Update – Duisburger Integrationsrat leugnet Völkermord an den Armeniern und droht Bundestagsabgeordneten

Gestern Abend hat der Duisburger Integrationsrat, ein dem Stadtrat beigeordnetes Gremium von Immigrantenorganisationen, einstimmig eine Resolution beschlossen. Diese leugnet den Völkermord an den Armeniern. Zudem werden türkischstämmige Bundestagsabgeordnete, die im Bundestag vor Tagen den von der Türkei begangenen Genozid feststellten, als “Verräter an unserem gemeinsamen Heimatland” bezeichnet.

Brandstifter im Integrationsrat: Rainer Grün - Bild Thomas Rodenbücher
Brandstifter im Integrationsrat: Rainer Grün – Bild Thomas Rodenbücher

Hier ist die Resolution im Wortlaut:

Eine Lüge ist eine Lüge und bleibt eine Lüge

Gegen die Verleumdung der Türkei

Wir die Vertreter vieler türkischstämmiger Bürger Duisburgs wenden uns hiermit gegen die Verleumdung unseres Herkunftslandes und unserer Vorfahren. Ein Völkermord oder eine beabsichtigte Vernichtung einer ganzen Volksgruppe hat es in der Türkei nie gegeben.

Die Unterstützer dieser Erklärung stammen aus unterschiedlichen politischen Lagern, aber wir wenden uns gemeinsam gegen die Verurteilung unseres Herkunftslandes, der Türkei.

Die Behauptung die Türkei hätte von 1915 bis 1917 Völkermord an den Armeniern begangen ist so schwer und ungeheuerlich, dass sie auch mit Fakten und eindeutigen Beweisen belegt werden müsste. Dies ist bis heute nicht geschehen. Dass es zu Vertreibungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kam ist unstrittig, ebenso dass dabei viele Menschen ihr Leben verloren. Unter welchen Umständen das geschah und wer dabei Schuld auf sich lud sollte durch unabhängige Historikerkommissionen geklärt werden. Leider verweigert sich Armenien und die ihm nahestehenden Organisationen bis heute einer offenen und ehrlichen Aufarbeitung der tragischen Ereignisse von 1915 bis 1917. Die Türkei hat dagegen ihre Bereitschaft dazu erklärt.

Warum der Deutsche Bundestag dies einfach ignoriert ist uns völlig unverständlich. Wir fühlen uns verletzt und durch den Beschluss, dass die Türkei einen Völkermord begangen haben soll herabgesetzt. Dem guten Miteinander und der Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Gesellschaft schadet dieser Beschluss des Bundestages nachhaltig. Auch in Duisburg!

Auch sind wir schwer von “unseren” Bundestagsabgeordneten enttäuscht, die nicht den Mut aufbrachten sich gegen die Verurteilung unseres gemeinsamen Herkunftslandes zu wehren oder sogar noch aktiv an der Verurteilung der Türkei mitwirkten. Mahmut Özdemir hatte leider nicht den Mut im Plenum des Bundestages Nein zu sagen obwohl er angeblich die Resolution ablehnte. Wir hätten mehr Mut und weniger Ausreden von ihm erwartet nachdem ihn soviel türkischstämmige Wähler in Duisburg ihre Stimme gegeben haben.

Cemile Giosouf hat uns mit ihren Aussagen für die Resolution und ihrer Zustimmung zum Völkermordvorwurf schwer enttäuscht. Über Cem Özdemir ist nur soviel zu sagen, dass sein Hass auf die türkische Regierung und seine Nähe zur terroristischen PKK offensichtlich sein ganzes Handeln bestimmen. Ebenso Sevim Dagdelen von der Linken.
Auch Azize Tank, Mutlu Özcan, Metin Hakverdi, Cansel Kiziltepe, Aydan Özoguz, Gülistan Yüksel und Ekin Deligöz vergessen wir ihren Verrat an unserem gemeinsamen Herkunftsland nicht.

SPD, CDU, Grüne und Linke haben im Deutschen Bundestag klar gezeigt, dass sie die Stimmen der türkischstämmigen Bürger gerne einsammeln aber keinerlei Rücksicht auf deren Interessen nehmen.
Dies werden wir nicht vergessen, und dies wird auch Folgen haben. Die nächste Wahl kommt bestimmt.

Die Resolution geht auf die Initiative des Duisburger Ratsherren Rainer Grün zurück – eines ehemaligen Bergmanns und Sozialdemokraten, der jetzt in der Sicherheitsbranche arbeitet und zum Islam konvertiert ist. Grün führt eine kleine türkeiaffine Wählergruppierung an.

Der Geschäftsführer der grünen Ratsfraktion, Gerd Schwemm, hält den Beschluss für rechtswidrig: “Denn der Integrationsrat hat kein allgemeinpolitisches Mandat.” Die Kommunalverwaltung prüfe schon die Relevanz der Resolution. “Ausserdem werden wir dagegen angehen, dass unser MdB Cem Özdemir in die Nähe der PKK gerückt wird.”

Vetreter der SPD, der Linkspartei und der Grünen haben wegen rechtlicher Bedenken an der gestrigen Abstimmung nicht teilgenommen, auch alevitische Verbandsvertreter beteiligten sich nicht.

Der Duisburger Integrationsrat gilt als dominiert von rechten und islamgläubigen türkischen Organisationen.

Update, 16:10 Uhr. – Mittlerweile hat sich auch Sören Link, SPD, der Duisburger Oberbürgermeister und Chef der Stadtverwaltung zu Wort gemeldet.

Er erkärt:

„Die im Integrationsrat beschlossene Resolution zum Thema ‚Armenien‘ ist nicht akzeptabel und verletzt geltendes Recht. Die teilweise martialische Wortwahl, die Beschimpfung und Bedrohung einzelner Mandatsträger haben in einem Gremium der Stadt Duisburg nichts zu suchen. 

Gemeinden besitzen kein allgemeinpolitisches Mandat. Ein solches ergibt sich weder aus Art. 17 noch aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes. Auch folgt eine Kompetenz für ein allgemeinpolitisches Mandat nicht aus Art. 28 Abs. 2 GG. Voraussetzung für ein Tätigwerden der Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist ein besonderes individuelles Betroffensein. Das individuelle Betroffensein muss allerdings gegenwärtig und konkret sein.

Bei der Resolution des Integrationsrates handelt es sich ausschließlich um eine allgemeinpolitische Erklärung. Die Abgabe solcher Erklärungen steht der Gemeinde allerdings nicht zu. Es ist vielmehr stets ein direkter kommunaler Bezug nötig, der hier nicht erkennbar ist.”

Ich halte es vor diesem Hintergrund für unzulässig, dass der Integrationsrat entsprechende Beschlüsse fasst. Den Beschluss vom 7.6.2016 werde ich deshalb umgehend beanstanden.“

37 Kommentare

Da hat der Gerd Schwemm einmal Recht. Der Integrationsrat hat kein allgemeinpolitisches Mandat.
Außerdem sind seine Aktivitäten einzig auf die Stadt beschränkt, für die seine Vertreter gewählt wurden.

