Erste Heimniederlage statt Heimsieg – 1:1-Serie des VfL Bochum endet mit 0:3 gegen 1860 München

ruhrstadion2Es sollte bei Fußball-Zweitligist VfL Bochum der Tag werden, an dem die ungeliebte Heimserie von sechs 1:1-Unentschieden in Liga in Folge endlich beendet wird. Und gegen Kellerkind 1860 München sollte die historische Serie heute dann tatsächlich auch reißen. Allerdings ganz anders als Gedacht.
Es setzte für den VfL am Ende eine 0:3 (0:0)-Niederlage. 16.000 Zuschauer an der Castroper Straße konnten es kaum glauben.

Vor dem Spiel herrschte noch großer Optimismus bei Peter Neururer & Co. Trotz der zuletzt wenig überzeugenden Leistungen in den Heimspielen gegen Nürnberg und Darmstadt und den jüngsten Niederlagen in Leipzig und in Dresden sollte gegen Schlusslicht 1860 München, die ohne viel Selbstvertrauen nach Bochum gekommen waren, diesmal endlich der erste Dreier vor eigenem Publikum her.
Es kam anders, und schon in der ersten Halbzeit ließ der VfL Offensivkraft vermissen, wurde vom eigenen Publikum, nach enttäuschender Leistung, beim torlosen Remis nach 45 Minuten mit Pfiffen in die Kabine Verabschiedet.
Zu diesem Zeitpunkt gab sich Sportdirektor Christian Hochstätter im Interview noch optimistisch, sah sein Team auf einem guten weg zum Führungstreffer im zweiten Durchgang.
Doch dieser gelang in der 62. Spielminute dann den Gästen aus der bayerischen Landeshauptstadt. Rubin Okotie ließ bei seinem Kopfball Andres Luthe im Tor der Gastgeber keine Abwehrchance.
Wer nun ein Aufbäumen beim VfL erwartet hatte., der sah sich getäuscht. Die Gäste kontrollierten nun zunehmen das Geschehen auf dem Rasen. Folgerichtig dann auch der Treffer zum 0:2. Erneut war es Okotie, der ähnlich wie schon beim 1:0 eine Flanke von Adlung von rechts per Kopf gekonnt ins linke Eck köpfte (74.).
Erste ‚Neururer-raus‘-Rufe waren im Anschluss daran zu hören. Den Bochumern gelang es auch in der Schlussphase nicht ihr Offensivspiel in Schwung zu bringen. Im Gegenteil, nach einem schweren Abspielfehler ausgerechnet von Kapitän Luthe setzte es in der 87. Minute sogar noch das abschließende 0:3. Die Stimmung im Stadion kippte daraufhin endgültig.
Das Spiel des VfL wirkte heute insgesamt doch erschreckend plan- und ideenlos. Die Gäste von der Isar, zuvor, wie gesagt, am Ende der Tabelle zu finden, hatten über das gesamte Spiel deutlich mehr Torschüsse zu verbuchen als die Jungs von der Castroper Straße.
Nach zunächst wirklich gutem Saisonstart der Bochumer, haben die enttäuschenden letzten Wochen die Stimmung aktuell aber wieder bedenklich in den Keller rauschen lassen… weiter geht es für die Bochumer am Freitag in Kaiserslautern. Der Druck auf Peter Neururer und sein Team wächst…

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