Die Facebook-Masche: Es gibt keinen Ausgang!

Ambassadors discuss digital diplomacy at the 2013 Country Promotion Strategies conference, hosted by The Washington Diplomat. CC-BY-SA 4.0: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Facebook ist ein etabliertes soziales Netzwerk, das von seinen ‚Usern‘ normalerweise eine Anmeldung erwartet, selbstverständlich nach einer vorherigen Registrierung. Umgehen lässt sich eine jeweilige Anmeldung nur, wenn man auf eine jeweilige Abmeldung pro Besuch verzichtet, also praktisch rund um die Uhr angemeldet bleibt. Die erforderlichen Daten hat dann die Zugangshardware bereitzustellen, Daten, die den berechtigten Zugang zum Netzwerk erlauben. Meiner eigenen Erfahrung nach wissen relativ viele ‚User‘ nicht einmal, dass ein Bereithalten der Zugangsdaten auf der Festplatte nicht nur Facebook ein Auslesen erlaubt, sondern jedem im Internet, der ein Interesse daran hat. Eine mögliche Folge ist, dass Profile ‚gekapert‘ werden.

Aber nicht nur der sachgerechte Umgang mit öffentlich zugänglicher Software ist relativ vielen ‚Usern‘ fremd, Facebook hat Schwierigkeiten, eine jeweilige Abmeldung pro Besuch bereitzustellen. Die Funktion ist in einem Menu auf der oberen Leiste / dem oberen Rahmen versteckt, als unterste Möglichkeit unter einem Dreieck. Relativ häufig lässt es sich jedoch nicht mehr aufrufen. Lediglich ein aktueller Ladevorgang wird angezeigt, der kein Ende findet. Kein Ausgang!

Verlässt man das soziale Netzwerk ‚kalt‘, also ohne sich zuvor abgemeldet zu haben,  kann es zu Problemen bei einer späteren Anmeldung kommen: denn ‚offiziell‘ ist man bereits angemeldet. ‚User‘ werden unter Umständen zu ihren eigenen Doppelgängern. Möchte man verhindern, dass die Zugangsdaten zu Facebook, die Browser-History und … allen Leuten im Internet zur Verfügung gestellt werden, von geeigneter Software auslesbar sind, kann es bei Facebook leicht zum Doppelgänger-Phänomen kommen, das seinerseits zu einem Ausschluss bei Facebook führen kann, zu einem Rauswurf – aus Sicherheitsgründen.

Grund für einen Rauswurf aus Sicherheitsgründen kann die mangelhafte Möglichkeit sein, sich abzumelden. Facebook ist allem Anschein nach eine Schlampensoftware, die es darauf anlegt, so viele Daten für Werbezwecke zu sammeln, wie irgend möglich, also an einer Abmeldung ‚seiner User‘ gar kein ernsthaftes Interesse hat.

15 Kommentare

Welche Daten sind genau "von jedem im Internet […] zugreifbar"? Meinen sie Session- bzw. Authentication-Cookies? Wie bekommt "jeder im Internet" diese, und was kann der damit machen? Das sollte dann ja nicht nur Facebook betreffen, sondern so ziemlich alle Seiten mit Anmeldung. Haben Sie dieses Problem bereits entsprechend beim Internet gemeldet?

@ # 1: Zugegriffen kann jeweils auf alle softwareseitig auslesbaren Daten. Dies ist abhängig von der dazu eingesetzen Software, als auch der Konfiguration im jeweiligen Rechner, der ausgelesen wird. Pauschal lässt sich in dieser Hinsicht kaum eine Anwort geben. Aber das Auslesen von Rechnen gehört längst nur Normalität im Netz. Deshalb habe ich z.B. browserseitig einige Beschränkungen vorgenommen, soweit dies möglich war, und eine Security-Software, die mich im Netz begleitet. Das Fatale ist hingegen, dass manchmal – ich schätze aufgrund starker Auslastung, eine Abmeldung in FB nicht möglich ist. Ich kenne kein anderes soziales Netzwerk, das solche Schwierigkeiten macht. Facebook weiß übigens um die Probleme … meines Wissens sind bereits einige Nachrichten abgeschickt worden …

Sie missverstehen mich. Ich bin mir durchaus bewusst, wie Computer funktionieren. Falls ihnen das Ausloggen aus Facebook oder anderen Diensten mit scheinbar persistenten Sitzungen weiterhin misslingt, löschen sie am besten einfach die Cookies der Seite oder benutzen sie die inzwischen standardmäßig bereitgestellte Browserfunktion der Privaten Tabs. Hier werden beim Schließen die lokalen Sitzungsdaten verworfen und niemand im Internet kann sie mehr lesen.

@ #5 Natürlich ist der Beitrag in gewisser Weise ein 'schlechter Scherz'. Am WE gab ich auf Facebook kund, dass ich (mal wieder) keine technische Möglichkeit habe, mich abzumelden. Darauf erhielt ich primär weibliche Rückmeldungen, dass sich die Personen niemals abmelden würden. Das hat mich sehr erstaunt.