Die Ermordung der christlichen Armenier hat nicht mit dem Islam zu tun. Daran ist der Westen schuld.
(Ironie off)

Schlimm genug, dass es den Völkermord gab! Schlimmer sind noch diese faschistischen Nazi-Türken, die dies abstreiten. Steht endlich dazu, bekennt euren Fehler, steht hierfür ein und entschuldigt euch einfach. Feddich!!

wir haben ja zum Glück Reisefreiheit für jeden dem die Entscheidung des deutschen Bundestages nicht gefällt

Die Hinweise auf die geringe Wahlbeteiligung oder das fehlende allgemeinpolitische Mandat des Integrationsrates sind, so berechtigt sie auch sein mögen, wenig hilfreich, weil wenig „glaubwürdig“. Jeder spürt, dass sie unterblieben wären, wenn sich dieser Rat inhaltlich anders geäußert hätte. Und überhaupt „allgemeinpolitisch“… diesen eigenartigen Begriff kenne ich noch aus der Studentenpolitik. Sein Problem: wo hört die Fachpolitik auf bzw. wo fängt die „Allgemeinpolitik“ an? Was oder wie wäre es zum Beispiel, wenn dieser Integrationsrat eine Resolution gegen das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte hier und anderswo beschlösse? Wäre dies noch im fachpolitischen Rahmen? Während mit einer Erklärung ganz allgemein gegen Rechts die Grenze zur Allgemeinpolitik überschritten wäre?

Rainer Grün versteht Recep Tayyip Erdoğan und seine Kumpane im Grunde genauso wie ich, kann die Message aber besser auf den Punkt bringen. Etwa mit dieser schönen „Resolution gegen die Verleumdung der Türkei“: „Ein(en) Völkermord oder eine beabsichtigte Vernichtung einer ganzen Volksgruppe hat es in der Türkei nie gegeben… Dass es zu Vertreibungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kam ist unstrittig, ebenso dass dabei viele Menschen ihr Leben verloren.“ Unnachahmlich: irgendwie ist es dazu gekommen; aber das war echt keine Absicht.

"Verräter an unserem gemeinsamen Heimatland." Werden in DU nur Türken integriert? Was nicht so ganz erfolgreich zu sein scheint, denn der Begriff "Verräter" scheint mir wenig auf eine erfolgreiche Integration hinzuweisen, ist dieser doch ein Begriff aus der politisch-völkischen Ecke in diesem Zusammenhang. Irgendwie uncool.

Wo die etablierten Parteien im demokratischen Diskurs versagen und über Teile ihrer Wählerschaft hinweg Basta-Politik machen, stehen die Wölfe heulend schon bereit.

@#10: Aber Herr Weigele, für die mangelhafte Integration ist in D doch immer die Aufnahmegesellschaft verantwortlich. Oder habe ich da in den vergangenen Jahren unsere Politiker, Medien & nicht wenige Kommentare -auch hier- wieder einmal einfach nicht verstanden?

Auch in Berlin hetzt der dortige Vorsitzende der türkischen Gemeinde gegen MdB's und den Bundestag.
Scheint also kein Duisburger Problem zu sein, sondern etwas mit dem Staatsverständnis eines Teils der türkischstämmigen Mitbürger zu sein. Das läßt mich doch die doppelte Staatsbürgerschaft mit anderen Augen betrachten.

@ Davbub#12 Richtig, irgendwie verdränge ich diese bedauerliche Tatsache immer wieder. Warum nur?

Warum redet ein 'Integrationsrat' eigentlich immer von Herkunftsländern etc., wenn's doch mittlerweile die 2. Generation von hier geborenen türkischstämmigen Menschen gibt? Dann ist deren Herkunftsland, wenn überhaupt, Deutschland.

@Werner Juga

"Allgemein politisches Mandat" ist wichtig, denn um zu studieren (und damit eine Berufswahl ausübt) , muss man in den meisten Bundesländern der Verfassten Studierendenschaft beitreten, und wird damit vom AStA repräsentiert. Nur, weil man Physik studieren möchte, muss man eine Organisation erdulden, die nicht die eigene, politische Meinung vertritt. Aus vielen Gründen ist dies verfassungsrechtlich problematisch.

Zur Trennung von "Fachmandat" und "allgemeinpolitisches Mandat": Es gibt Gerichte. Diese werden Einzelfälle gut entscheiden.

„Wir fühlen uns verletzt und durch den Beschluss, dass die Türkei einen Völkermord begangen haben soll herabgesetzt.“

Jaja, diese zarten Seelchen aus dem Duisburger Integrationsrat fühlen sich ganz toll verletzt, wenn sie an den Völkermord der Türkei an den Armeniern erinnert werden. Wohlgemerkt, nicht die eineinhalb Millionen Massakrierten „verletzen“, sondern die posthume Würdigung ihres schrecklichen Todes als geplanter Massenmord.

Es ist zum Verzweifeln, wie viele türkischstämmige Menschen – z.B. Frau Özoğuz (SPD), Staatsministerin für Integration(!) – die fadenscheinigsten Begründungen vorbringen, um die Diskussion und Erinnerung an diesen Genozid zu erschweren. Doch die namentliche Aufzählung von türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten als „Verräter“ zeigt, dass man es hier nicht nur mit einer anderen Meinung zu tun hat.

Der Islam-Konvertit Rainer Grün ist eine typische Dumpfbacke, der von der ganzen Angelegenheit erkennbar nicht die mindeste Ahnung hat, aber vermutlich hofft, er könne damit von seinem Imam ein paar Fleißbildchen einheimsen.

Wie meinen die Herrschaften zum Schluss: „Die nächste Wahl kommt bestimmt.“ Nun, die NPD könnte sicher noch ein paar Stimmen gebrauchen.

Der Integrationsrat von Duisburger ist doch ein Witz:

Der Vorsitzende Erkan Üstünay, SPD ist auch Mitglied bei den SV GENC OSMAN DUISBURG e.V. und DITIB GENC OSMAN MOSCHEE und integriert "nebenbei" auch noch beim BAMF.

Serkan Alkan von der Hizmet des Fetullah Gülen und auch schon bekannt bei den Ruhrbaronen http://www.ruhrbarone.de/islamisten-was-tun-wenn-der-schutzmann-dreimal-klingelt/107158

Yasar Altun, SPD und stellv. Vorsitzender und noch ein Vertreter der Ditib.

Die Liste besteht ausschließlich aus Vertreter aus der Türkei und alle sind Mitglieder in islamistischen Organisationen.
Vielleicht sollten die Herrschaften sich zunächst einmal selbst integrieren, bevor sie auf andere Menschen losgelassen werden. Auch der Vorfall zeigt, so wird nicht nur Integration verhindert, sondern torpediert!

