Dieses Blog ist ein Kevin Blog

Sei kein Kevin? Quatsch. Die SPD braucht mehr Kevins, sie muss die Partei der Kevins sein, sie muss die Partei für die Kevins sein. In den vergangenen Jahren haben sich die Sozis viel zu sehr bei den grünen Thorbens eingeschleimt. Und na klar: Dieses Blog ist ein Kevin Blog.  Und wer glaubt, es kostet eine Euro, die Zukunft zu gestalten, hat in der Schule nicht aufgepasst, liebe Jungen Union. Wenn man zahlen muss, um die Zukunft zu gestalten, kann man gleich zu den Linkspartei-Nieten gehen. Wir schließen uns also der Aktion  #AuchMalKevinSein mit ganzem Herzen an.

13 Kommentare

Für die 10 EUR würde ich lieber Lotto spielen. Da sind die Chancen größer, dass etwas für mich herauskommt.

BTW: Die SPD muss sich als Arbeitnehmer mit einer überdurchschnittlichen Gehalt auch leisten wollen. Die Mitgliedsbeiträge sind ja astronomisch.
Wie kommen die eigentlich auf 10 EUR? Unter 1000 EUR Netto?

OK, CDU und FDP sind eindeutig stärker auf Gutverdiener ausgerichtet.
Die SPD muss sich halt leisten wollen.

Ke, sie haben offensichtlich keine Vorstellung, wie viel Menschen nicht mehr als 1000€ verdienen, obwohl sie Vollzeit arbeiten.

Was soll der Hype um KK?, das ist nur ein weiterer Politologe, der seine taktischen Spielchen macht. Schulz hat inzwischen jede Glaubwürdigkeit verspielt und Frau Nahles macht sich nur noch lächerlich, ich hab' inzwischen mein Parteibuch noch eine Schublade tiefer versteckt, man soll Einbrecher ja nicht unnötig gegen sich aufbringen.

Man erinnere sich: bei der BTW sind von immerhin 20,5 % der Wähler Abgeordnete der SPD in den deutschen Bundestag entsandt worden, die eben diese Wähler repräsentieren und damit das Abbild der SPD sind, was sagen die eigentlich zu all diesen Fragen, warum hört man von denen nichts?, die HABEN doch das Mandat!

<strong>Die SPD braucht mehr Kevins, sie muss die Partei der Kevins sein, sie muss die Partei für die Kevins sein … </strong>

Mit nem breiten Grinsen im Gesicht:

Pigor & Eichhorn wiesen bereits anno 2007/2008 auf die "Kevin-Notwendigkeit" hin … – verkannte Visionäre ?

#3 A. Voss:
Wir Sie auf Basis meiner Aussagen zu der Schlussfolgerung kommen, ist mir ein Rätsel. Das ist mind ein Äpfel mit Birnenvergleich, aber nicht offensichtlich.

Ein niedriger Beitrag ist doch OK, aber Umverteilung sollte durchs Steuersystem passieren und nicht noch bei Gewerkschaften oder Parteien über Mitgliedsbeiträge.
Es ist dann noch spannend, was die Mitglieder wirklich zahlen.
Die Einkommensverteilung ist auch immer wieder in der Presse. Dass ich mit einem normalen Hochschulabschluss gleich den Spitzensteuersatz zahlen muss und auch im Einkommen weit vorne liege, ist ein Witz. Aber Einkommen von Arbeitnehmern mit Vollzeit lässt sich auch gut erfassen.

"… die HABEN doch das Mandat!"

Die SPD ist eine hierarchisch organisierte Partei. Oben steht der Anführer (Schulz), danach kommen die Unteranführer (vielleicht 50 Leute), es folgen die Abgeordneten von Bundes- & Landtagen usw. Es folgen die Kleinfunktionäre (ca. 80.000) und zum Schluss das Fußvolk (ca. 420.000 ). Entscheidungen treffen neben Schulz nur die oberen 50, der Rest gehorcht – warum auch immer.

"… KK?"

Der will in den Kreis der 50 + 1. Da geht um Macht & Mammon.

