Duisburg: Gaza? Gähn!

Rechtsanwalt Jürgen Aust spricht auf der Duisburger Gazaflottilen-Solidemo. Foto: Thomas Rodenbücher

Es war friedlich, es war nichtig, und für einige Sekunden war es aufgeregt. Die von Duisburger Linksextremisten gefeaturte Demonstration zur Unterstützung der Gaza-Flottille vermochte am gestrigen donnerstäglichen Abend nur 150 Nasen zu versammeln. Von unserem Gastautor Thomas Meiser

Dabei gilt doch Duisburg als ein „Hotbed“ des linken Antisemitismus, wie die Jerusalem Post schon feststellte.

Hermann Dierkes, im Furor schwer zur Schnappatmung neigender Fraktionsvorsitzender der linken Ratsfraktion, der das Existensrecht Israels einst auf einer Veranstaltung einer trotzkistischen Sekte als „läppisch“ bezeichnete, der berentete Facharbeiter, der auch zum Boycott von in Israel produzierten Waren aufrief, sprach auf der Demonstration jedenfalls nicht.

Er würde zur Mäßigung angeraten sein, es wäre ungeschickt, ihn sprechen zu lassen, zumal er wegen seiner unmäßig deutlichen antisemitischen Thesen vom Parteiausschluß bedroht ist, hörte man im Vorfeld der Demo.

In einer postionsmäßig eher moderaten Rede definierte der Rechtsanwalt Jürgen Aust die geringe Zahl der auf dem Bahnhofsvorplatz versammelten Demonstranten als „Teil einer internationalen Solidäritätsbewegung.“

Wiederholt stimmten als Response dieses Calls türkische Jugendliche, die Fahnen der Splittergruppe MLKP mit sich führten, den Reim „Tod dem Faschismus, Krieg dem Krieg, Intifada bis zum Sieg“ an.

Ein junger Mann mit Migrationshintergrund bekam von seiner Demonstrationsnachbarin seine Kufiya, das Palästinesertuch, abgenommen, nachdem er sich allzu deutlich damit verhüllt hatte.

Nicht erwünscht von Seiten des Demonstrationsanmelders Henning von Stolzenfels vom äußerst ominösen Duisburger Netzwerk gegen Rechts waren Ablichtungen von Demonstrationsteilnehmern durch unabhängige Fotografen.

Zum Netzwerk gegen Rechts hat nebenan bei Xtranews Kollege Thomas Rodenbücher alles gesagt.

Bleibt noch anzumerken, daß ausweislich des Korrespondenten der linksextremistischen Tageszeitung junge Welt, Peter Wolters, die Gaza-Flottille immer noch nicht die griechischen Hoheitsgewässer verlassen hat.

Insoweit: Gaza? Gähn!

 

5 Kommentare

@ #2 Weil du in Politik & Geschichte nicht aufgepasst und das Wenige, was du mitgekriegt hast, nicht verstanden hast.

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