Die neu ausgebrochene Debatte über Torlinientechnik im Fußball ist unverständlich!

Ort des DFB-Pokalendspiels: das Berliner Olympiastadion. Foto: Robin Patzwaldt
Ort des DFB-Pokalendspiels: das Berliner Olympiastadion. Foto: Robin Patzwaldt

Noch ist der Ärger bei der Dortmunder Borussia und ihren Anhängern nicht wirklich verflogen. Das nicht gegebene Tor im Pokalfinale von Mats Hummels, welche die Führung für den BVB innerhalb der zweiten Halbzeit gegen die Bayern bedeutet hätte, ist natürlich auch zwei Tage danach noch ein großes Ärgernis. Keine Frage!

Doch das nun innerhalb weniger Monate deshalb die eigentlich erst Anfang 2014 ad acta gelegten Debatten über die Einführung technischer Hilfsmittel zur Torlinienüberwachung wieder so heftig aufflammen, wie man es aktuell überall lesen kann, das ist eigentlich total unverständlich.

Natürlich gibt es gute Gründe sich solcher Hilfsmittel im Profifußball zu bedienen. Doch die gab es schließlich auch schon vor Monaten, als sich die Mitgliedclubs der ersten beiden Fußballigen im Lande noch mit insgesamt 12:24 Stimmen dagegen ausgesprochen hatten.

Neue Erkenntnisse gab es seither eigentlich nicht. Als die Entscheidung vor Wochen gefällt wurde, da muss bereits jedem klar gewesen sein, dass es in absehbarer Zeit weitere Diskussionen und aktuelle Streitfälle geben würde.

Mir klingen sogar noch Stimmen im Ohr die es damals ausdrücklich begrüßt haben, dass ein ‚menschlicher Faktor‘ im Spiel bleibe, das es ein Stück weit positiv sei und auch dazu gehöre, dass strittige Entscheidungen, ja sogar Fehlentscheidungen halt mit dazu gehören würden.

Fußballromantiker beschworen damals wie schön es doch sei, dass Ereignisse wie ein Wembley-Tor von 1966 auch heute noch zum Fußball dazu gehören würden.

Das nun, so kurze Zeit später, die Diskussionen wieder in dieser Heftigkeit aufbranden, dass scheinbar in Kürze bereits eine neue Abstimmung ins Haus stehen könnte, das Alles ist, aus meiner Sicht, sogar ein Stück weit befremdlich.

Und mich jetzt hier bitte nicht falsch verstehen: Ich selber bin seit längerem ein Befürworter der Torlinientechnologie. Anfang des Jahres habe ich mich sehr geärgert, dass selbst in Liga 1 nur ein Abstimmungsergebnis von 9:9 herausgekommen ist, bei dieser Frage. Der FC Bayern München und auch Borussia Dortmund gehörten übrigens auch zu den Clubs, denen die Einführung dieser Technologie den finanziellen Preis wert gewesen wäre. Und auch die Tatsache, dass die Technik bei diesem Pokalfinale wohl ohnehin noch nicht im Einsatz gewesen wäre, da der geplante Einführungstermin erst für die Zukunft geplant gewesen wäre ist bei meiner Verwunderung über die Debatten keine Begründung.

All diese Randaspekte lasse ich hier einmal tatsächlich am Rande stehen. Sie hätten den Ärger der Dortmunder ja aktuell auch nicht verhindern können.

Für mich ist es schon alleine deshalb ein Stück weit irrwitzig wie jetzt die öffentliche Debatte wieder losbricht, weil doch damals jedem bereits klar gewesen  sein muss, dass es einen nächsten Fall auf jeden Fall irgendwann geben würde. Der genaue Zeitpunkt und auch das benachteiligte Team waren natürlich damals noch völlig offen, aber das es zukünftig weiterhin zu solchen Fällen kommen würde, das war doch ganz klar, und das wurde von vielen Entscheidern damals nicht nur in Kauf genommen, es wurde von vielen Clubvertretern damals sogar ausdrücklich begrüßt.