Ich frage mich, ob ein sogenannter Integrationsrat überhaupt für "die Integration" zuständig ist, und wenn das gesetzlich so gewollt ist auch, ob das dadurch, daß nur eine von vielen betroffenen Nationalitäten, die dort repräsentiert ist, für alle Migranten gewährleistet werden kann.
Die in Deutschland lebenden Ausländer sollen nach der ursprünglichen Idee an kommunalen Entscheidungsprozessen teilnehmen. Aber ist das DIE vieldiskutierte Integration?
Offenbar gibt es genügend Gründe, neu darüber nachzudenken, wie solche Gremien tatsächlich sinnvoll zur Integration beitragen können. Wahrscheinlich ist aus meiner kurzen Recherche, daß die Städte einigen Freiraum bei der Auslegung der Gesetzesvorgaben haben. Ich denke, daß das Wahlverfahren mit einer Quotierung festlegen sollte, daß Integrationsräte möglichst viele Nationalitäten repräsentieren.
So verstehe ich jedenfalls den sehr allgemein gehaltenen Artikel in Wikipedia. Demnach ist die Gesetzeslage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, und zusätzlich noch jeder Kommune eine eigene Auslegung möglich. In Duisburg jedenfalls funktioniert der "Integrationsrat" nicht als Integrationsmotor.
Aus Wikipedia:
"Die Aufgabe zur Bildung von kommunalen Ausländerbeiräten ist den Gemeinden als konkrete Ausformulierung der kommunalen Selbstverwaltung durch Landesrecht übertragen. Die in Deutschland lebenden Ausländer sollen über die Ausländerbeiräte eine Teilhabe an den kommunalen Entscheidungsprozessen erlangen."

Es gab in der Türkei nach dem Ende des verlorenen Krieges und des damit verbundenen völligen Zusammenbruch des osmanischen Reiches keine Besatzungsmacht, die Volk und Führung dazu gezwungen hätten, sich mit den dabei begangen Verbrechen auseinanderzusetzen. Ich weiß nicht, ob die Deutschen ohne den Druck der Besatzungsmächte nicht auch den Weg der systematischen Verdrängung und Verschweigung gewählt hätten. Der Wille dazu war auf jeden Fall im Nachkriegsdeutschland von den Eliten bis zum einfachen Volk sehr ausgeprägt und flächendeckend. Das einzige, was die Kriegsgeneration bedauert hat, war die Tatsache, den Krieg verloren zu haben. Von Reue war so gut wie nirgendwo etwas zu spüren, geschweige denn zu hören.

Und wer vertritt eigentlich die Interessen, der in Duisburg lebenden Armenier oder Armenischstämmigen? Vielleicht fühlen die sich ja auch verletzt.

Und wer vertritt in Integrationsräten eigentlich Polen, Russen, Spätaussiedler oder Holländer?

Auch in GE besteht der Integrationsrat aus einigen Vertretern halbseidener Organisationen. Die WAZ stellt dennoch keine kritische Nachfrage, sondern schreibt ein PR-Porträt:

http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/gelsenkirchen/der-gelsenkirchener-integrationsrat-baut-bruecken-id11899401.html?service=mobile

@ #20:
Es geht aber nicht um Deutschland, zu welcher Zeit auch immer. Mit der Nazizeit, dem Krieg & der Endlösung kann ich immer alles relativieren.

Davbub, das war nicht meine Absicht. Es ging mir nur um einen Erklärungsversuch dieser Form der nationalistischen Borniertheit, die in der aktuellen Türkei mittlerweile faschistoid-rassistische Züge annimmt. Das ver-rückte dabei ist, dass der damit verbundene dumpfe (türkisch-osmanische) Herrenmenschengestus auch von einem Teil der türkischstämmigen Bewohner Deutschlands in genau das Land getragen wird, dessen sonstige Bewohner,mich eingeschlossen, davon aus gutem Grunde die Schnauze komplett voll haben.

Irgendwo müssen ja Erdogan's Statthalter ja untergebracht werden. Die ganze Resolution schafft klare Fronten. Die etablierten Parteien tragen hierbei eine Menge Mitschuld. Denn immer werden Leute ins Rennen geschickt, wie der Obama von der Alster, Ozgur, MdE oder der syrische NRW. MdL, der wegen Antisemitismus aus der Grünen Fraktion entlassen wurde und andere. Wenn es schon in der hohen Politik nicht funktioniert, wie soll es an der Basis funktionieren? Die Grünen, die SPD (mit vielen AKP-Doppelmitgliedern) und die CDU haben die Migranten immer gepampert und das Endprodukt liegt nun in den Windeln.

Wir brauchen Dauerausstellungen, Museen, Theaterstücke usw. die das Thema Völkermord an Armenier den Bürgern schonend Nahe bringen.
Viele türkischstämmige Mitbürger sind mit gezielt falschen Informationen (Schule und Zeitungen) in ihrem Ursprungsland "gefüttert" worden. Für diese bricht ihre heile Welt zusammen, wenn sie von dem Genozid, die ihre Vorfahren begangen haben, erfahren. Und die Deutsche Kultur+ – Politik hat das Völkermord- Leugnen der Türkei (stillschweigend) unterstützt.
Also Aufklärung auf jeder Ebene nachholen! Es lohn sich.
(Das macht auch nix, wenn einige Türken dann anschließend vor Scham ihr "Türktum" aufgeben und sich zum "Deutschtum" bekennen. Dann hätten wir in Deutschland ein Integrationsproblem weniger. Das geschah doch auch mit einer beträchtlichen Anzahl von Deutschen, die kurz vor, während und nach dem 2. Weltkrieg von Deutschland ausgewandert sind und mit aller Macht versucht haben ihre Wurzeln zu vergessen).

1.
-22-Davbub

"Es geht nicht um Deutschland, zu welcher Zeit auch immer".

Doch, doch……….

Die "politische Anklage des Völkermordes" gegenüber der Türkei durch den deutschen Bundestages
zwingt dazu -moralisch, politisch, rechtlich-, daß der Ankläger, nämlich der deutsche Bundestag, sich dem Völkermord seitens des deutschen Reiches an den Herero und Nama 1904-19o8 stellt, sich dazu bekennt und sich dafür names des deutschen Staates förmlich bei den Herero und Nama entschuldigt.
Kommt es nicht eine politische Dreistigkeit gleich, einen anderen Staat des Völkermordes "anzuklagen", aber sich diesesn eigenen Völkermord gänzlich auszublenden?

(Im übrigen ein Völkermord, der "von den Deutschen" ähnlich wie der des osmanischen Reiches -und heute der Türkei-an den Armeniern, lange Zeit gar nicht erwähnt und später als Kriegsereignis zu relativeren versucht wurde und weiterhin versucht wird,, obwohl es in der Wissenschaft seit langem unumstritten scheint, daß es sich bei den Staatsverbrechen an den Herero und den Nama um den ersten Völkermord des 2o. Jahrhunderts handelt.)