Ich glaube, ich habe das erste Mal vor 6 oder 7 Jahren von diesem "Bug" in FBs Webinterface gehört, kann das aber nicht verifizieren, da ich nicht bei dieser Krake angemeldet bin;-)
Trotzdem sagen "die Anderen", dass Abhilfe wirklich nur mit Löschen des Browser-Caches und der Cookies möglich ist (manche hatten Erfolg mit einem Update ihres Browsers) und FB sich einen Dreck um Behebung des Fehlers kümmert – was mit obiger Aussage in #6 über permanentes Online-Sein der Mitglieder ja kein Wunder wäre.

Der Beitrag ist leider nicht nur "in gewisser Weise" ein schlechter Scherz. Für keines der angeblichen Facebook-Probleme (kein Logout möglich, Doppelgänger) wird vom Autor in nachvollziehbarer Weise belegt. Die Behauptung, dass "jeder im Internet, der ein Interesse daran hat", auf die ein- oder andere Weise lokal gespeicherte Login-Daten (von Facebook oder sonst einer Seite) auslesen könne, ist hanebüchen. Beides in Kombination als angebliche Facebook-Masche zu skandalisieren ist hier die eigentliche Schlamperei.

@ # 8, @ #7 – Danke Klaus, für den Link. Um einen Beleg für das Problem, sich nicht abmelden zu können, handelt es sich freilich nicht, nur um einen Beleg, dass auch andere bereits vor dem Problem standen. Gerade weil ein 'Beleg' funktionaler Schwierigkeiten in FB gar nicht gegeben werden kann, lediglich die Aufmerksamkeit darauf lenkbar ist, kann deutlich machen, dass Robert gar nicht ahnt, worüber gesprochen wird. Schade.

Der Verweis auf ein Benutzerforum mit ein par dutzend Beiträgen zum Thema – bei "1.86 billion monthly active users", davon 25 Millionen in Deutschland – hilft hier auch nicht weiter. Hier wird weder klar, ob das angebliche Logout-Problem weit verbreitet ist, noch, wie es verursacht wird (z.B. Client-Seitig) , oder, ob es bei allen Benutzern die gleichen Ursachen hat. Ändert nix daran, dass dieser Beitrag versucht ein Skandälchen herbeizuschreiben auf Basis von null demonstrierter Recherche und null demonstriertem Sachverstand.

Verzeihung für den Nachtrag – Natürlich kann ein Beleg gefunden werden. Vorzugehen wäre wie bei jeder Fehlerjagd, indem man versucht den Fehler unter bestimmten Bedingungen zu reproduzieren. So kommt man zur Ursache oder kann zumindest vermutete Ursachen ausschließen. Wenn die Abmeldung bei Facebook z.B. in gängigen, aktuellen und sauber installierten Browsern wiederholt problemlos funktioniert, dann wird der Fehler wohl kaum ein systematischer Versuch Seitens Facebook sein, sein User abzuziehen… Nicht unwahrscheinlich ist, dass der Fehlre im Zusammenhang mit bestimmten (veralteten) Browserversionen, Einstellungen oder Plugins auftaucht. Wenn man was reproduzierbares findet, dann kann der Sachem mit den üblichen Debugging-Methoden auf den Grund gehen und wird dann schnell feststellen, ob es sich hier um Facebooks problem handelt, oder nicht. Wenn man das selber nicht kann, was niemandem anzulasten wäre, kann man zu dem Thema auch immer noch Fachleute befragen. Der CCC oder auch nur die Verbraucherzentrale geben zu Facebooks Machenschaften sicher gerne Auskunft. So macht man das doch als Journalist, der das Revier blogt, oder?

@ 11 + 12: Sie verstehen den Artikel immer noch nicht. Er ist weitgehend im Konjunktiv geschrieben, zeigt also lediglich Möglichkeiten auf, die aufgrund von Vorfällen beschrieben werden. Sie beschreiben nun einen umfangreichen Test unter idealen Bedingungen. Dazu fehlte(n) mir nicht nur die Zeit, sondern auch die Ressoucen. Falls der CCC einen Test veranstalten will; kann er gerne machen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass auch die 'User' von Facebook nicht über ideale Bedingungen verfügen, der Test also kaum relevant wäre.

@13 Doch, ich denke schon das ich den Artikel verstehe. Sie konstruieren aus Einzelfällen und haltlosen Bedrohungsszenarien (Facebook verhindert aus Geldgier, dass Sie sich abmelden können! Jeder im Internet kann Ihren Rechner auslesen!) "Die Facebook-Masche". Wenn Sie das als Konjunktiv bezeichnen möchten, dann Bitteschön, aber er macht Ihren Beitrag zu einem Empörungsartikel ohne Substanz, da Sie nichts recherchiert haben. Ich kann Ihren Argwohn gegenüber FB ja verstehen, aber wenn Sie für Recherchen keine Zeit haben, dann sollten Sie vielleicht darauf verzichten, öffentlich umsubstantiierte Behauptungen aufzustellen.

@ 14: Es ist keine Substanz lieferbar. Sogar ein Test unter idealen Bedingungen würde nur einen Sonderstatus prüfen können, der für kaum einen 'User' relevant wäre. Und die standardisierten Rückmeldungen von Facebook helfen nicht weiter. Ich wurde erst kürzlich zwei Mal hintereinander aus FB aus sogenannten Sicherheitgründen rausgeworfen. Im Notfall steht man schlicht im Dunkeln.

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