Die Absage des Länderspiels ist kein Sieg des Terrors – Nicht in Syrien militärisch einzugreifen schon

 

Absage des Länderspiels auf der Webseite des DFB.
Absage des Länderspiels auf der Webseite des DFB.

Die Absage des Länderspiels zwischen der DFB-Auswahl und dem Team der Niederlande war eine vernünftige Entscheidung. Wenn die Polizei eine solche Maßnahme veranlasst hat sie dafür gute Gründe. Sicherheit geht vor. Menschenleben wegen Symbolhandlungen zu gefährden kann niemand verantworten. Ob eine Lichterkette für Toleranz in Hannover stattfindet oder ob 22 Männer in kurzen Hosen einem Ball hinterherlaufen – das ist alles nicht entscheidend. Ein solches Spiel und das Beiprogramm abzusagen sind auch kein Sieg des Terrors. Tote sind ein Sieg des Terrors. Ein paar enttäuschte Fans nicht.

Ein Sieg des Terrors wäre es aber, wenn die Bundesregierung  die USA, Groß-Britannien oder Frankreich aus Angst vor Anschlägen militärisch nicht unterstützt. Ein Sieg des Terrors wäre es, die Staaten, die bereits Opfer des Terrors wurden, alleine zu lassen. Ein Sieg des Terrors wäre es, nicht gegen seine Finanziers in Saudi-Arabien oder Katar vorzugehen. Ein Sieg des Terrors wäre es, so zu tun, als ob Flüchtlinge eine Bedrohung wären und nicht die Terroristen, die von Deutschland aus nach Syrien ziehen, um für den IS zu kämpfen.

Die Finanzierung des IS blockieren, den Export von Terroristen verhindern und an Seiten der Alliierten gegen den IS kämpfen – wenn das alles unterbleibt, hat der Terror gesiegt.
Wen interessiert da ein abgesagtes Fußballspiel?

31 Kommentare

Was bitte sollen deutsche, französische, amerikanische Soldaten konkret in Afghanistan, Syrien etc. zusätzlich machen?
Sollen alle Länder dauerhaft durch ausländische Mächte kontrolliert werden? Dann wären wir bei einem neuen Imperialismus.
Was passiert, wenn die Länder verlassen werden, sehen wir in Afghanistan.

Genau mit dieser Begründung schließt Obama auch Bodentruppen aus.
Es bringt nichts, führt zu weiteren PRoblemen (zivile Opfer) . Die polnische Idee mit der Armee aus Soldaten der Heimatländer ist da sinnvoller.

Die einfachere Lösung wäre eine Sicherung der Grenzen der EU/NATO

BTW:
Ist die Gefährdung jetzt vorbei? Die Verantwortlichen in der PK loben sich ja selber. Nach allen bisher in den Zeitungen genannten Gründen, ist damit wohl nicht zu rechnen. Vertrauen in die IM der Länder, des Bundes habe ich nicht. Es regiert die Angst.

Was ist mit den nächsten Fußballspielen, Weihnachtsmärkten, Konzerten, Arbeitsweg mit der U-Bahn ????
Den Schutz wie in Hannover wird es dort nicht geben.

Den Terror verhindert man auch nicht durch kriegerische Einsätze im Nahen Osten. Die meisten Täter leben in den Ländern (z.B. Brüssel = NATO-Hauptquartier, EU-Hauptsitz). Oft wurden sie von den Diensten beobachtet bzw. waren als Gefährder bekannt (siehe auch Boston).

Lieber Stefan Laurin, vielleicht sollten wir nach bewegenden politischen Ereignissen erst eine Nacht schlafen, bevor wir uns dazu äußern. Dass die Absage eines Fußballspiels bei konkreter Gefährdung richtig ist, bedarf keines besonderen Statements. Kritikwürdig ist allerdings die vorausgegangene Selbstgefälligkeit unserer Politiker, zu behaupten, dass unser Leben nach Paris weitergehe wie bisher. Eine dümmere Provokation der Terroristen und ihrer Sympathisanten und Trolle gibt es doch gar nicht. Dafür gab es heute in Hannover die Quittung. Was du anschließend zum Engagement Deutschlands sagst, ist leider wenig durchdacht. Erstens sind wir bereits militärisch engagiert, zweitens können (und sollten?) wir nicht verhindern, dass "Terroristen von Deuscthland nach Syrien ziehen, um für den IS zu kämpfen".