Während die deutsche Bundesregierung noch 2012 jede deutsche Verantwortung für diesen Völkermord abwies, hat immerhin das Auswärtige Amt am 10.7.2015 diesen Völkermord als solchen benannt.

Wenn es denn dem deutschen Bundestag als eine so gewichtige moralische, als eine so gewichtige
politische und völkerrechtliche Verpflichtung erschien, den Völkermord des osmanischen Reiches an den Armeniern in einer Resolution " jetzt und hier" förmlich als solchen festzustellen und mithin zu versuchen, indirekt den Rechtsnachfolger Türkei dafür in die Verantwortung zu nehmen (politisch, evtl. auch völkerrechtlich, evtl. mit Entschädigungspflichten ) ,dann drängt sich mir angesichts der nicht gleichzeitigen Anerkennung des Völkermordes des deutschen Reiches an den Herero und Nama zwei Fragen auf:
a.) Warum wird hier mit "zweierlei" Maß gemessen?
b.) Warum scheint der Bundestag in Kauf zu nehmen, daß diesbezüglich seine moralisch-politische-völkerrechtliche Glaubwürdigkeit kritisch hinterfragt werden muß?

Insofern,

Davbub,

ging es hier auch um Deutschland ,,und es wird insofern weiterhin um Deutschland gehen, solange der Bundestag sich wegen des Völkermordes seitens des deutschen Reiches an Herero und Nama nicht ähnlich positioniert wie er es jetzt wegen des Völkermordes des osmanischen Reiches an den Armeniern getan hat..

2.
"Integrationsbeirat"
Ich habe mir in der Vergangenheit in unterschiedlichen Funktionen immer wieder wütende Proteste eingehandelt, wenn ich generell das kommunale Beirats-Unwesen "beklagt" habe. -Flüchtlingsbeiräte, Seniorenbeiräte, Beiräte für……..
Für diese Kritik lassen sich generell formelle und materielle Gründe benennen.
Diese zeigen sich jetzt eben auch bezogen auf die sog. Integrationsbeiräte –sh. ihre Zustandekommen, ihre Zusammensetzung, ihre Zuständigkeiten, ihre Verantwortlichkeiten-.

"Beiräte……" -gut gemeint, aber nicht nur schlecht gemacht, sondern -sh. Integrationsbeiräte- mit Wirkungen, die den "hehren Zielen" zuwiderlaufen.
Ich kann verstehen, daß aus aktuellem Anlass niemand in der Kommunal-, niemand in der Landespolitik öffentlich bezogen auf die Beiräte generell, konkret bezogen auf die Integrationsbeiträge deren "Siinnhaftigkeit" zu hinterfragen bereit ist.

3.
"Das Verrückte dabei ist….."

-23-Arnold

ja, bezogen darauf, daß die nationalistisch-völkische Politik Erdogans jetzt im Ausland durch dort lebenden türkisch-stämmige Menschen nicht nur verbal, sondern mittlerweile auch durch Gewaltakte unterstützt wird, dh., das "man" ggfls. der von Erdogan vorgegebenen türkischen Interessen wegen bereit ist, sich über die Interessen z.B. Deutschlands einschließlich des dort geltenden Rechtes hinwegzusetzen.
Ob es den türkisch-stämmigen Menschen, die in Deutschland leben -mit oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft- hinreichend bewußt ist, wohin diese Weg, den einige von ihnen in ihrer bedingungslosen Treue zu Erdogan zu gehen bereit zu sein scheinen, führen kann -jeden Einzelnen von ihnen, aber auch Deutschland und in die Türkei in Gänze?

Arnold,
Erdogan selbst scheint mir ganz und gar nicht verrückt zu sein.
Alles was er macht, so scheint mir, entspricht seiner Logik nationalistisch-völkischem Denkens einhergehend mit dem Willen, sein Land "endlich und endgültig" von der ihm gegenüber – vermeintlich oder tatsächlich- betriebenen Politik der Überheblichkeit und Geringschätzung seitens der europäischen Staaten frei zu machen.

Ich könnte auch sagen: "Die Armenien-Resolution des deutschen Bundestages" ist für Erdogan ein weitere Bestätigung"von Überheblichkeit und Geringschätzung" der Türkei, hier durch Deutschland .
Sie schadet nicht Erdogan. Sie kommt letztendlich seiner Politik zugute. Sie festigt sein Ansehen bei der Mehrheit der Gesellschaft in der Türkei, aber auch sein Anseheni bei vielen türkisch-stämmigen Menschen in Deutschland, die wie er die Türkei -und letztlich auch sich selbst- weiterhin als durch Andere geringgeschätzt empfinden.
Ich stelle das nicht fest, um im nachhinein gegen die Resolution des Bundestages zum Völkermord an den Armeniern zu argumentieren, sondern nur in der Absicht, daran zu erinnern, daß Erdogan -wie Putin und andere- rational denkenden nationalistisch-völkisch gesinnte "Macht"-Politiker , also alles Andere als verrückt sind.
Wer mit Putin, mit Erdogan, mit……wie mit "Verrückten" umgeht, muß sich fragen lassen, ob er selbst insofern nicht als "verrückt" zu gelten hat.

4.
-23- Arnold,
"dessen sonstige Bewohner,,, die Schnauze komplett voll haben ( vom Herrenmenschengestus).

Was die "sonstigen Bewohner und das Herrenmenschentum "angeht, liefern doch das Sagen und das Tun vieler "unserer deutschen Landsleute" tagtäglich hinreichend Anlaß, hier zumindest zu relativeren, denn viele von ihnen scheinen vom Herrenmenschentum nicht die Schnauze voll zu haben; ganz im Gegenteil.

Bisher habe ich unter Integration immer etwas anderes verstanden.

Ein Ereignis, das mehr als 100 Jahre in der Vergangenheit liegt.
Dann reagieren Menschen, deren Lebensmittelpunkt seit der Geburt bzw. seit vielen Jahren in Deutschland liegt , derart auf eine nachvollziehbare Aussage des Bundestages.

Ich würde mir die Frage stellen, ob ich mit dieser Haltung nicht lieber in dem Land leben sollte, dem ich mich kulturell, historisch etc. verbunden fühle.

