Dortmund: Der Abgang von Kevin Kampl mahnt den BVB zu mehr Aufmerksamkeit

Kevin Kampl machte beim BVB zuletzt häufig einen unglücklichen Eindruck. Foto: Robin Patzwaldt
Kevin Kampl machte beim BVB zuletzt häufig einen unglücklichen Eindruck. Foto: Robin Patzwaldt

Mittelfeldspieler Kevin Kampl verlässt nun auch offiziell den BVB. Damit bestätigen sich Gerüchte, welche seit ein paar Tagen schon die Runde machten. Der erst im letzten Winter kurzfristig von RB Salzburg aus Österreich nach Dortmund in die Bundesliga gewechselte Kicker konnte sich bei den Schwarzgelben seit Monaten nicht wirklich durchsetzen. Die Konkurrenz im Mittelfeld bei den Borussen war für den 24-jährigen Slowenen letztendlich wohl einfach zu groß. Nicht wenige Kritiker sprachen schon damals von einer Art ‚Panikkauf‘ von Michael Zorc, da Dortmund damals bekanntlich noch tief im Tabellenkeller saß, es einfach nicht laufen wollte im Team von Jürgen Klopp.
Für angeblich rund 11 Mio. Euro Ablöse wechselt er nun zum Ligakonkurrenten aus Leverkusen, wo er auch schon einmal in der Jugend spielte. Dort soll er den verletzungsbedingt ausgedünnten Kader ergänzen. Und auch wenn man ihm in Dortmund vermutlich nicht intensiv nachweinen wird, und durch die kolportiere Ablösesumme vermutlich zumindest auch keine großen finanziellen Verluste für die Borussen entstehen werden, verdeutlicht der aktuelle Transfer doch eindeutig, dass die Transferpolitik der Westfalen zuletzt nicht wirklich durchgängig glücklich war.

Bei aller aktuell berechtigten Freude über die wiedererstarkte Borussia, den souveränen Einzug in die Gruppenphase der Europa League gestern beim 7:2 (4:1)- Rückspielerfolg gegen die Norweger des Odds BK, Michael Zorc sollte sich angesichts einiger zuletzt nicht wirklich passender Transfers schon mal kritisch hinterfragen.

Kevin Kampl wurde vor ein paar Monaten noch mit vielen Vorschusslorbeeren zu seinem ‚Traumverein‘ nach Dortmund geholt. Letztendlich blieb er aber dann doch nur eine Art unerfülltes Versprechen. Davon gab es zuletzt eindeutig ein paar zu viele. Das soll die aktuelle Freude rund um die wiedererstarkte Borussia ja nicht grundsätzlich schmälern, doch geschärfte Sinne bei den Transfers sind dem Verein nach wie vor sehr zu empfehlen.

Hier die aktuelle Meldung zum Abgang von Kevin Kampl aus der Pressestelle des BVB, welche uns gerade erreichte:

“Kevin Kampl wechselt zu Bayer Leverkusen

Mittelfeldspieler Kevin Kampl wechselt vom achtmaligen Deutschen Meister Borussia Dortmund mit sofortiger Wirkung zu Bayer 04 Leverkusen. Darauf verständigten sich die beiden Fußball-Bundesligisten am heutigen Freitag.

Der 24 Jahre alte Slowene war im Januar 2015 nach Dortmund gekommen und bestritt für den BVB 14 Bundesliga- und drei Europapokalspiele.

Nun kehrt Kampl nach Leverkusen zurück, wo er als Jugendspieler bereits von 1997 bis 2010 aktiv war. „Wir wünschen Kevin für seine sportliche Zukunft alles Gute“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc.

Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.”

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