@Manfred Baldschus: Natürlich kann man mehr dagegen tun um zu verhindern, das Dschihadisten von Deutschland aus nach Syrien ziehen, um Menschen zu töten. Wenn der Staat das nicht hinbekommt, zahl ich meiner Steuern noch unwirscher als ich es ohnehin tue. Soweit ich weiß sind keine deutschen Truppen im Kampf gegen den IS aktiv – im Gegensatz zu Frankreich, Australien, GB, den USA und vielen anderen Ländern. Was ich schreibe ist allemal durchdacht – sonst würde ich es ja nicht schreiben 🙂

Und warum ist gerade Frankreich zweimal Opfer von Terroranschlägen geworden? Könnte man ja auch mal auf die Idee kommen, dass politische Fehler mit dazu beigetragen haben. Die muss Deutschland nicht unbedingt wiederholen – ich verzichte dankend!

@3: Dis Anzahl der Länder, die wirklich Angriffe fliegen ist sehr gering. Kanada zieht sich bspw. zurück. Das Land hat eine neue Regierung, bisher aber immer aktiv an Missionen teilgenommen.
Hier wird bspw. über Dänemarks F16 Jets berichtet, die für die nächsten Monate nicht für Einsätze nicht bereitstehen.
http://uk.reuters.com/article/2015/11/15/uk-mideast-crisis-syria-denmark-idUKKCN0T412A20151115

Anderen Länder engagieren sich eher im Jemen.

Wie wollen sie die Ausreise von Unterstützern verhindern? Selbst die Ausreise in die Türkei mit Waffenmaterial für die AK47 war doch möglich.
http://www.express.de/koeln/flughafen-koeln-bonn-mutter-von-islamisten-mit-waffenmaterial-aufgegriffen,2856,26248342.html

In NRW ist Herr Jäger verantwortlich. Zum Thema "No-go areas" hat er heute wieder demonstriert, wie Sicherheitspolitik in NRW aussieht.
http://www.welt.de/regionales/nrw/article148948130/Wie-NRW-auf-libanesische-Familienclans-reagiert.html

Es mag sein, dass die Behörden eine bessere Aufklärung haben. Sie müssten sie dann auch nutzen.

@ Jens Schmidt # 4

Herr Schmidt, habe ich das jetzt richtig verstanden? Die Franzosen sind am Terror in ihrem Lande schuld, und nicht die Terroristen?

@ Jens Schmidt # 4,

Also ist Ihrer Ansicht Frankreich wegen seiner Politik Schuld, und die Terroristen dürfen dann morden?
Das dürfte so ziemlich genau die Argumentation der Terroristen sein, die Sie da so locker von sich geben. Warum machen Sie das?

@ Junge, Voss: Schuld und Ursache sind zwei Dinge, die man auseinanderhalten muss. Jens Schmidt meint wohl letzteres. Auch wenn ich mit ihm nicht einverstanden bin, ist es doch ziemlich mies und darüber hinaus eine seltsam anmutende Reflexhandlung, ihm zu unterstellen, er wolle Frankreich die Schuld an den Attentaten in die Schuhe schieben.

@Herrn Voss:
Natuerlich *koennte* man auch mal darueber nachdenken, inwieweit die Aussenpolitik Frankreichs zu der Entstehung und Erstarkung des IS beigetragen hat und inweiweit die franzoesischen Interventionen (u.a. gegen Libyen 2001, gegen Mali, Syrien, Sudan etc.) vielleicht doch eine der Ursachen fuer den Terror sind…
Natuerlich koennte man sich fragen, ob noch mehr Bomben auf arabische und afrikanische Laender wirklich helfen, den Menschen dort eine lebenswerte Perspektive zu geben oder ob sie nicht eher mehr Radikale und Verzweifelte generieren.

