Die Wüste lebt – Kunst Peripherie in Gelsenkirchen

Es ist kalt in Gelsenkirchen und es tropft in der alten Werkstoffhalle durch die Decke. 12 Künstler hauchen dem maroden Gebäude an diesem besonders kühlen Wochenende neues Leben ein. So beginnt die die Geschichte der Kunst Peripherie Ruhrstadt Ende letzten Jahres.

„Das Ziel dieser Kunst- und Kulturevents ist es bildenden Künstlern des Ruhrgebiets und speziell Gelsenkirchens auch unabhängig der offiziellen Veranstaltungen der Kulturhauptstadt RUHR 2010 eine Plattform zu geben“, heißt es noch etwas spröde auf der Internetseite. Die veranstalteten Events sind alles andere als unterkühlt oder gar steif.

Am kommenden Wochenende startet das bisher größte und vierte Projekt der KPR. Nachdem bisher die Veranstaltungen per Guerillataktik in leerstehenden Gebäuden stattfanden, gibt es jetzt eine ganz offizielle Einladung durch die Stadt Gelsenkirchen. Das Kunstprojekt ist zur City-Offensive NRW „Ab in die Mitte“ eingeladen worden und wird an zwei Wochenenden und den Tagen dazwischen die Räume des ehemaligen Quellehauses im Gelsenkirchener Bahnhofscenter beleben. Die 15 Künstler präsentieren vom 3. bis zum 11. Juli eine Vielzahl verschiedener Werke und entwickeln vor Ort neue Objekte, die am letzten Tag der Veranstaltungswoche bewundert werden können. Zu dem offiziellen Ritterschlag hat wohl beigetragen, dass sich die Künstlerin Claudia Lüke nicht nur bei der „Kultur-Guerilla“ engagiert, sondern manchmal ganz offiziell für die Stadt Gelsenkirchen arbeitet. Die KPR ist ein Projekt des Kulturvereins Rosamunde und wurde von Daniel Schulz, David Kumpernas und Cem Özdemir ins Leben gerufen.

1 Kommentar

Dahinter steckt “:rosamunde e.V.” INTERESSENVEREINUNG KULTIVIERTER RAUCHER UND NICHT- MILITANTER NICHT RAUCHER aus Gelsenkirchen!

Auch ist Gelsenkirchen keine “KullturWüste”, wie manche es gerne hätten! Das Claudia mit der Stadt und/oder Schulen zusammenarbeitet [was andere Künstler hier auch tun] liegt wohl auch eher daran, dass sie, wie viele andere Künstler aus GE. auch, irgendwie überleben muss.

“Guerillataktik” halte ich für stark übertrieben, denn dann würden sie nicht nach Genehmigungen und anderen Dingen fragen, bevor ein Event steigt 😉

Übrigens wird das ganze Projekt von vielen Künstlern in Ge. mit Nichtbeachtung und Desinteresse mehr oder weniger verfolgt, wir brauchen Lösungen die auch in der Zukunft bestand haben, und Künstler und Galeristen zusammenführt! Zurzeit droht z.B. die Schließung der Künstlersiedlung Halfmannshof!

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