Dortmund: Gestapo-Fans demonstrieren gegen Polizeigewalt

Nazi-Demonstration in Dortmund
Nazi-Demonstration in Dortmund

Wer austeilen kann, muss auch einstecken können – dieser Sinnspruch steht bei den Dortmunder Neonazis nicht hoch im Kurs. In der Silvesternacht stürmte die Polizei ein von Nazis bewohntes Haus und zerstörte dabei ein paar leer Bier- und Fritz-Kola Flaschen – nachdem die Nazis die Beamten zuvor mit Böllern beworfen haben und sich als Straßenkämpfer rühmten.

Am kommenden Freitag gehen sie nun “Gegen Polizeigewalt” auf die Straße – Ein großes Mimimi kleiner Geister.

 

2 Kommentare

Tja, austeilen konnten die Nazis schon immer besser als einstecken. Das fing schon bei adolf nazi an, der die objektiv gesehene Nachsichtigkeit der republikanischen Justiz (die in Wirklichkeit größenteils eine noch immer kaiserliche war) gegenüber ihm und seiner Bande, immer wieder als schreiendes Unrecht bezeterte. Ungestraft konnte er andererseits z.B. im Prozess gegen nazistische Offiziere erklären, dass nach einer Machtübernahme die Köpfe der "Novemberverbrecher" rollen würden.
Einer der verurteilten Offiziere, Scheringer, mutierte in komfortabler Festungshaft zum Kommunisten. Frau Buber Neumann beschreibt einigermaßen fassungslos anlässlich eines Besuchs in dieser mecklenburgischen Festung die Haftverhältnisse, die darin gipfelten, dass die Gefangenen jeden Tag fünf Stunden "Ausgang auf Ehrenwort" hatten. Verhältnisse also, die Welten von den Verhältnissen in den Nazigefängnissen und Lagern entfernt waren. Ebenso unvorstellbar, dass ein in NS-Haft Einsitzender einem täglichen Besucher sein "Mein Kampf" hätte diktieren können.

Ist es jetzt nicht mehr OK, wenn Polizei bei Gewalt eingreift und eben kein Laissez-faire zeigt?

Zu Silvester gab es genügend Verletzte durch Feuerwerkskörper. Da ist es gut, wenn die Polizei konsequent ist. Das hätte ich mir auch in anderen Städten gewünscht.

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