Muss man aber nicht. Man kann auch "mehr vom Gleichen" fordern, mehr Kolonilaismus, mehr Bomben, mehr Fremdbestimmung. Hilft aber, vermutlich, nicht.
YMMV

@Dirk Moebius: Oh – das haben wir wohl übersehen: Libyen, Mali, Syrien und Sudan der Sudan waren friedliche, demokratische Staaten die die Menschenrechte achteten bis die bösen Franzosen kamen. Irgendwie waren all diese Länder offenbar ein wenig wie die Schweiz…

Absolut richtig. Deutschland muß endlich aus seiner Angst Ecke kommen und das Militär mal richtig robust einsetzen. Welchen besseren und sinnvolleren Gegner sollte es geben als den IS? Aber andererseits ist die BW vielleicht einfach gar nicht zu einem größeren Auslandseinsatz in der Lage, wenn man bedenkt, was man ständig über die Ausrüstungsmängel liest und Ursula tut nur so als ob ihr das auch politischen Gründen nicht passen würde, weil sie nicht zu geben kann was die BW für ein jämmerlicher Haufen ist.
England hat das Fußballspiel durchgezogen und hätte es wahrscheinlich auch mit den Meldungen die die deutsche Polizei hatte, aber die deutsche Politik kriecht wie schon lange den Terroristen in den Arsch ob das nun in Israel (Hamas und Fatah) ist oder beim IS.

@ #11
Rechtfertigt das Angriffskriege? Und wenn ja, warum wird dann nicht der Hauptsponsor von ISIS, also Suadi-Arabien, mal "demokiratisiert"?

@Dirk Moebius: Ja, es rechtfertigt Krieg – zumal es ein Verteidigungskrieg wäre. Und Saudi Arabien und Katar haben eine "Demokratisierung" sehr nötig.

@Robert (9), Sie sind ein anonymer Nicknamenkommentator mit moralisierenden Bewertungen anderen Kommentatoren gegenüber.
Dabei lassen Sie sich allerdings auf eine Diskussion ein, bei der auch Ihre Position mal unter die Lupe kommt.
Sie relativieren den Terrorismus, indem Sie an der Schuldfrage rumbasteln.
Wer so argumentiert, könnte Täter aller Formen von kriminellen Straftatbeständen entschuldigen, weil es immer Unterschiede zwischen Ursache und Schuld geben wird. Und tatsächlich gibt es auch etliche Leute, die bei Sittlichkeitsdelikten meinen, daß die betroffenenen Frauen wegen ihrer Kleidung selbst eine Mitschuld hätten. Vermutlich gehören Sie auch dazu, zumal, wenn der Täter aus islamischen Kreisen kommt. Die armen Kerle können doch gar nicht dafür, gelle?
Sie maßen sich auch an, zu entscheiden, wer zuerst aktiv Gewalt begonnen hat, wenn Sie meinen die URSACHE wenn auch nicht direkt die Schuld im Verhalten Frankreichs zu finden. Waren nicht umgekehrt Terroranschläge die Ursache für Frankreichs militärische Interventionen? Aber da wissen Sie ja genau Bescheid.
Übrigens, was @Jens Schmidt betrifft, der seit Jahren unter Klarnamen schreibt, war das meinerseits ein Frage an ihn, warum er diese Position einnimmt. Ich denke, daß er darauf noch antworten wird. Er wird sich verrannt haben. Aber was Sie, lieber unbekannter Abu @Robert betrifft, glaube ich nicht an ein Versehen. Da habe ich einen viel weitergehenden Verdacht, als Sie es sich überhaupt vorstellen können. Aber vielleicht ahnen Sie ja sogar, was ich meine. Würde ja passen.

@ Dirk Möbius # 9 @ Robert # 10

Terror ist keine Wirkung sondern eine politische Handlung. Niemand zwingt einen dazu absichtsvoll wahllos , aber zugleich systematisch und brutal zahllose unschuldige und wehrlose Menschen abzuschlachten. Selbst dann nicht, wenn man meint. sich im Krieg zu befinden.

Wer das tut läd Schuld auf sich. Wer danach sagt, dass dieser Terror seine Ursache in den politische Fehlern des angegriffenen Landes hat, der hält Terror für eine gerechtfertigte Reaktion und nimmt den Terroristen damit die Schuld, bzw. überträgt er sie – absichtlich oder nicht – auf die Opfer des Terrors.

Ach ja, wo haben sie bei mir was von mehr Bomben gelesen?

