Dortmund: Gündogan und Aubameyang weg vom BVB? Für rund 130 Mio. Euro? Kein Problem!

Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt
Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt

Es sind diese Diskussionen, die häufig viel Unruhe in den Verein bringen. Zumal, dann, wenn wichtige Pflichtspiele ins Haus stehen. So auch aktuell in Dortmund. Ilkay Gündogan zu Manchester City, Pierre-Emerick Aubameyang vor einem Wechsel zu Real Madrid? Klar, dass das kein Dortmunder gerne hört bzw. liest.

Dass diese Meldungen nun ausgerechnet aktuell einmal wieder heiß diskutiert werden, kommt wenige Stunden vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen die Tottenham Hotspur natürlich ungelegen. Zumal der Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte derzeit unklar ist.

Nachvollziehbar auch, dass da in den BVB-Anhängern erst einmal ein kräftiges ‚Nein, bitte nicht!‘ im Kopf herumspukt.

Wer mag schon gerne wichtige Schlüsselspieler seines Lieblingsteams ins Ausland wechseln sehen, wenn es doch das Ziel ist den heimischen Club wieder an die nationale und internationale Spitze zu führen, den ohnehin schon erfolgreichen Kader noch besser zu machen, die Truppe durch gezielte Verstärkungen den erhofften nächsten Titeln im Laufe der nächsten Monate noch ein klines Stück näher kommen zu lassen?

Natürlich niemand, der es in diesem Falle tatsächlich mit dem BVB hält!

Und trotzdem hat Thomas Tuchel natürlich völlig Recht, wenn er diese Wechselgerüchte aktuell ganz gelassen wegzulächeln versucht. Es ist nicht nur ein ganz normaler Teil des ‚Business‘, wenn Spielerberater sich mit Vertretern anderer Clubs treffen, ihre Möglichkeiten dort ausloten wollen, das macht der BVB ja auch schließlich selber nicht anders.

Nein, es wäre auch ansonsten gar kein großes Drama, wenn die beiden jüngst spekulierten Wechsel so tatsächlich schon in Kürze in der Realität so ähnlich umgesetzt würden.

Da ist zum einen natürlich der seit langem schon bei allen an den Nerven zehrende Fall Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler war im Laufe der Jahre ja schon mehrfach mit einem Wechsel in Verbindung gebracht worden. Ein klares Bekenntnis zum BVB hat es seit Jahren nicht gegeben.

Sollte der zuletzt wieder deutlich formverbesserte Gündogan nun tatsächlich nach England Wechseln, der BVB würde wohl eine Ablösesumme von rund 30 – 40 Mio. Euro kassieren. Und Reisende soll man ja ohnehin nicht aufhalten.
Wer nicht die notwendige Identifikation hat, der soll halt gehen. Und im Falle Gündogan nerven diese Spekulationen ohnehin besonders, da die gehörten Aussagen zuletzt ohnehin immer die gleichen sind… Bedenkzeit hatte das Mittelfeld-As inzwischen eigentlich schon genug.

In der Person von Pierre-Emerick Aubameyang wäre der Fall etwas anders gelagert. Dieser hat stets betont, wie wohl er sich in Dortmund fühlt, dass er sich sogar vorstellen könne seine komplette Karriere über nun hier in Deutschland beim BVB zu bleiben.

Aber auch der Gabuner unterliegt natürlich den Reizen der Fußballwelt. Ein lukrativer Wechsel nach Madrid, zumal mit einem dann wohl mehr als fürstlichem Gehalt? Könnte man es ihm da übel nehmen, wenn er dem Werden wirklich nachgeben würde? Wohl nicht.

Und wenn die spekulierten Zahlen auch nur ansatzweise realisiert werden könnten? Knappe 100 Mio. Euro Ablöse? Da könnte man auch beim BVB eine Menge mit anfangen.

Positiver Nebeneffekt: Die Abhängigkeit des BVB von seinen Top-Stürmer könnte reduziert werden, wenn man die Ablösesumme in 2-3 hochkarätige Nachfolger investieren würde. Und wenn dann auch nur einer ein echter Volltreffer würde, der BVB hätte am Ende sogar davon profitiert.

So gesehen ist auch das derzeit am Horizont aufziehende Gerüchte-Gewitter für den BVB eigentlich ganz locker noch ein paar Wochen lang zu erdulden.

Gündogan und Aubameyang vor einem Wechsel ins Ausland?

Es gäbe aus meiner Sicht kein bleibendes Problem für den BVB, wenn im Gegenzug für die beiden rund 130 Mio. Euro in die Dortmunder Transferkasse fließen würden. Auch wenn es im ersten Moment natürlich nicht schön wäre die beiden Abgänge offiziell verkünden zu müssen.

Um die Zukunft des Clubs muss einem bei den kolportierten Ablösesummen aber auch dann wahrlich nicht bange sein.

Im Gegensatz zum ärgerlichen Abgang von Robert Lewandowski vor rund zwei Jahren, würde der BVB hier für seinen drohenden Verlust allem Anschein nach diesmal fürstlich entschädigt.

Und wie sagte schon Jürgen Klopp einst zu drohenden Spielerabgängen: „Andere Mütter haben auch schöne Söhne!“

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

 

3 Kommentare

Nachdem Zorc gestern die angeblichen Auba-Offerten brüsk als Unfug zurückwies, aber bei Ilkays Onkel-Spielchen jetzt sinngemäß sagt "Wer nicht bleiben will, soll sich vom Hof machen", ist wohl klar, wer auf jeden Fall geht. Und Ilkay sollte höllisch aufpassen, dass sich sein Onkel nicht wieder mit X Gesprächen und Y angeblichen Angeboten vollkommen verzockt und er hinterher beim FC Watford landet. Oder so.

Was mir allerdings etwas Sorgen macht, ist der kaum vorhandene Zuwachs von unserem Nachwuchs im Angriffsbereich, mit dem man ansonsten erst gar nicht auf das momentan eher mickrige Stürmerangebot im Markt angewiesen wäre.

Ja, Klaus. Da ist was dran. Habe gestern erst irgendwo gelesen, dass auch der Duksch jetzt im Sommer weg will. Hat sich ja weder beim BVB noch damals in Paderborn wirklich durchsetzen können…

@ Klaus Lohmann ..oder in Newcastle, wo gerade der ex-Realtrainer angeheuert hat. Hauptsache Insel.

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