Essen: Protest gegen Erdogan

Seit Tagen protestieren tausende in der Türkei gegen das immer autoritärer werdende Regime des türkischen Mininsterpräsidenten Recep Tayyip Erdogan – der die Proteste mit brutaler Polizeigewalt versucht zu unterdrücken.

Gegen diese autoritäre Politik wird morgen in Essen Protestiert. Treffpunkt der Proteste ist Wir treffen uns um 15.00 am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof. Von dort aus geht es weiter zum Kennedyplatz, wo eine Kundgebung stattfinden soll. Mehr Infos via Facebook.

2 Kommentare

Diese türkischen “Protestanten” haben jedes Recht der Welt und auch meine volle Unterstützung, gegen Staatsterror und Willkürherrschaft, wie auch für die Einhaltung demokratischer Rechte wie Meinungsfreiheit, protestieren zu dürfen. Aber befindet man sich mit dieser Aktion nicht am falschen Ort? Sollte eine solche Demo nicht dort stattfinden, wo man solche – sich betreffende – Zustände vorfindet? Warum reist man nicht nach Istanbul oder Ankara und zeigt dort seine Solidarität mit den – noch – dort lebenden Landsleuten? Wenn ich z.B.: gegen eine korrupte Justiz protestieren würde, stände ich dazu wohl kaum vor der Krankenkasse. Oder befürchtet man, nicht mehr an den “demokratischen” deutschen Brotkorb zurück zu dürfen?
Wobei es eigentlich schon paradox ist, ausgerechnet hier in Deutschland gegen Staatsterror und Willkür zu protestieren, befindet man sich doch in der Heimat dieser Zustände, ob in Bezug auf früher oder auch aktuell betrachtet. Beispiele gäbe es massenhaft zu benennen.

Wie wäre es mit einer Solidarität mit den Menschen in Istanbul und anderswo, wo Menschen von der Staatsgewalt unterdrückt werden, von Mensch zu Mensch, jeder an dem Ort, an dem er lebt?
Menschen, die mit der Türkei auf besondere Weise verbunden sind und hier leben, haben jedes Recht, für Angelegenheiten in der Türkei und auch in diesem Land zu demonstrieren.
Es gab sicher auch letzte Woche in Frankfurt Türken, die mit demonstriert haben, für ein gesamteuropäisches Thema.

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