@ ke # 6

Ja, wie komme ich darauf. Wahrscheinlich weil sie hier immer wieder die Umverteilung von Oben nach unten anklagen. Weil sie selbst den Mindestlohn für "Klassenkampf aus der Mottenkiste" halten. Weil sie immer wieder betonen, dass doch jeder alles erreichen könnte, sprich jedem der Aufstieg bis ganz oben möglich ist. Deswegen hier, abseits vom Thema, eine ausführliche Antwort nur an sie:

Nicht, dass ich diese Idee vom "amerikanischen Traum" in dem jeder "seines Glückes Schmied" ist, nicht mag. Aber die Welt ist nicht so. Weder die amerikanische, noch die deutsche noch sonst irgendeine, weil die die Aufsteigen mitnichten daran interessiert sind, dass das auch allen anderen gelingt. Im Gegenteil, viele von ihnen versuchen das systematisch zu verhindern, bzw. all das, was die Bedingungen schafft, dass alle Begabten und/oder Fleißigen auch da landen, wo sie hingehören.

Deswegen sind überhaupt Parteien entstanden, die die Umverteilung von Oben nach Unten als wesentlichen Teil ihrer Programmatik entwickelt haben. Das ist nicht aus Spaß an irgendwelchen "Klassenkämpfen" entstanden, sondern weil die Ausbeutung des Menschen durch andere Menschen ohne die Regulation des Staates und ohne Parteien, die sich dagegen aussprechen, keine Grenze kennt. Schauen sie sich einfach in den Ländern um, in den die, die Oben sind, machen können was sie wollen.

Der Mindestlohn ist keine Umverteilung, sondern ein Menschenrecht. Als er in den USA, dem kapitalistischen Land par excellence, eingeführt wurde, ging es, neben der ökonomischen Sicherung des Existenzminimums durch Arbeit, vor allem um die Würde des arbeitenden Menschen und eine Grenze seiner Ausbeutbarkeit. Natürlich finden das die, die die Menschen unbegrenzt ausbeuten wollen, nicht gut. Deswegen mussten die Menschen, die ihn brauchen, dafür politisch kämpfen.

Ich habe den Mindestlohn glücklicherweise nie gebraucht. Aber ich habe diesen Kampf politisch unterstützt. Nicht weil ich einen Systemwechsel wollte, sondern weil die reine Marktwirtschaft mitnichten für gerechte Belohnung sorgt. Das nennt man Ordo Liberalismus, und der hat mit Umverteilung nichts zu tun.

Was die Transferleistungen des Staates in Form von Hartz 4 ,Sozialhilfe u.ä. betrifft, handelt es sich dagagen sehr wohl um Umverteilung. Über die Mehrwertsteuer bekommt der Staat, weil die davon Betroffenen ihre komplettes Transfereinkommen wieder ausgeben müssen, um zu leben, jedoch gut ein Fünftel wieder zurück. Das müsste in den Statistiken, die sie immer wieder zitieren, abgezogen werden.

Würde diese Umverteilung aber ganz ausfallen, hätten wir ab sofort ein Wirtschaftskrise, da der Konsum massiv einbrechen würde. Volkswirtschaftlich handelt es sich deswegen nicht um eine Umverteilung, sondern um ein konjunkturelle Stabilsierung der Konsumnachfrage. So bilden Existenzsicherung und Umverteilung eine volkswirtschaftliche Steuerungseinheit, die sich ein hoch produktives Land ohne ernsthafte Problem erlauben kann, ja erlauben muss.

Voraussetzung dafür ist allerdings eine dynamische, d.h. kapitalistische Wirtschaft. Und da bin ich, was den Spitzensteuersatz betrifft, wieder ganz bei ihnen. Er sollte erst ab 100.000 € zu zahlen sein und auf keinen Fall erhöht werden. Es sind hoch motivierte Menschen, die unsere Wirtschaft voran bringen und je besser ihre Bildung ist, umso mehr können sie leisten. Diese Leistungspotential muss und kann nur durch entsprechene Einkommen in Gänze mobilisiert werden.