@Herr Voss #16
Das gilt aber dann gleichermassen fuer Leute, die andere Laender bombardieren und dabei billigend den Tod vieler Zivilisten in Kauf nehmen – weil sie der Meinung sind, ihre eigenen Massstaebe haetten fuer alle Welt zu gelten.

YMMV

@Dirk Moebius: Setzen Sie aufgeklärte Gesellschaften in denen Menschenrechte und Meinungsfreiheit gelten auf eine Stufe mit Staaten wie Saudi Arabien, wo Menschen bei Diebstahl die Hände abgehackt werden und Blogger 1000 Peitschenhiebe erhalten? Ist das alles gleichwertig für Sie?

@Stefan Laurin: Das "wenig durchdacht" nehme ich zurück, ich meinte "wenig kenntnisreich". Deutschland engagiert sich bereits seit Jahren militärisch im Rahmen einer Anti-Terror-Allianz gegen den IS:
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_73868122/islamischer-staat-anti-terror-allianz-prophezeit-niederlage-des-is.html
Ich halte den deutschen Beitrag in dieser Allianz für den wichtigsten und ambitionierten überhaupt. Wir bilden sehr erfolgreich kurdische Peschmerga als Bodentruppen aus, durch sie wird der IS sehr erfolgreich bekämpft und verliert zuvor erorbertes Territorium. Gleichzeitig geben wir den Kurden damit die Chance, im Nahen Osten einen eigenen demokratischen und wirtschaftlich überlebensfähigen Staat zu gründen, und verteidigen dieses Projekt gegen die Türkei. Bomben werfen kann jeder, was zählt ist auf dem Platz 🙂

@Manfred Baldschus: Konsequent wäre es, wenn auch YPG und PKK unterstützt würden – sie spielen im Kampf eine wichtige Rolle. Aber da nehmen wir Rücksicht auf den Islamisten Erdogan. Wenn Frankreich das KSK anfordert, sollte man es losschicken. Und nein, Bomben werfen kann nicht jeder. Das ist wenig Kenntnisreich.

@ #18
Ich halte Menschen, die glauben, ihre Wahrheiten und Werte mit Bomben und Krieg in andere Laedner tragen und die dortige Bevoelkerung mit Gewalt bekehren zu muessen, fuer gefaehrlich. Ganz unabhaengig davon, ob ich diese werte teile.
Auch die Leute von ISIS glauben ja, dass ihre Werte die besseren sind.

@Dirk Moebius: Dann gibt es für Sie keine Werte, die man verteidigen sollte. Also lieber friedlich im Lager unterdrückt werden, als für seine Rechte und die Rechte anderer – zum Beispiel nicht ausgepeitscht zu werden – zu kämpfen. Sie sind eine Quell der Freude für jeden Unterdrücker.

Es gibt Werte, die zu verteidigen sind. Wie wertvoll diese Werte sind, merkt man in der Regel erst, wenn sie weg sind. Es gab da mal ein kleines Land, in dem selbst Aktion Sühnezeichen oder Amnesty als "Feindobjekte" galten, wie ich dieser Tage eher zufällig in einem Blog las, was selbst mir bis dato unbekannt war. Langer Rede kurzer Sinn: ich möchte auf keinem Fall in Ländern leben, dass sich solche "Feindobjekte" leistet und diese mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft.

