Eil: Nazi-Mob dreht in Eving frei

Nach einer Kundgebung im Dortmunder Stadtteil Eving konnte sich eine Gruppe von 50 Nazis ohne Polizeibegleitung in Richtung der örtlichen Flüchtlingsunterkunft absetzen. Erst versuchten die Nazis Gegendemonstranten anzugreifen, dies wurde allerdings durch die Polizei verhindert. Dann liefen die Nazis in Richtung der Asylunterkunft. Die Polizei begleitete die Gruppe nicht sondern blieb an der örtlichen Polizeiwache stehen. Auch Hinweise von Bürgern, dass die Nazis auf eine Flüchtlingsunterkunft zu laufen wurden von den eingesetzten Polizeibeamten ignoriert. Sätze wie: “Ich kenne mich hier nicht aus” fielen.

Offensichtlichzogen die Nazis nicht vor das Heim. Und wurden nach einiger Zeit von der Polizei eingekesselt. Gegen 21:30 Uhr wurde eine Kundgebung an den Katharinnentreppen in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Dort wollen die Neonazis gegen “Polizeiwillkür” protestieren.

Die Polizei Dortmund war an diesem Abend nicht in der Lage eine Nazi-Kundgebung in Eving ausreichend zu bewachen. Die nächste Blamage für die Soko Rechts liegt auf dem Tisch. Es wäre in Eving leicht gewesen die Nazis zu bewachen, auf den Rückweg in die U-Bahn zu schicken und sich den neuerlichen Skandal zu ersparen. Langsam stellt sich die Frage ob die Polizei Dortmund nicht in der Lage oder nicht gewillt ist bekennenden Nationalsozialisten ihre Grenzen aufzuzeigen. Der mangelhafte Einsatz an diesem Abend lässt für die geplante Großdemonstration der Nazis am kommenden Wochende übele Befürchtungen zu.

Wir berichten weiter

Update:

Den Nazis gelang es nicht eine Kundgebung in der Innenstadt durchzuführen. Einerseits hatten viele von ihnen Platzverweise bekommen, andereseits standen Nazi-Gegner bereit um den Neonazis einen unangenehmen Empfang zu bereiten.

An dieser Stelle beenden wir die aktuelle Berichterstattung. Auch dieser Tag sollte ein Nachspiel haben in der “Unendlichen Geschichte” um Neonazis in Dortmund.

 

4 Kommentare

Wann wird die Situation zum Thema im Landtag?

Gibt es überhaupt ein Interesse, die Situation zu ändern?
Wenn die Personalstärke der Polizei betrachtet wird, ist auch die Effizienz der Behörde ein Thema.

Wir haben viele Parteien und Minister, die Sonntagsreden halten, aber nicht liefern.

Ich sehe hier auch den Innenminister in der Pflicht.

Eine Bitte für den 28.03.: Den “System”- und Polizei-Hass mal ein wenig zurückstellen, es geht gegen die Nazis, die Schmuddels 10. Todestag missbrauchen wollen.

die nazis haben keine sponti gemacht sondern wurden zur ubahn geleitet und wollten bzw. sind zum hbf gefahren um dort eine kundgebung gegen polizeirepression abzuhalten, weil sie ebend doch keine sponti machen durften. Dort angekommen mussten sie aber fersengeld bezahlen weil um die 30 Antifas von den Katharinentreppen auf die ca. 15 Nazis zugestürmt kamen. Daraufhin wurden die Nazis in die Sbahnen verfrachtet und mussten unvollendeter dinge nach hause fahren. Oben wird das so beschrieben “Den Nazis gelang es nicht eine Kundgebung in der Innenstadt durchzuführen. Einerseits hatten viele von ihnen Platzverweise bekommen, andereseits standen Nazi-Gegner bereit um den Neonazis einen unangenehmen Empfang zu bereiten.”

Was in Eving passiert ist, ist ja für Dortmunder Verhältnisse in letzter Zeit nix neues, die Cops kriegen, warum auch immer, es nicht hin die nazis vernünftig zu begleiten und die auflagen ordentlich durchzusetzten… So what, frei gedreht sind die nazis mit sicherheit nicht, sie haben die lücke genutzt.

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