Ach ja, und was die Partei- und Gewerkschaftsbeiträge betrifft: Das sind Solidar-und/oder Interessengemeinschaften mit gemeinsamen Grundüberzeugungen. Hier von Umverteilung durch prozentuale Beitragsgleichheit zu sprechen ist deswegen Unsinn. Wenn in solchen Organisationen der Mitgliedsbeitrag als Festbetrag eingeführt würde, würde mindestens die Hälfte, und das zu recht, sofort austreten.

Das Universum, in dem nach all seinen Kommentaren geistig zu leben scheint, ist zwar das, in dem jeder nach oben kommen kann, dies aber wenn es funktionieren würde, eine Gleichmacherei mit riesigem Arbeitseinsatz für alle Beteiligten wäre. Aus der Natur des Menschen klappt das aber nicht, und von denen, die das so sagen, will das auch niemand. Das würde denen gar keinen Spaß machen. Alle reich, alle gleich. Spaß macht es nur, wenn man weiter kommt als die Konkurrenten.
Und deshalb geht es im Leben nicht nur um die eigene Leistung, sondern auch darum, den Gegnern Stolpersteine in den Weg zu leben. Fast alle Spiele funktionieren so, beim Sport kauft man dem Gegner die besten Spieler weg, sogar ohne sie einzusetzen, und wenn ich an die Politik denke, kauft man ganze Parteien. Ob das fair ist? Irgendwie schon, denn der Mensch ist ein soziales Wesen, dessen Erfolg von der Fähigkeit abhängt, Bündnispartner für die eigenen Ziele zu finden und sie einzusetzen. So sind wir eben. Aber manchmal merkt es der Gegner und sucht sich seinerseits Bündnispartner, und merkt, daß die bisherigen Vertrauenspersonen gar kein Vertrauen verdienen.
Und dann kann es sein, daß der bisher unterlegene Gegner sich neue Vertrauenspersonen aussucht. Auch so sind wir. Da wo wir heute stehen, sind wir nicht, weil wir immer wieder neues Verstrauen in die alten Garden gesteckt haben, sonst würden wir ja noch immer Pyramiden bauen, sondern weil wir im Wettbewerb sind. Ach so, das wiederum nennen die Anhänger, des "Jeder ist seines Glückes Schmied" dann vermutlich unfair.

Spannende Aussagen:

Mindestlohn = Menschenrecht? Gab es bei uns keine Menschenrechte als der Lohn noch verhandelt wurde? Als Absicherung gab und gibt es ein Sozialsystem.

Umverteilung von Oben nach unten findet in D durch die Sozialsysteme statt. Diese Umverteilung ist im internationalen Vergleich für mittlere Jobs im Vergleich mit Personen aus anderen Länder bei gleicher Quali in Deutschland sehr ausgeprägt.

Ich hatte immer wieder die Verteilung von Unten nach Oben kritisiert. (Bitte die Richtung beachten) Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit Energiepreisen und im Bereich der kostenlosen Kindergartenplätze. Schließlich zahlen Gutverdiener astronomische Kindergartenbeiträge.

Alle "Bagabten und Fleißigen" haben in Deutschland sicherlich die Chancen, einen guten Job und ein komfortables Leben zu erreichen. Ich sehe nicht ein, wieso jemand aus einem schlechten Wohnviertel oder aus irgendwelche anderen Gründen hier keine Chance für einen Aufstieg haben soll. Das wird aber immer wieder kommuniziert. Was werden damit nur für Potenziale verschenkt. Dabei geht es mit nicht um den Boss der Bosse, sondern auch um den Techniker, den Meister, den Ingenieur, …. Sind diese Jobs keine guten Jobs? Kein Aufstieg?
Dass für absolute Spitzenpositionen besondere Fähigkeiten, Glück notwendig sind, wissen wir alle. Dass Kinder aus bestem Hause hier Vorteile haben, ist auch klar (Kommunikation, Ausbildung, Auslandsaufenthalte, Netzwerke etc.) Aber viele Weltklasseleistungen sind auch durch viel Training entstanden und einer enormen intrinsischen Motivation.

