Dügida: Liveticker von den heutigen Demonstrationen in Düsseldorf

IMG_3706Hogesa, Pegida und heute auch noch Dügida… Bei all den Abkürzungen kann man schon mal durcheinander kommen, wir versuchen den Überblick zu behalten und berichten live vom Demonstrationsgeschehen rund um den Landtag in Düsseldorf…

20.20 Uhr: Dügida hat seine Veranstaltung beendet und wir sind raus aus der offiziellen Berichterstattung.

20.01 Uhr: Anscheindend will man gnädig sein und fix zum Ende kommen… ein namenloser Redner wird noch auf die Bühne gelassen und darf zu Spenden aufrufen…

19.56 Uhr: Auch Mellanie Dittmer, Kadergröße und Mitorganisatorin des rheinischen Ablegers Bogida, freut sich, endlich auch mal vor “normalen” Leuten reden zu können. Damit sich diese normalen Menschen mal so richtig informieren, sollen sie doch bitte die Internetauftritte vom compact und PI-news aufsuchen… Wahrscheinlich benutzt Dittmer diese Seiten auch für ihre eigene Bildung. “Ahu… das sollten alle rufen, das haben schon die Spartaner gerufen, damals… während der Reconquista…!” Wir finden: Muss man wissen!

19.39 Uhr: Also doch noch eine Abschusskundgebung von Dügida… finally… Gemeinsam mit seiner Frau Angela hat sich Alexander Heumann doch noch am Ort der Veranstaltung eingefunden… Höflich wie man ist, lässt man der Dame den Vortritt, und so darf Angela Heumann ein Grußwort “koptischen Genaralbischofs” verlesen, der versichert Dügida seiner Anerkennung und seines Respektes. Ihr man Mann Alexander Heumann redet im Anschluss daran. “Der kann auch an ‘ner Kirmesbude oder ‘nem Autoscooter arbeiten…” So ein Umstehender. Egal, für Heumann ist es egal, wer da gerade vor ihm steht und ihm zuhört, rechts, links oder was auch immer… Hauptsache, dagegen…

19.33 Uhr: Wir haben die ersten offiziellen Zahlen. Laut Polizei haben sich bislang 1100 Menschen am Protest gegen Dügida beteiligt. Die eingetroffenen Nazis aus Dortmund korrigieren die Teilnehmerzahl von Dügida ein wenig nach oben. Zusammengerechnet sollen es 400 sein. Das sehen die Veranstalter von Dügida natürlich anders… genauer, sie sehen es doppelt… 800 sollen es sein, die sich nun doch noch eine Abschlusskundgebung antun müssen… oder dürfen…

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19.22 Uhr: Bei Dunkelheit und Nieselregen nicht einfach zu erkennen, sollen nun die aus Dortmund angereisten Neonazis am Ort der Dügida Demonstration eingetroffen sein. Gemeinsam mit anderen Kameraden versucht nun eine Gruppe von ca. 50 Neonazis die Dügida Demonstration zu erreichen.

19.17 Uhr: “Wir sind ein Schweigemarsch!”, so eine der Reaktionen der Dügida Demonstranten auf einige “Alerta” Rufe von der anderen Uferseite des Hafenbeckens am Landtag. Dort, in knapper Sicht- und Rufweite hatten sich ca. 30 Antifa Gegendemonstranten eingefunden, um gegen Dügida zu protestieren. Ganz so schweigsam blieben die Dügida Demonstranten dann doch nicht und positionierten sich recht eindeutig mit “Antifa Hurensöhne”

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19.08 Uhr: “Wir tapern hier durch den Garten vom Landtag…” Versuchte man sich vorhin noch mit ein paar Parolen Gehör zu verschaffen, ziehen es die Dügidas nun vor, schweigend durch den nasskalten Abend zu laufen. Gerüchte besagen, dass es vielleicht doch noch zu ein paar Redebeiträgen kommen soll, wenn man am Ort der Abschlusskundgebung angekommen ist. Vorstellen kann sich das von den Beobachtern zu diesem Zeitpunkt allerdings niemand so wirklich.

18.55 Uhr: Immer noch ist Hauptredner und Organisator Alexander Heumann von der AfD nicht aufgetaucht um die verfrorenen und durchnässten Dügidas mit warmen Worten zu erfreuen. Da muss man sich vor Ort eben selber helfen und sich mit Bewegung ein wenig aufwärmen. Ohne großartiges Brimborium brach man die Auftaktkundgebung ab und begann vor wenigen Minuten mit dem Demonstrationszug

18.45 Uhr: Wir selbst konnten vorhin noch beobachten, wie sich Mitglieder und Sympathisanten der Partei Die Rechte, unter ihnen die Lokalprominenz um Giemsch, Brück und Borchardt, von Dortmund aus auf den Weg nach Düsseldorf gemacht haben. Ob es sich bei diesem rechten Reisegrüppchen auch um jene Nazis handelt, die gerade von der Polizei am Hauptbahnhof Düsseldorf festgehalten werden, können wir an dieser Stelle noch nicht sagen.

18.40 Uhr: So wird das nix… Man wartet auf den main act des Abends. Hauptredner und Organisator Alexander Heumann von der AfD ist noch nicht am Ort der Demonstration eingetroffen… unter den 200 Dügida Demonstranten ist man sich nicht einig, wie lange man denn noch im Regen stehen will. “Eine viertel Stunden noch…”, dann will man auch ohne ihn anfangen.

18.35 Uhr: Während die Gegenkundgebung schön längere Zeit läuft, sind es aktuell nur knapp 200 Leute, die unter dem Label Dügida demonstrieren wollen. Das melden nun auch endlich unsere Leute vor Ort.

18.09 Uhr: Überprüfen können wir es immer noch nicht, aber es scheint so zu sein, dass die Gegendemonstranten es den Teilnehmern von Dügida nicht besonders leicht machen wollen, den Ort ihrer Demonstration zu erreichen. So wird von mehreren Beobachtern gemeldet, dass Straßenbahnschienen und Straßenbahnhaltestellen blockiert worden sein sollen. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass von den rund 2000 erwarteten Dügidas erst knapp 100 anwesend sind.

17.46 Uhr: Immer noch sind wir auf twitter angewiesen. So meldet z.B. Birgit Rydlewski, MdL der Piraten, dass sich zu diesem Zeitpunkt bereits 400 Menschen zusammengefunden haben sollen, um gegen Dügida zu protestieren. Überprüfen können wir das leider noch nicht…

17.23 Uhr: Noch sind nicht alle von uns in Düsseldorf angekommen, um von dort aus zu berichten. Aber wozu gibt es twitter? Und so können wir an dieser Stelle schon einmal kolportieren, dass sich die ersten Gegendemonstranten eingefunden haben, um gegen Güdida zu protestieren, das melden die Kollegen vom WDR. Einen Wetterbericht gibt es auch noch… es soll regnen!

2 Kommentare

Interessant zu lesen, was da gestern vorm Landtag los war bzw. eben nicht los war. Wenn das alles ist was Düdeldiwo auf die Kette kriegt, läuft sich das – hoffentlich – in Kürze tot. Danke für den Bericht. Mich hat es auf den Johannes-Rau-Platz verschlagen. Dort fanden die beiden Gegendemos deutlich mehr Zulauf. Und dort waren dann auch die “Bürgerlichen” vor Ort, die man bei den Rettern des Abendlandes vergeblich anzuwerben versuchte. Bürgerlich im Sinne von: Einsatz für ein bürgerliches, freies Gemeinwesen, Gestaltungswille hin zu einer toleranten und liberalen Stadtgesellschaft.

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