Und dann darf man jetzt eben auch nicht so überrascht tun und so rasch im Kreise der Verantwortlichen über eine neue Abstimmung beim DFB bzw. bei der DFL diskutieren. Das ist vor dem Hintergrund der Entscheidung vor wenigen Monaten dann doch total unsinnig!

32 Kommentare

@ Robin Das war doch klar, dass diese Debatte bei nächstbester Gelegenheit wieder hochkochen würde. Vor allem, wenn bei der WM die schöne Technik in Zweifelsfällen klare Entscheidungen fällen hilft. Dass es nun schon vorher losgeht, überrascht mich angesichts der Brisanz des Falles bzw. Tores nicht.

@Thomas: Das die Debatte bei den Fans, gerade auch rund um Dortmund, aktuell wieder geführt wird finde ich dabei ja auch noch nachvollziehbar. Aber offenbar war die Sache bei vielen Funktionären zuletzt doch nur etwas oberflächlich durchdacht worden, wenn DFB und DFL jetzt bereits wieder ernsthaft eine neue Abstimmung ins Auge fassen… Denn das es irgendwann wieder einen solchen Fall geben würde, das war, wie oben beschrieben, ja bekannt und hätte eigentlich bei der letzten Entscheidungsfindung mit einkalkuliert sein müssen….

@Robin Gestern Abend hat Uli Stein in “Heimspiel” angesichts des 2.98er Tores was sehr Bedenkenwertes gesagt: “Es genügt, wenn die SR gute Augen haben.” Heribert B. wusste, dass es pro Saison eh nur um 3-5 strittige Tore ginge, während z.B. bei falschen Abseitsentscheidungen wie die in Wolfsburg, die viel öfter vorkämen, die schöne Technik nicht helfen würde. Was ja richtig ist. Bemerkenswerterweise wies er noch darauf hin, dass die Technik in 3-5 Jahren wesentlich ausgereifter und preiswerter sein würde, so dass dann eine erneute Abstimmung wohl anders ausfallen würde als kürzlich.
Jedes strittige Tor wird diese Diskussion neu entfachen, da bin ich sicher. Sie wird erst mit Einführung dieser Technik in den oberen Ligen enden. Was machbar und halbwegs bezahlbar ist, wird auch gemacht werden.

@Thomas: Ich musste bei Ansicht des sofort gegebenen Tores von Darmstadt 98 gestern auch schwer schlucken.

Thomas Weigle/Robin Patzwald

Den Gegnern der sog. Torlinientechnik muß doch zu denken geben, daß alle (!!) Bundesliga-Schiedsrichter für die Einführung dieser Technik snd.

Wenn Bruchhagen u.a. als Argument gegen diese Technik vorbringen, daß nur ein kleiner Teil strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen sich auf die Problematik bezieht, ob der ” Ball im vollem Umfange die Torlinie überschritten hat oder nicht”, dann zeigt mir das nur “die Begrenztheit dieser Denker”.

Es geht hier unbestritten um quantitav wenige strittige Entscheidungen, aber um qualitativ sehr bedeutsame -sh.das berühmt/berüchtigte Kiesling-Tor in dieser Spielzeit und eben das nicht anerkannte Hummels dort am Samstag. Und in diese “qualitative Wertung” einzubeziehen ist auch das außerordentlich emotionale Moment bei den Vereinen den Spielern, den Fans, wenn in Sachen Tor offenkundig und unbestreitbar eine Fehlentscheidung getroffen wird. Insofern geht der Hinweis auf 95% Fehlentscheidungen, die nichts mit Problem Tortechnik zu tun haben, fehl.

Wir diskutieren kurzzeitig über Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, z.B. in Sachen Abseits oder bei Fouls.
Wir werden noch über Jahre z.B. über das Kiesling- (Nicht-)Tor oder das Hummels-Tor reden, so wie Helmer und der FC Bayern sowie der damalige Schieri-bei jeder Gelegenheit an das vor Jahren nicht geschossene, aber als solches anerkanntes Tor für den FC Bayern erinnert werden.