BTW: Ich habe keine Schwierigkeiten damit, Steuern zu zahlen und optimiere gar nichts. Als Arbeitnehmer bin auch komplett transparent für das Finanzamt. Ich bin ein Fan von Sozialsystemen, habe aber keine Lust für eine ständige Erweiterung der Versichtergruppe mit schlechten Risiken zu zahlen. Das klingt gemein, ist aber bei jeder Versicherung so. Wenn schlechte Risiken hinzugefügt werden, müssen die Mehrkosten komplett durch die Gesellschaft als Hilfe finanziert werden und bspw. nicht durch Sozialsysteme, die nur Teilgruppen betreffen.

Wenn ich da an die Barzahlungen ohne sichere Kassen überall denke, frage ich mich, warum das nicht verhindert wird. Gleiches gilt für viele andere Steueroptimierungen bei denen Politiker nicht wirklich aktiv wurden, um sie zu verhindern.
http://www.handelsblatt.com/my/politik/deutschland/schulz-juncker-und-luxleaks-bodyguard-in-bruessel/19364262.html?ticket=ST-602768-66wIsDIxf2bCZ1QyeihA-ap3

Ich mag auch den Wettbewerb, nur braucht man dann einen Schiedsrichter, der die Regeln überwacht. Der Mindestlohn und Arbeitsschutz sind toll, nur sollten die Regeln auch für alle gelten und überwacht werden.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mindestlohn-fuer-polnische-kraftfahrer-eu-kommission-stellt-sich-quer-15036662.html

BTW: Es war jetzt keine Absicht, dass die Links zum Thema Gerechtigkeit, die ich hier eingefügt hatte, nur die SPD Spitzenpolitiker schlecht aussehen lassen. Das ist wie beim Kampf gegen Rechts. An den Handlungen werden sie gemessen. Und das ist auch ein Grund für das schlechte Ergebnis bei den Wahlen/Umfragen. Da hilft auch kein Kevin.

ke, was ist am Verhältnis von Mindestlohn und Menschenwürde so schwer zu begeifen ? Wenn man von einem Vollzeit Job kein anständiges Dach überm Kopf und kein gutes Essen auf den Tisch bekommt, wenn das Endgelt also zum Sterben zuviel und zum Leben zu wenig ist, dann ist das kein Lohn, sondern Ausbeutung, und zwar egal was man dafür tut und wie man qualifiziert ist.

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, von seiner Arbeit leben zu können, wenn er sie in einem Lohnverhältnis tut. Und wenn er überhaupt keine Arbeit bekommt, auch wenn er sich darum bemüht, hat er zumindest das Recht auf Leben, sprich auf eine entsprechende staatliche Unterstützung. Das nennt man Sozialstaat. Dass es dabei auch Missbrauch gibt, ändert nichts an diesem Grundrecht und an seinem Sinn.

Dafür müssen natürlich andere per Steuern aufkommen, oder in dem sie z.B. bei der Kita mehr bezahlen, als die, die nicht so viel verdienen. Und natürlich hat das alles Grenzen im Steueraufkommen und im Einkommen derer, die gut verdienen. Wenn sie jedoch das Leben derer, die vom Transfer leben, als Parasitentum empfinden, weil die in ihren Augen nur kassieren und nichts dafür tun, dann sollten sie einfach mit ihnen tauschen, um diesen tollen Vorteil auch mal zu genießen und dieses tolle Leben auch mal zu führen. 🙂

@11:
Ich frage mich langsam, wie sie auf diese Schlussfolgerungen kommen, oder ob sie nicht einfach nur extrem überspitzen wollen. 🙂

Komisch finde ich nur, dass die ganzen SPD Fans, die plötzlich nach der Wahl die Bürgerversicherung als angebliches Wunderwerk entdeckt haben, gar nichts gegen die katastrophalen Unterschiede in der Versorgung von alten Menschen (Arbeitnehmer, Beamte) tun.
Übrigens hier im Blog auch nicht. Haben wir so viele (Ex-)Beamte hier?

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