Im dortigen Olympiastadion kämpfen dann Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt um den DFB-Pokal.

Für den BVB wäre es der erste Titel seit fünf Jahren, als man in der Hauptstadt das Double perfekt machte. Die Frankfurter warten nach dem Pokalsieg 1988 seit mittlerweile 29 Jahren darauf, endlich wieder einen Titel feiern zu dürfen. Ein großes Sport-Spektakel scheint  also garantiert.

Kommentiert wird das Finale bei Sky dann von Fritz von Thurn und Taxis, der am Samstagabend sein letztes Spiel für den Abo-Sender kommentieren wird.

Und wie auch schon im Vorjahr, als Chefreporter Marcel Reif die Sportreporterbühne bei Sky verließ, lässt auch der Abschied von Fritz von Thurn und Taxis die Fußballfreunde alles andere als kalt. Überhaupt scheint es das Schicksal der führenden Fußballkommentatoren in diesem Lande zu sein, dass sie entweder verehrt oder verachtet werden für ihre Leistungen, während nur die relativ namenlosen ihrer Zunft von diesen überschwänglichen Sympathie- bzw. Missfallens-Bekundungen verschont zu bleiben scheinen.

So gesehen ist Fritz von Thurn und Taxis also unzweifelhaft einer der ganz Großen. Unter dem Hashtag #FritzLove schwappt nämlich schon seit Wochen eine Welle von Ehrerweisungen und der netten Worte durch das Netz.

Andererseits ist aber eben auch eine deutliche Welle der Erleichterung zu vernehmen, dass der erfahrene Sportreporter nun bald ‚endlich‘ das Sky-Mikrophon zur Seite legt.

Ich persönlich bin in diesem Falle tatsächlich hin- und hergerissen. Einerseits mag ich seine Auftritte in diversen Fußballtalkshows, respektiere auch seine teilweise tiefen Einblicke in das Innenleben diverser Mannschaften, seine große Erfahrung im Umgang mit Spielern bzw. Trainern und insgesamt sein Lebenswerk als national bekannter Sportjournalist.

Andererseits habe aber auch ich mich im Laufe der Jahre tatsächlich mehr als einmal über seinen Hang zur Besserwisserei geärgert, wenn er mal wieder ein Live-Spiel aus meiner Sicht mit altbackenen anmutenden Statements ‚zerredet‘‘ hat, mich seine teilweise arg altmodisch erscheinende Art und Weise mal wieder ungewöhnlich genervt hat.

Fritz von Thurn und Taxis gehört jedoch unzweifelhaft zu den großen seiner Zunft. Daher lässt es auch mich in diesen Tagen nicht kalt, dass er die große Bundesligabühne bei Sky nun verlässt. Zumindest am Mikrophon der dortigen Livespiele.

Ich würde mich jedoch durchaus freuen ihn auch zukünftig noch in der einen oder anderen Talkrunde erleben zu dürfen. Denn einen großen Fachmann verliert die Branche in ihm unzweifelhaft, auch wenn seine Art zu kommentieren mit den aktuellen Aushängeschildern der Zunft wie etwa Wolff-Christoph Fuss und Kai Dittmann sicherlich nicht (mehr) mithalten kann.

Wie dem auch sei: Alles Gute für die Zukunft, Fritz von Thurn und Taxis! 🙂

3 Kommentare

Robin,
wir sind in Sachen Fußball im allgemeinen, in Sachen BVB im besonderen oftmals einer Meinung.
In Sachen Thurn und Taxis als "Fußball-reporter" sind wir jedoch offenkundig extrem gegenteiliger Auffassung.
Ich gehöre zu denen, die erleichtert sind -sehr sogar-, daß sie zukünftig nicht mehr unter seinen Reportagen zu leiden habe .

Das hat nichts mit dem Menschen Thurn und Taxis zu tun, der auf mich sympathisch wirkt, ohne daß ich mich darüber hinaus über seine Persönlichkeit, über seinen Charakter, über seinen allgemeinen Umgang mit anderen Menschen zu äußern vermag, da ich ihn diesbezüglich viel zu wenig kenne.

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