@Robin Als ich deine Antwort las, ging mir durch den Kopf, ob das Tor gestern ohne das “Tor” vom Samstag auch Tor gewesen wäre…
@Walter Stach Als direkter Augenzeuge des wg. einer fehlerhaften Abseitsentscheidung nicht gegeben 2:0 der SGE in WOB bin ich mir nicht sicher, ob solche (Fehl)Entscheidungen nicht vergleichbar sind mit dem nicht gegebenen Tor des BVB. Die Umstände mögen andere sein, aber ihr in Dortmund würdet zu Recht mit der gleichen Empörung dieses “reguläre” Tor diskutieren, hätte es wg. Abseits keine Anerkennung gefunden. Die Wertigkeit ergibt sich auch aus der Bedeutung des Spiels. Wir älteren Eintrachtler denken und sprechen immer noch über jenen nicht gegebenen Elfmeter in Rostock, der die Eintracht womöglich zum Meister gemacht hätte und den BVB zum Meisterschaftsdritten 92. Und M.Scholl zum Eintrachtspieler.

@Thomas: Ja, plötzlich erscheint einem das Phantomtor von Kießling gegen Hoffenheim fast als Bagatelle. Schon verrückt manchmal beim Fußball…

Thomas: Klar, es spielt eine Rolle dabei, welchem Verein man die Daumen drückt. Aber insgesamt ist eine solche Fehlentscheidung in einem engen Finale, egal welche Teams es konkret betrifft, schon ‘ärgerlicher’ als in einem von 34 Ligaspielen, wo man die Fehlentscheidung, zumindest gefühlt, auch Wochen später in der regel dann noch irgendwie wieder ‘ausgleichen’ kann. Dort spricht man dann ja häufig auch von sich ‘ausgleichender Gerechtigkeit’. In einem Endspiel ist das deutlich schwieriger. Zumal wenn es das erste Tor des Spieles gewesen wäre und nicht etwa das 4:1 oder 5:1….

-6- Thomas Weigle

Einverstanden, wenn es um den Vereins-Fan geht. Für den bleiben alle entscheidenden Fehleistungen zu Lasten seines Vereines über Jahre in Erinnerung, auch die, die nichts mit dem Torlinien-Problem zu tun haben.

Ich habe aber den Eindruck -sh.den Fall Helmer-, daß eklante, weil offensichtliche Fehlentscheidungen zu Tor/Nichttor viel länger die Fans beschäftigen. Ich erinnere an das Wembley-Tor. Ähnliches wird mit dem Kiesling-Tor der Fall sein und vermutlich auch mit dem Hummels-Tor vom Samstag. Und wenn man dem mit einer unkompliziert zu handbabenden technischen Lösung beikommen kann, frage ich mich, warum das nicht geschieht.

Und zur Perspektive:

Ja, unstrittig, konnten wir als Zuschauer erst in der Wiederholung erkennen, daß der Ball im Tor war. Das war dann aber nicht mehr eine Frage der Perspektive.

Ich habe in einem ersten Kommentar hier bei den Ruhrbaronen dazu angemerkt: “Schlimm”, daß Schiedsrichter und Linienrichter zu einer Fehlentscheidung kamen..

Unsportlich, besser wohl schäbig fand ich allerdings, daß Sammer in Kenntnis der Fernsehaufnahmen/-aufzeichnungen auf eine entsprechende Frage zum Tor anmerkte: “Welches Tor meinen Sie”? Paßt aber zu ihm, der mit solchen Äußerungen in gleichem Maße wie Hoeness dazu beiträgt, daß es die Bayern trotz aller sportlichen Erfolge und unbestritten sehr guter Spiele -national und international- nicht schaffen, sich über ihre Fans hinaus bei den anderen, insgesamt zahlreicheren Fußballfans in Deutschland Symapthien zu erwerben. Das hat u.a. die große Freude vieler deutscher (!!)Fußballfans nach dem O:4 gegen Real Madrid erneut deutlich gemacht; schade, finde ich, nämlich schade für Spieler und Trainer des FC Bayern, die sich aufgrund ihrer Leistungen Unterstützung und Beifall aller Fußballfans, jedenfall bei internationalen Auftritten, verdient hätten.