Was soll ich dazu sagen? Wie soll ich meine Gefühle beim Lesen dieser "Resolution" beschreiben: Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Entrüstung und und und.
1.) Alle damals stattgefundenen Ereignisse bezüglich der Armenier tragen für mich, viele andere Geschichtsinteressierte und Wissenschaftler alle Kennzeichen eines Genozids. Als Mensch und Deutsche (45 Jahre) machen mich die historischen Aufnahmen und die Übersetzung von Augenzeigenberichten Überlebender sehr traurig und berühren mich dahingehend tief da es so viele Parallelen zu unserer dunklen historischen Vergangenheit gibt. Die sogenannten "Hammelzüge" und Deportationen sollten weltweit dasselbe Gruseln verursachen, was ich empfinde, Mitleid und Mitgefühl für die Opfer auslösen und eine Aufarbeitung erfordern, die zu einer Anerkennung von Schuld führt, der Größe einer Entschuldigung. Die junge Generation der Türken wird dabei genauso die Verantwortung tragen müssen, wie wir jungen Deutschen, dass Völkermord nie wieder stattfinden darf! Auch in unserer dunklen Geschichte gab es andere Länder und Menschen anderer Nationalität, die mit Hitler sympatisierten und antisemitische Haltungen propagierten und sich schwer taten, den aus Deutschland Flüchtenden Glaauben zu schenken. Der Antisemitismus war keine "deutsche Erfindung", aber das kann keine Entschuldigung und Ausflüchte rechtfertigen! Was ungeheuerlich und schwer vorstellbar klingt, muss nicht unwahr sein! Für mich gehört es zu einem kultiviertem und fortschrittlichem Staat, seine Fehler aufzuarbeiten, zu diskutieren, historische Schuld anzuerkennen und Opfer seiner totalitären Staatshaltungen zu entschädigen, sei es materiell oder idiell. Ich persönlich empfinde Respekt und Bedauern für das Leid der Opfer dieses Genozids! Die nachfolgenden Generationen sollten den Opfern ihre Würde zurück geben und den entmenschlichten Taten ein respektvolles Gesicht geben. Und ja, ich erkenne auch die damalige deutsche staatliche Mitschuld an. Vielleicht habe ich eine hohe Erwartungshaltung an Deitschland und die EU, generell an moderne fortwärtsgewandte Staaten, die Demokratie, nämlich sich seiner guten und schlechten Vergangenheiten zu stellen und dafür Sorge zu tragen, dass humanistische und ethische Werte für Rückgrat sorgen, dass Genozid weltweit als inakzeptabel und schwach gefemt wird! Und an all Diejenigen, die auch in Deutschland der Meinung sind, jetzt sei es auch mal gut mit der Diskussion um unsere Vergangenheit, denen entgegne ich: "Nein, solange es auch hier Leugnung, rechtspopulistische Fraktionen und Neonazis gibt, muss weiter diskutiert werden. Unsere Chancen mit damaligen Opfern und Tätern zu sprechen um zu Begreifen und zu Verstehen und sich eine eindeutige Haltung gegen Genozid zu verschaffen und Geschichte als Mahnung in uns lebendig zu halten, nehmen ab. Bald ist dieses Geschenk vorbei, denn für die nachfolgenden Generationen wird dies keine anfassbare erlebbare Geschichte mehr sein, sondern eine Sammlung von Fakten und Dokumenten, Berichten und Quellen. Ich habe in Zeitzeigengesprächen am meisten gelernt: ich habe alptraumhafte Berichte vernommen, das Wunder unglaublicher Geschichten und Zufälle des Überlebens (aus denen ich die Grunderkenntnis und Ahnung gewann, was wohl all die Leugner als irrige Basis ihre falschen Annahmen sehen), über menschliche Psyche und Verdrängungsmechanismen, Entmenschlichung und das Abstumpfen gegenüber Greuel, ich habe beim Hören der Geschichten in die Augen von Opfern, Mitläufern und Tätern gesehen, habe geweint, Schmerz empfunden, Wut und kam immer zu dem Inneren Revolutzergefühl: Nie wieder! Nie wieder Schweigen oder Wegsehen! Verantwortung tragen, dass dies nicht vergessen wird, den Nachkommen das Bewusstsein mitgeben, dass diese Vergangenheit falsch war und all die guten historischen Dinge vermitteln auf die wir auch stolz sein können, es gibt Dinge die weder rein gut oder rein schlecht sind. Als Beispiel: Die geistige Haltung, die der Komponisten Wagner vertrat, lehne ich ab auch wenn sie im historischen Kontext nicht ungewöhnlich war, dennoch kann ich seine Kompositionen als gute künstlerische Arbeit respektieren ohne sie persönlich mögen zu müssen.

2.) Danke an all Diejenigen, die diese Resolution ablehnen, sich dieser widersetzen und offen Stellung beziehen!

3.) Die in dieser Resolution verkörperte Haltung charakterisiere ich gefühlsmäßig folgender Maßen: rückwärts gerichtet, ignorand, antidemokratisch, konservativ, dumm, intolerant, unwürdig…

4.) Gerade vor der dem Hintergrund der politischen Entwicklung in der Türkei, die ich als regressiv ersehe und in ein totalitäres Machtsystem zu münden scheint, in dem Menschenrechte nicht viel Wert sind, sehe ich die Türkei leider derzeit nicht als akzeptables Mitglied der EU, aber dies gilt für alle Staaten, die diese regressiven Entwicklungen meinen einschlagen zu müssen. Es gibt weder "Den Islam, noch "Das" Christentum. Was ich jedoch bedaure ist, dass die fundamentalen konservativen Strömungen auf dem Vormarsch sind. Hier würde ich mir lauteren Widerstand der liberalen Vertreter wünschen. Ich habe als Kind bewundert, welche wissenschaftliche Hochkultur, dichterische Poesie und Toleranz es im Islam gab, wie fortschrittlich im Vergleich zu unserem Mittelalter. Die feine Kultur und Architektur, Gartenkunst. Ich habe immer wieder die warme Herzlichkeit muslimischer Gastfreundschaft erfahren und meine türkische Gesangslehrerin bezeichne ich als meine zweite Mutter mit einem goldenen Herzen! Ich hoffe, dass die Türken sich einen besseren Staatslenker suchen, denn dieser schadet mehr, als dass er Gutes bringt. Unsere Politiker und Wir sollten andere Lösungen finden und weniger mit totalitären Machthabern kooperieren, die unseren Wertvorstellungen an Demokratie und Toleranz widersprechen. Klare Meinungshaltung. Ob Erdogan, ob Putin, der Rechtsruck durch Polen, Ungarn und Deutschland, all dies sollte von uns klar abgelehnt werden. Ich verspüre derzeit wenig Lust Urlaub in Ländern zu machen, wo die Regierenden Homophobe Gesetze erlassen, Abgeordnete unter Generalverdacht gestellt werden und die Immunität aufheben, wo jeder Blinde bereits sieht welcher Machtmissbrauch dahinter steht, wo Oppositionen bedroht und inhaftiert werden, gefoltert oder einfach verschwinden, wo die Meinungs- und Pressefreiheit mit Füssen getreten wird, wo Demonstranten niedergeprügelt werden etc. etc….

