Europawahl: Bajuwarischer Denksport

Laut ARD-Hochrechnung von 20:02 Uhr hat die CSU 7,2 Prozent der Wählerstimmen erreicht. Vorausgegangen war eine Zitterpartie – auch wegen einer Bauernschaft, die in Bayern teils neue Wege ging. Die CSU hatte in Sachen Gen-Technik nicht erkannt, wo die Glocken hängen.

Nun muß sie fleissig nachdenken, was ihr das Wahlergebnis sagen soll und wie repräsentativ es für andere Wahlen sein könnte. Sie hat laut aktueller Hochrechnung des ZDF von 21:30 Uhr 49,5% der bayrischen Wählerstimmen bekommen und will nun wieder von der absoluten Mehrheit auch irgendwann im Landtag träumen.

Die bisherige Hochrechnung geht von einer bundesweiten Wahlbeteiligung von 42,5 Prozent aus, 2004 waren es 43 Prozent. Diese insgesamt geringe Wahlbeteiligung sowie das dazu relativ gute Wahlergebnis für die CSU in Bayern hat es ihr ermöglicht, die 5%-Hürde deutlich zu überspringen.

3 Kommentare

Tja, Bayern, …aber echt schade finde ich, dass nicht mehr die RVR-Aufstellung “So hat das Ruhrgebiet gewählt” zu geben scheint, oder bin ich heute nur zu aufgeregt, um sie im Netz zu finden, dann helft mir….

Dabei hatte ich schon gehofft, die CSU scheitert an der 5% Hürde und danach zeichnen alle CSUler meine E-Petition für deren Abschaffung mit: http://tinyurl.com/EuWahlPetition

Gründe gibts aber auch für die über 2,1 Mio Wähler denen durch die 5% Hürde, die für die Europawahl gar keinen Sinn macht, der Erfolgswert ihrer Stimme genommen wurde (10 Sitze an die großen statt an kleine Parteien).

@Guido Strack:
Immerhin mußte die CSU wegen den Freien Wählern, die sich ja aus ihrer Kernklientel rekrutierten, diesmal etwas mehr zittern. Lag die CSU 2004 bei 8%, lagen die Umfragewerte 10 Tage vor der Wahl bei 6% (lt. Infratest) und damit ärgerlich nah an der 5%-Hürde. Vielleicht wird noch was aus Deiner Initiative.

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