-10-Nobby
Die Kosten für diese Torlinien-Technik können doch im einem Geschäftsbereich mit Gesamt-Umsätzen im Mrd.€ Bereich pro Jahr kein Problem sein.

Ich könnte mir denken, daß z.B. die “Großverdiener” unter den Bundesligisten bereit und in der Lage wären, etwa über ein Umlagesystem zu helfen, daß auch Finanzschwache diese Technik anschaffen können.
Wenn alle Bundesligisten eine Problem- Lösung im Sinne dieser Torlinientechnik wollen, dann finden sie eine .
Es geht doch, gemesssen am Gesamtetat der einzelnen Bundesligisten, auch der finanziell ehe schwächeren, nur um “Kleingeld”.

Ich denke , daß die Torlinientechnik zunächst für die Bundesliga eingeführt werden sollte. Ob und inwieweit dann irgendwann andere Ligen einzubeziehen sind, muß später bedacht werden. Auch das bereits jetzt anzugehen, würde die Lösung für die Bundesliga nur unnötig erschweren und hinaus zögern.

Geht alles!
Ich befürchte jedoch, daß der DFB und die DFL ob ihres total überzogenen bürokratischen Systems es nicht schaffen, alsbald eine Entscheidung zu Gunsten der Torlinientechnik für die Bundesliga herbeizuführen, nebst einer Lösung des Finanzierungsproblems.

Schade nur, dass all dies doch schon bei der ersten monatelangen Diskussion vor der Entscheidung zu Jahresbeginn längst so hätte bekannt sein müssen. Dementsprechend ist die aktuell laufende Diskussion doch weder überraschend noch bietet sie bisher irgendetwas an neuen Erkenntnissen. Allen hätte doch schon Anfang 2014 klar sein müssen das es einen ‘nächsten Fall’ geben wird. So gesehen kann ich nicht verstehen wieso eine nach reichlich Diskussionen (und bei der Abstimmung doch auch so eindeutig) getroffene Entscheidung nun offenbar so rasch wieder ins Wanken zu geraten scheint. Das Alles pricht aus meiner Sicht jedenfalls nicht gerade für die Verantwortlichen bei DFB/DFL und deren bisherige Arbeit zu dem Thema. Hat man es sich da zuletzt nicht offensichtlich viel zu einfach gemacht?

-12-Robin
einverstanden.

Aber beim DFB/bei der DFL ist es offenkundig nicht anders als z.B. in so mancher Behörde. Da muß mehrfach etwas Negatives, etwas gravierend Negatives passieren, bis man einsieht, daß es ein grundsätzliches strukturelles Problem gibt, das unbedingt gelöst werden muß und dabei dann erkennt, daß die Lösung relativ unproblematisch umzusetzen ist und schon “seit Jahren” hätte realisiert werden können.

@ Walter Stach Sammer ist ein Kotzbrocken. War der denn in DO auch schon so?
Was die Kosten angeht, ist es für manche 2Ligisten z.ZT ein Problem, Umlage könnte eine Lösung sein.
@ Robin /Walter Die DFB/DFL Verantwortlichen werden bei uns wohl kein Publikumserfolg in absehbarer Zeit.

Thomas Weigle -16-

Sammer:
M.E. ein Mann, den nichts Anderes interessiert, bewegt, bestimmt als Erfolg, und zwar bedinungs- und rücksichtslos. In seiner Person scheint für für Kategorien wie Anstand, Rücksichtnahme, Demut kein Platz zu sein. Diese Charaktereigenschaften sind im fremd.