5.) Integration: Ich erwarte von jedem, der weltweit in einem Land aufgenommen wird oder auswandert, dass er die Menschen in seiner neuen Heimat respektiert und die Landessprache in absehbarer Zeit beherrscht. Weil Sprache und Kommunikation ein wichtiger Bestandteil zur Integration darstellen. Ich habe also weder Verständnis für all die deutschen Auswander, die Dauerwohnsitze im Ausland haben und kein Wort der dortigen Sprache beherrschen. Nein, Mallorca ist kein deutsches Bundesland und man sollte zumindest spanisch sprechen lernen. Ich kann nicht öffentlich propagieren Integration von Migranten in Deutschland zu erwarten und für mich selbst das Recht einer Ausnahme im Ausland beanspruchen! Was ich jedoch als Bürger erwarte und verlange ist, dass unsere Demokratie, Gesetze und Grundrechte respektiert werden. Wer sich integrieren will, der muss deutsch lernen. Sprachen kann man auch noch im Alter lernen und wer Jahrzehnte in diesem Land lebt, sollte den Eigenanspruch haben, sich hier verständigen zu können! Ausreden finde ich peinlich! Doppelten Staatsbürgerschaften stehe ich skeptisch gegenüber, mal hier Rosinen rauspicken oder mal da. Entweder ich bekenne mich zu dem Land in dem ich lebe und bin dessen Staatsbürger oder nicht. Ich denke, jeder Türke hätte an mich dieselbe Erwartungshaltung, wenn ich plante dauerhaft in die Türkei auszuwandern. Ich bin multikulti erzogen worden und habe seit Kindergartentagen Spielgefährten und Freunde verschiedenster Nationalitäten gehabt, unsere Tür daheim stand jedem offen, den wir mitbrachten. Wenn ich heute durch dieselbe Siedlung laufe, dann stimmt es mich traurig, wie rückwärtsgerichteter und konservativer der Islam ausgelegt wird, die "freien starken selbstbewussten und lauten Frauen, die nur ein Kopftuch trugen", sind einer ziemlich stillen Masse an totall verhüllten Gestalten gewichen, Shadors und Burkas, sah man weder in den 70zigern, 80zigern teils 90zigern dort. Ich glaube nicht, dass unser Stadtteil im Ruhrgebiet einen Ausnahmemikrokosmos darstellt, denn dies sehe ich bundesweit auch in anderen Städten. Ich denke mit unserer Gesellschaft ist nur ein aufgeschlossener liberaler Islam kompatibel! Für alle Konservativen bedeutet dies Umdenken lernen.
Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Muslime äussern, hier einen Sharia Staat installieren zu wollen. Ich habe kein Verständnis dafür, wenn auf Frauen Übergriffe passieren, nur weil man ein anderes Kulturverständnis hat und eine andere Mentalität besitzt, ganz gleich welchen religiösen oder ethnischen Background man hat. Ich habe aber ebensowenig Verständnis für all die deutschen Wähler, die aus Protest gegenüber den großen machtführenden Parteien rechtsorientierte Parteien wählen. Man muss keine großen Parteien wählen, aber man kann und sollte demokratisch wählen, meinen Protest kann ich auch ausdrücken, in dem ich eine demokratische nichtssagende Hundekekspartei wähle mit der sich dann die Politiker auseinandersetzen müssen. Und leider finde ich, unterstützen all die Nichtwähler indirekt die rechten Parteien, denn die mobilisieren in der Regel ihre Anhänger! In anderen Ländern sterben Menschen dafür, weil Sie sich das Recht wählen zu dürfen, frei entscheiden zu dürfen, mitgestalten zu wollen, erstreiten und dafür demonstrieren. Traurig, wir haben das Privileg und nutzen es so wenig in guter Richtung. Für mich eine Pflicht gegenüber all den Menschen, die dies nicht können und dürfen.
Bildung ist ein entscheidender Schlüssel zur Integration, denn Bildung ermöglicht reflektiertes Denken und das Hinterfragen. Auch hier frage ich mich, warum wir das Lernen hier in Deutschland oft so negativ behaften: "du musst zur Schule gehen" Klar gibt es einerseits die Pflicht es zu tun, aber Pflichten können auch freudvoller vermittelt werden: "du darfst heute Neues lernen". Auch dies entsteht aus Respekt vor den Kindern, die nie die Chancen hatten und haben, eine Schule besuchen zu dürfen. Fördern und Fordern. Die besten bilingualen Erfolge und Voraussetzungen für Integretion und ein selbständiges berufliches Leben, auf Ausbildung und gesellschaftliches Leben, haben die Migrantenfamilien, deren Eltern sich selbst hier eingebracht haben und ihren Kindern Vorbilder sein können. Wer unsere Verfassung und Demokratie ablehnt, der wird nie Teil der Mitte unserer Gesellschaft, der wird nie ein akzeptierter Bürger mit stolzer migrativer Vergsngenheit und Kultur, sondern stets nur ein Gast bleiben. Und jeder, der sich nicht integrieren mag, der sollte sich kritisch selbst die Frage stellen, kann ich überhaupt glücklich werden in einem Land, dessen Menschen und Werte ich ablehne. Der muss sich auch die Frage gefallen, lassen, warum hast du es dir ausgesucht hier zu leben (ich spreche nicht von religiös und politisch Verfolgten Asylsuchendrn und Kriegsflüchtlingen). Es muss auch klar die Botschaft vom Staat ausgehen, dass Hartz IV bei uns kein dotierter Berufsabschluss ist, sondern lediglich als vorrübergehender sozialer Rettungsanker angedacht ist. An die Politik gerichtet, kann Integration auch nur dann funktionieren, wenn es die unterschiedlichsten Arbeitsplätze gibt, denn über die Jahrzehnte sind vor allem einfache Tätigkeiten wegrationalisiert worden. Gerade für Menschen, die für die Behindertenwerkstätten zu gut sind, aber entweder mangels Bildung oder physischem Vermögen nicht in der Lage sind komplexe Tätigkeiten auszuüben. Auch diese brauchen einen Platz in der Gesellschaft, wo Sie stolz eine Familie ernähren können und nicht auf staatliche Almosen angewiesen sind. Integration bedeutet auch für die Politiker die Bevölkerung mit Ihren Sorgen und Ängsten ernst und wahrzunehmen, sie in Gesprächen an der Basis abzuholen, Dinge vereinfacht erklären zu können, damit den Rechten der Zulauf abgegraben wird und die Gesellschaft sich nicht komplett spaltet. Die Parteiprogramme müssen in einfachen Worten entlarvt und erklärt werden und die politischen Konsequenzen aufgezeigt werden. Integration funktioniert nur in beide Richtungen. Ich hoffe auf die liberalen Islamverbände, dass sie politisch laut werden und gegen konservative denkende Muslime und verblendete Islamisten Stellung beziehen und eine offene tolerante Auslegung des Korans propagieren. Ich denke einem Muslimen wird einfacher fallen an seiner eigenen Kulturtradition Kritik zu üben und er wird vielleicht anders verstanden, als ich oder Menschen anderer Kulturen, da schnell der Verdacht ausländerfeindlich zu sein entsteht. Auch der Islam in all seinen Richtungen sollte kritikfähig sein und werden, genauso wie wir auch das Christentum hinterfragen sollten und offen für Modernisierungen der Kirchendogmen sein. Es kann nicht sein, dass eine Diskussion verbal primitiv entgleitet und das Pauschal-k.o.-Argument ertönt: "du bist ausländerfeindlich" oder "der Islam ist ISS und fundamental". Auch eine Kritik an der Politik Israels muss erlaubt sein, ohne als Antisemit zu gelten.

