Freund Hein

 

 

Stan Libuda, Rüdiger Abramczik, Andi Möller, Jens Lehmann, Rolf Rüssmann…

Der Baron vom Deich schreibt hier darüber, wie die Bundesliga sein sollte, wenn es nach ihm ginge. Aber es gibt Tage an denen mehr als klar wird, daß das Leben kein Wunschkonzert ist…

 

 

Stan Libuda, Rüdiger Abramczik, Andi Möller, Jens Lehmann, Rolf Rüssmann

Der Baron vom Deich schreibt hier darüber, wie die Bundesliga sein sollte, wenn es nach ihm ginge. Aber es gibt Tage an denen mehr als klar wird, daß das Leben kein Wunschkonzert ist und auch im Fußball ein Spiel nicht immer die vollen neunzig Minuten dauert. Ich will gar nicht erst versuchen, einen Nachruf auf Rolf Rüssmann zu schreiben, zum einen kann ich das gar nicht, zum anderen haben es andere schon getan (und ich bin mir nicht so ganz sicher, wer da eventuell von wem abgekupfert haben könnte).

Rüssmann kam zu einer Zeit nach Dortmund, in der ich die Spieler "meiner" Mannschaft langsam als Individuen wahrgenommen hatte, ich hatte damals noch nicht wirklich realisiert, daß er aus der "verbotenen Stadt", aus Gelsenkirchen, nach Dortmund gekommen war und nach der Beendigung seiner Karriere als Spieler habe ich ihm dann immer irgendwie übelgenommen, daß er anschließend bei den "falschen" Vereinen tätig war, Schalke, der falschen Borussia aus Gladbach, Stuttgart…

Als ich letzte Woche mal wieder in Dortmund war, las ich in der gedruckten Ausgabe der Westfälischen Rundschau von seinem Tod und ich war… betroffen, auch betroffen darüber, daß ich ihn "vergessen" hatte.

Zur Rivalität zwischen Dortmund und Gelsenkirchen hat Jürgen Klopp sinngemäß gesagt, daß Schauspieler, die am Samstag den Othello gespielt haben, am Montag nicht mit dem Schwert aufeinander losgingen. Stimmt! Bei aller Rivalität, bei allem was uns trennt, da ist verdammig viel mehr das uns eint!

Rolf Rüssmann wird am heutigen Freitag, im Anschluss an die Trauerfeier, auf dem Evangelischen Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen beigesetzt…

1 Kommentar

Aus meiner Sicht war er Manager bei der “richtigen” Borussia, dem fünffachen Meister der 70er Jahre, und repräsentierte dort die letzte “gute Zeit” des Vereins, die 90er Jahre mit einem Pokalsieg und einigen guten Spielen im Europapokal (einen Sieg gegen Arsenal habe ich noch auf DVD). Er ist damals aber wohl auch einige Abenteuer eingegangen, an denen der Verein heute noch leidet (so wie S04 an der Ära Assauer und der BVB an der Ära Niebaum). Nevertheless: so einen Abgang wünscht man niemandem. Und viel zu früh ist er natürlich auch.

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