Das war schon in seiner Zeit in DO erkennbar und oftmals Anlaß zur Kritik, aber auch hier galt leider, daß für so manchen Fan ” der Zwech die Mittel heiligt”, also der Erfolg ihm so manches gestattete -leider-.

Ich habe jetzt den Eindruck, daß Hoeness exakt aufgrund dieser fehlenden Charaktereigenschaften Sammer engagiert hat und daß Sammer in München nicht nur augrund des Fehlen diese Eigenschaften ungehemmt agieren darf, sondern daß das von keinerlei Skrupeln gebremste Ausleben seines Ehrgeizes, seines unbedingten Erfolgswillens zu seinen Pflichtaufgaben im Interesse ds FC Bayern gehört, wohlwissend, daß weder er noch der FC Bayern deshalb mediale Kritik oder gar Kritik seitens des DFB, der DFL angesichts des “Herrschaftssystem Bayern München” zu befürchten haben.
Also; “Paßt schon”=Bayern (Hoeness)Sammer!!

Nachtrag
Thomas Weigle, wenn ich mir als BVB-Fan vorstelle, daß Gesicht des FC Bayen sei nicht geprägt durch Hoeness und Sammer (und mit Abstrichen durch Rummenige), sondern durch die Spieler, durch Guardiola , durch ihr oftmals begeisternden Spieles, dann…?

Ja, dann hätten der BVB und der FC Bayern eine wunderbare Rivalität , geprägt von gegenseitigem Respekt, ohne Hochmut gegenüber dem Unterlegen und ganz sicher dann auch mit Äußerungen des Bedauerns, wenn z.B.ein nicht anerkanntes Tor spielentscheidend war.

Nur das ist zwischen dem BVB und einem FC Bayern , dominiert , geprägt und vermutlich noch aus dem Knast von Honess gelenkt, undenkbar und ganz sicherlich nicht mit einem Mathias Sammer als “schrecklichem” Vollstrecker des Herrscherwillens eines U.Honess.

@Walter Stach Das ist alles sehr nachvollziehbar. Allerdings: Mich persönlich nervt die Lichtgestalt, diese bayerische Fußballallzweckwaffe für alles Überflüssige viel, viel mehr. Ich erinnere mich gerne an Sendungen, in dem ein gewisser Manni B. dem flachsinningen Dampfplauderer ordentlich Kontra gab.

-18-Thomas Weigle

Wie schon an anderer Stelle zwischen uns vereinbart:

“Als Fußball-Fans gilt unser Interesse ab jetzt der WM. Wir “lassen Sammer Sammer sein”.
Mit ihm und allen anderer Protagonisten aus der Bundesliga werden wir uns danach wieder beschäftigen.

Zunächst freue ich mich aber auf das Champ.-lig Endspiel am 24. Da kann ich mich dann voll und ganz auf das Spiel konzentrieren, ohne von irgend welchen Fan-Vorurteilen belastet zu sein, was bei mir der Fall ist, wenn der BVB oder der FC Bayern beteiligt ist.

PS
Den “Manni” Breuckmann vermisse ich sehr (obwohl der S04 Fan ist!!!). Für mich hatte die Sendung auf WDR 2 an jedem Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr über die Fußball-Bundesliga vor allem wegen der Reportagen von M.Breuckmann Kult-Status. Ich höre mir die Übertragungen immer noch gerne an, vermisse aber M.Breuckmann. Der ist im übrigen aufgewachsen in Datteln, der Nachbarstadt meines Wohn-/Heimatortes Waltrop. In den Erzählungen über seine Kinder- und Jugendzeit in Datteln erkenne ich sehr viel Typisches aus dem Leben in den 6Oer Jahren in einer Bergarbeiterstadt im nördlichen Ruhrgebiet. Seine offenen, seinen klaren und seine stets glaubwürdigen Worte lassen darauf schließen, daß ihn die Kinder-/Jugendzeit – “in einfachen Verhältnissen “- in der Bergbaustadt Datteln nachhaltig geprägt hat, und ich meine, sehr positiv. Insofern liegen zwischen Breuckmann und Sammer Welten -charakterlich sowie in ihren Äußerungen -deren Inhalte und deren Formulierungen-.