Und wenn alle von ihren absolutistischen Gedanken, die einzige wahre Religion im Gepäck mit sich zu haben und die einzig wahre politische Meinung zu vertreten, abrücken würden, dann sollte sich Genozid weltweit verbieten. Wer Terror und Genozid anwendet, der verdient keinerlei Respekt oder Anerkennung, kein Gott der Welt würde derartige Aufträge erteilen und als richtig gutheißen, diese Personen legen Ihre Menschlichkeit ab, also gehören sie nicht mehr in den Kreis der Menschen, die den Begriff human im guten Sinne füllen. Für mich zeugen solche Resolutionen von schlechter neutraler wissenschaftlicher Recherche und gleichen einem unseriösen Pamphlet, denn einer ernstzunehmenden Auseinandersetzung mit Geschichte. Verblendung pur! Einziger Trost, solche Menschen gibt es leider weltweit, wenn es um die Schandflecken in der eigenen Landesgeschichte geht. Sich der Geschichte zu stellen, bedeutet den Beginn einer besseren Zukunft, weil man aus den Fehlern lernen kann, es bedeutet Chancen zu Frieden und wunderbaren Versöhnungen. Ich bedanke mich bei all den Zeitzeugen, die mir diese Chancen gaben, die mit mir sprachen und uns Nachkommen der Generation offen empfingen und keinen Hass und Groll auf uns übertrugen, den ich sogar verstanden hätte, denn Wunden brauchen seine Zeit zum Heilen und manche heilen nie! Ich kann nur jedem jungen Türken, Türkischstämmigem wünschen, dass er ebenfalls eine solche Chance wahrnehmen kann und mit armenischen Opfern spricht. Auch zukunftsorientiert den Dialog mit den liberalen Kurden sucht.

Ich hoffe, dass die Türkei wieder progressivere Wege beschreitet. Die positiven Werte, die das Land aus den Zeiten Attatürks errungen hat, scheinen derzeit verloren zu gehen und man scheint sich immer mehr von einer respektablen freien Nation zu entfernen. Leider!

Dem türkischen Aktionsplan gegen Deutschland müssen die Bürger und Politiker etwas entgegensetzen. Der Einfluss der Türkei auf die deutsche Politik, Bildung, Integration (siehe Duisburger Integrationsrat) , Medien und Meinungsbildung muss stark eingedämmt werden. In den Kampf gegen Rechtsextremismus müssen Erdogan-Vertreter und -Vertretungen (mit und ihren Blut- und Hassreden) eingeschlossen werden.

@Ke (27), ein kluger Einwurf. Klar, eigentlich kann man unter "Integration" nur einen Prozeß verstehen, der irgendwann einmal stattgefunden hat, und rückblickend als abgeschlossen betrachtet werden kann. Das gilt sicher für die Zuwanderung ins Ruhrgebiet vor mehr als 100 Jahren, aber längst nicht für die Zuwanderung die vor 60 Jahren begonnen hat und bis heute anhält.
Bei der erstgenannten Zuwanderung kann ich aber aus eigener Erinnerung sagen, daß die nach 60 Jahren komplett abgeschlossen war. Bei der derzeitigen Zuwanderung kann 60 Jahre nach deren Beginn, bestenfalls von einem "Integrationsprozeß" gesprochen werden.
Aber ich möchte daran erinnern, daß wir in einem Land leben, in dem es möglich, sogar üblich ist, Schulexperimente nach wenigen Monaten als erfolgreich zu bezeichnen. Ob die Kinder damit in ihrem Leben erfolgreich werden, interessiert keinen Pädagogen. Insofern wundert es mich überhaupt nicht, daß alle von Integration sprechen, obwohl dieser Vorgang oft gar nicht stattfindet.
Was noch schlimmer ist, niemand definiert diesen Begriff.

WIE DER LAMMERT RUM-LAMMERT… Ein "Bundestagspräsident" der die Mitglieder von Bundestag nicht kennt… Viel Spaß mit solche Personen.
Bundestagspräsident Lammert: "Die Verdächtigung von Mitgliedern dieses Parlamentes als Sprachrohr von Terroristen weise ich in aller Form zurück."
Bild: Eine Bundestagsfraktion demonstriert für die Legalisierung einer terroristischen Vereinigung.
– "Wenn ihr nicht zu Friedensgesprächen bereit seid, dann werden wir irgendwann auch mal das PKK-Verbot hier aufheben." Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Linken an die türkischen Regierung (DLF, 21.01.2016)
– Bundestagsdebatte zur Legalisierung der Terroriganisation PKK in Deutschland und EU auf Antrag der Linkspartei. Das "Betätigungsverbot" gegen die Organisation sei Anachronismus und kriminalsiere "politisch aktive Kurden" (26.02.2015).
– Petition von Uwe Hiksch (Linkspartei) an den Bundestag zur Streichung der PKK von der Terrorliste (15.01.2015)
– Staatsanwalt ermittelt: Gab die Bundestagsfration der Linkspartei geheime Regierungsdokumente an die PKK? (Welt, 04.10.15)
– Aufhebung der Immunität nach PKK-Werbung: Staatsanwaltschaft leitetet Ermittlungsverfahren gegen ein ganzes Dutzend Bundestagsabgeordneten wegen Propaganda für eine terroristische Vereinigung ein (SZ, 07.11.2014).
– Kontakte zur PKK: Laut Verfassungsschutz haben ein halbes Dutzend Linke-Mandatsträger aus Hamburg einen terroristischen Hintergrund (Bild, 02.03.2011; FAZ, 01.06.2013).

@ # 26:
Das,
-Herr Stach,
war doch wieder einmal ein schönes Beispiel für "what-aboutism" .
Da ist alles drin, was nicht zum Thema gehört, aber geschickt vom Kernthema ablenkt: die deutsche Schuld, die besondere Verantwortung -vor allem moralisch, sowie die geschickte Schuldzuweisung für das Erstarken ausländischer Autokraten an die deutsche Politik.
Besonders gefallen hat mir der Schlußabsatz, in dem in bester sozialdemokratisch geprägter Lehrerattitude der Bogen geschlagen wird zur aktuellen Situation in D (und das, ohne die Worte AfD, Pedida oder Flüchtling zu schreiben-Respekt).

