ESC 2019: Sänger Helmut Lotti distanziert sich von Israelboykott

Helmut Lotti Foto: Inge Kinnet Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auch der belgische Sänger Helmut Lotti gehörte zu den Musikern, die sich gegen die Austragung des Eurovision Song Contest in Israel stellten und zum Boykott der Veranstaltung aufriefen. Angeführt wurden sie der Hippie-Mumie Roger Waters. Einer von ihnen war der belgische Sänger Helmut Lotti. Er gehört zu den prominenten Unterzeichnern des ESC-Boykotts. Das ist vorbei: Lotti hat auf den Protest seiner Fans gehört, sich informiert und seine Unterschrift zurückgezogen:

Mal schauen, wer Lotti folgt.

 

7 Kommentare

@Gerd: Ich kann mir schon vorstellen, dass so etwas passiert. Erstens kennt sich nicht jeder mit allem aus, zweitens werden an Leute in der Öffentlichkeit alle möglichen Petitionen, Aufrufe, Bitten um Schirmherrschaft etc. etc. herangetragen. Da kann man schon mal im Eifer irgendwas unterschreiben, was so halbwegs nach was aussieht.
Helmut Lotti hat sich informiert und seine Unterstützung zurückgenommen, das finde ich stark.

Dann wäre Lotti der erste Belgier seit langem, der sich gegen Israelhass äußert und stellt. Andere Belgier(innen) in Deutschland verteidigen sich da ganz anders, so z. B. Marie-Claire Foblets vom Max-Planck-Institut in Halle: https://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/norman-finkelstein-halle-kritik-100.html. Und auch daheim im (König)Reich geht es nicht zimperlich zu: https://www.israelnetz.com/nachrichten/2016/08/11/belgische-schule-lobt-preisgekroenten-holocaust-karikaturisten/

Mary Black auf der Liste der Israelfeinde? Wie traurig.
Kreativer Solidaritätswiderstand wie der der Christuskirche Bochum matters! Danke für die Info

@2:

Mir kommt das nach wie vor komisch vor. Einen israelfeindlichen Aufruf sollte man erkennen, während man ihn liest. Entweder hat er tatsächlich nicht gelesen, was er unterschieben hat -weil einer seiner Mitarbeiter/sein Produzent meinte, das wäre ok?- oder er hat nicht mit dem Gegenprotest gerechnet.

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