Also, ich mag ja Typen wie den Sammer. Wenn man ihnen vielleicht auch nicht immer Recht gibt, so machen solche Leute die Bundesliga doch wesentlich interessanter. Wäre doch schrecklich, wenn es nur noch Führungspersönlichkeiten vom Type eines Philipp Lahm, Toni Kroos oder eines Mario Götze gäbe. 😉

Das Thomas Schaaf, wie gerade vermeldet wurde, jetzt neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt wird, das finde ich übrigens auch ganz spannend. Ich hätte einen Typen wie Bernd Schuster als Lösung da ja auch spektakulärer gefunden. Aber wer weiss… 😉

@Thomas: Bezog sich das ‘Was?’ jetzt auf Thomas Schaaf? Ja, das stimmt. Um 14.30 Uhr ist gleich Pressekonferenz mit der offiziellen Vorstellung in Frankfurt. Er hat einen 2-Jahres-Vertrag bekommen.

Falls Du die Gelegenheit hast, bei SSNHD läuft gerade das erste Interview mit Schaaf. Gleich folgt dort auch die Übertragung der PK.

Frankfurt? Das ist die Stadt wo ich früher mal 2 Jahre lang lebte und dann soooo froh war als ich nach Beendigung meiner Berufsausbildung wieder zurück ins Ruhrgebiet durfte! 😀 😉

Robin Isch will den net. Das “sooooooooo froh” kann sich ja wohl nur auf den Fußball beziehen. In allem anderen ist FFM doch erheblich mehr Lametta. Ich verweise auf die Beiträge und Kommentare zu den Ruhrgebietsstädten. Ach ja, es gibt dort sogar noch Raucherkneipen, gelle!!!!

Thomas, es war in erster Linie der Menschenschlag, der mich wieder ins Ruhrgebiet zurücklockte. Zu vielen BVB-Spielen bin ich damals auch schon von Frankfurt aus angereist. Erinnere mich da z.B. noch an einige UEFA-CUP-Auftritte. Nach der Arbeit direkt nach Dortmund und anschließend direkt wieder nach Frankfurt. Ankunft dann ca. 1.30 Uhr. Morgens wieder ins Büro. Würde ich heute für Spiele gegen Maribor und Wladikawkas o.ä. auch nur noch selten so machen. 🙂

Robin Die Sprüche im Westfalen-oder Ruhrstadion waren einst tatsächlich besser als im Waldstadion. Ob es heute noch so ist wie vor 30-40 Jahren? Hättest vielleicht mehr und öfter Äppler trinken sollen- in FFM. In Ruhrgebietskneipen habe ich mich spätestens nach dem zweiten Bier immer wohlgefühlt. Trotzdem- mehr Lametta ist am Main.

@ Robin Zu Schaaf: Die von H.B. versprochene “große Lösung scheint es nicht zu sein. Vielleicht wird sie durch Hunt ein wenig größer. T.S. hätte man schon vor einiger Zeit haben können, um die Jahreswende war er auch schon bei einigen Fans ein Thema. Mir scheint auch die übrige Personalpolitik der SGE z.ZT. Stückwerk zu sein. Ob man auf (Neu)Entdeckungen bei der WM setzt?
Es scheint zu knirschen am Riederwald. Hoffentlich nur vorübergehend!!

Nein, Thomas, ich würde Thomas Schaaf auch nicht als die große Lösung bezeichnen. Offenbar hat die Eintracht bei den anderen Kandidaten nun die Geduld verloren. Ob Schaaf zur Eintracht passt? Ich bin skeptisch!

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