#32,

die PKK, die PKK und die PKK , scheint das Lieblingswort der Türkei unter Erdogan zu sein. Allerdings wer eine Hamas, Al Nusra und die IHH nicht als Terrorist sieht, der sollte mal die Füße stillhalten. Nachdem jeder Kritiker in der Türkei als PKK-Anhängsel kaltgestellt wird, ist dies wohl jetzt auch für Deutschland gedacht.

Zu dem Artikel mal weiter und welche Herrschaften, welche Verbindungen haben. Einige hatte ich schon aufgeführt:
Erkan Üstünay, SPD http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Clearingstelle/Experten/experten-detailansicht-node.html?contactDataId=533

Serkan Alkan, HIZMET
http://www.ruhrbarone.de/islamisten-was-tun-wenn-der-schutzmann-dreimal-klingelt/107158

Yaşar Altun, SPD
http://firma-24.de/yasar-altun-ditib-t%C3%BCrkisch-islamische-gemeinde-zu-rheinhausen-e-v-atroper-stra%C3%9Fe-duisburg

Erdoğan Aydin, DAL
http://www.duisburger-alternative-liste.org/2014_10_01_archive.html

http://www.dal-duisburg.de/6.html
Bei der DAL einmal genau beachten, wer der Rathsherr Rainer Grün ist
https://www.xtranews.de/2012/03/26/duisburger-integrationsrat-will-lieber-turkisch-statt-deutsch-id3059003.html

Canan Celik, ABI
Sehr interessant, wer soll da angesprochen werden?
https://www.youtube.com/watch?v=am8CbLP_rvo

Erol Kaya, MTB
Ein Grauer Wolf und Vereinsmitglied in einer Kleinstpartei wie DAL und ABI
https://www.facebook.com/cafcdu.de/posts/123899707738692

Idris Kaymak, DERGAH
Generalsekretär bei der IGMG und die Verbindung zur MTB
https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/vo0050.php?__kvonr=20060347
http://www.duisburg-dergah.de/
http://www.atb-europa.com/ATB%20Genel%20Ba%C5%9Fkan%C4%B1%20Erol%20Yaz%C4%B1c%C4%B1o%C4%9Flu%20%C4%B0GMG'nin%20verdi%C4%9Fi%20iftar%20yeme%C4%9Fine%20kat%C4%B1ld%C4%B1

Da schau an, wie da Politik gemacht wird:
https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/getfile.php?id=1533314&type=do

Davbub -33-

1.
",,,,die geschickte Schuldzuweisung für das Erstarken ausländischer Autokraten an die deutsche Politik".
Es geht nicht um Schuldzuweisungen in meinem Beitrag, sondern um die Frage, ob und wie das Tun und das Unterlassen "der Politik" in Deutschland in seiner innertürkischen Konsequenz dem türkischen Präsidenten Erdogan von Nutzen sein könnte. Alle Fakten sprechen dafür, daß die Resolution des Bundestages bezüglich des Völkermordes an den Armeniern für Erdogan innenpolitisch von sehr großem Nutzen ist.
Wenn ich das feststelle, hat das nichts, gar nichts mit irgend welchen Zweifeln meinerseits an der Tatsache eines Völkermordes an den Armeniern zu tun, wohl aber damit, daß "man" als Staat bei allem was man tut oder unterläßt stets die Wirkungen seines Tuns oder des Unterlassen
zu bedenken hat; hier bezogen auf die von mir wahrgenommene Stärkung der Zustimmung des türkischen Volkes für Erdogan nach der Resolution des deutschen Bundestages und den Reaktionen des türkischen Präsidenten darauf.

Diese Realität verschwindet nicht, indem man ihren Enstehungsgrund auszublenden versucht. Diese Realität verschwindet auch nicht durch die Wiederholung aller auch m.E. zutreffenden Argumente, die die Tatsache eines Völkermordes des osmanischen Reiches an den Armeniern belegen. Und wenn der deutsche Bundestag sich im Bewußtsein dieser Realitäten trotzdem für die Resolution entschieden hat, dann ist das das Ergebnis eines politischen Abwägungsprozesses, der Respekt verdient.
2.
Wenn Sie aus dem letzten Absatz meines Beitrages -26- daraus für sich die Erkenntnis herleiten, das dort Angemerkte könnte auf Pegida und AFD zutreffen, dann halte diese Schlußfolgerung durch Sie für naheliegend. Diese Schlußfolgerung durch Sie ist zudem Anlass für mich, darüber nachzudenken, warum Sie den Begriff "Herrenmenschentum" offenkundig "ohne Weiteres" mit Pegida und AFD bzw. ihrer Gesinnungsgemeinschaft in Verbindung gebracht haben und in konkretem Zusammenhang mit "den " Flüchtlingen"; höchst interessant!.

3.
Zur Information:
Ich bin Sozialdemokrat. Ich war nie Lehrer!

Mehr will ich zu der von Ihnen verwendeten und auf mich bezogenen Begrifflichkeit von "sozialdemokratischer geprägter Lehrerattitude" nicht sagen, obwohl mich das im Sinne einer dann wahrscheinlich satirereifen Antwort schon reizen würde.

meinerseitz wird keine "Stärkung der Zustimmung des türkischen Volkes für Erdogan nach der Resolution des deutschen Bundestages und den Reaktionen des türkischen Präsidenten darauf"
wahrgenommen.
Wie auch? Gibt es verläßliche Umfrageergebnisse?
Ich ahne bestenfalls eine Polarisierung der türkischen Bevölkerung, wenn überhaupt.
Aber darum geht es nicht bei diesem Thema. Es geht um Ansichten einer Mehrheit des Duisburger Integrationsrates und darum was die Mehrheitsbevolkerung Duisburgs, aber auch der gesamten Republik davon hält. Es geht darum, ob ich als Bürger mir darüber Gedanken machen sollte oder nicht. Das ist die Kernfrage, die im Kommentar 26 umschifft wurde, was @Davbub mit dem Begriff ""what-aboutism" bezeichnet. Nachdem ich nachgelesen habe, was dieser Begriff bedeutet, kann ich nachvollziehen, was @Davbub damit sagen will, muß seine Ansicht aber nicht teilen. Die Antwort Walter Stachs klammert eine Antwort darauf allerdings wieder aus.

@#35:
Aber wenig bis nichts von dem, was Sie schreiben berührt das Thema: Die üble Hetze türkischer Mitglieder des Duisburger "Integrationrates".

"Ich bin Sozialdemokrat. Ich war nie Lehrer!"
Der eine scheint dem anderen innezuwohnen.

"obwohl mich das im Sinne einer dann wahrscheinlich satirereifen Antwort schon reizen würde"
Diese Antwort ist mir schon Satire genug; danke.

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