Sehr geehrter Herr Junge, Ihren Vorschlag zu meinem Nickname nehme ich gerne auf. Ihre Interpretation meiner Aussagen will ich hingegen nicht unkommentiert stehenlassen. "Sie relativieren den Terrorismus, indem Sie an der Schuldfrage rumbasteln." Mein Punkt war genau der, dass beide getrennt betrachtet werden müssen. Eben dadurch will ich vermeiden, an der Schuldfrage "rumzubasteln" oder diese zu relativieren. Menschen sind für ihre eigenen Handlungen verantwortlich und somit sind die Schuldigen an den Attentaten in Paris die Attentäter selbst und deren Drahtzieher. Dennoch sollte die Ursachenforschung über die Tat hinausgehen, für die nur das Individuum verantwortlich ist. Das darf nicht bedeuten, dass Ursache und Verantwortung sich relativieren. Würden Ursachen die individuelle Verantwortung schmälern, müssten wir die Vorstellung vom erkenntnisfähigen, selbstbestimmten Individuum aufgeben, die Grundlage aller demokratischen Gesellschaftsorganisation sein muss. Umgekehrt können wir das Individuum ja aber wohl schlecht als Monade betrachten, oder? Das hieße ja jeden Begriff von Gesellschaft und Geschichte aufzugeben. Soviel dazu, was ich meinte, wenn ich sage, dass Schuld und Ursachen zwei Dinge sind. Sie unterstellen mir allein aufgrund meiner rein formalen Unterscheidung bereits inhaltliche Positionen. Ich darf Sie beruhigen, dass ich sicher nicht in der Kleidung des Opfers die Ursache einer Vergewaltigung suchen würde. Ich würde auch nicht, um mal ein ganz anderes Beispiel zu benennen, die Ursache für die Krise suchen bei den Bankern suchen, ohne sie gleichwohl von der Verantwortung für ihr Handeln freisprechen zu wollen. Auch darüber, wer zuerst "aktiv" mit der Gewalt im begonnen habe (IS oder Frankreich?!?), habe ich nichts gesagt und würde auch nicht glauben, dadurch sinnvolle Aussagen über die Ursachen der Anschläge von Paris treffen zu können. Nichtsdestotorotz ist aber Ursachenforschung jenseits (!) der Schuldfrage nötig, da wir uns als Gesellschaft sonst wohl nicht vom Fleck bewegen werden…

Verschiedene Staatsformen/Lebensweisen sind dank Medien/Internet bekannt bzw.
Final ist die Bevölkerung eines unabhängigen Staates dafür verantwortlich wie sie regiert wird. In Europa gab es viele Revolutionen. Diktaturen wurden teilweise erst vor wenigen Jahren überwunden bzw. existieren je nach Ansicht noch.

Die UN hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Menschenrechte eingehalten werden. Falls erforderlich kann dies auch militärisch erfolgen. Das aktuelle Säbelrassel mit möglichen Kiregseinsätzen in der halben Welt kann ich nicht nachvollziehen, da mir ein langfristiges Konzept fehlt, das nur durch die heimische BEvölkerung kommen kann. Warum sollen wir bspw. in Syrien,Afghanistan, Irak, Mali, Somalia, Nigria, Eritrea etc. für die Freiheit kämpfen, wenn die Bevölkerung das nur in einem sehr geringen Umfang macht?

Für die Sicherheit erscheint mir eine Sicherung der eigenen Grenzen evtl. auch EU-Außengrenzen sinnvoller.

@ Dirk Moebius # 17

"Das gilt aber dann gleichermassen fuer Leute,die andere Laender bombardieren und dabei billigend den Tod vieler Zivilisten in Kauf nehmen…"

Terroristen nehmen den Tod von Zivilisten nicht nicht nur billigend in Kauf, sondern machen ihn zum eigentlichen Ziel ihrer Handlung und damit das Kriegsverbrechen zum Kriegsprinzip.

….weil sie der Meinung sind, ihre eigenen Massstaebe haetten fuer alle Welt zu gelten."

Wer (notfalls) mit Gewalt die Demokratie verteidigt, bzw. Menschen die sie (verteidigen) wollen, der setzt nicht s e i n e Massstäbe für alle Welt durch, sondern ein System in dem Niemand nur seine eigenen Massstäbe durchsetzen darf. Er tut also genau das Gegenteil von dem, was sie hier unterstellen.

Aber ich stimme mit ihnen überein, dass man die Demokratie nicht herbei bomben kann und nicht sollte. Aber – und da differieren wir wohlmöglich – man muss die Kräfte in einer Diktatur, egal ob diese aufgezwungen oder kulturell tradiert oder beides ist, angemessen unterstützen, die die Demokratie ernsthaft wollen.

@Abu Robert, "Nichtsdestotorotz ist aber Ursachenforschung jenseits (!) der Schuldfrage nötig, da wir uns als Gesellschaft sonst wohl nicht vom Fleck bewegen werden…"
Der Satz ist gut, ähnlich gut wie die Idee, die andere Wange hinzuhalten, wenn man schon geschlagen wurde.
Immerhin zeigt das, daß Sie Humor haben, denn aus meiner Sicht wird die Welt nicht von alten Männern mit niedrigen Testosteronspiegel bewegt, sondern wie hier im Beispiel von jungen Männern mit enormen Testosteronüberschuß, von denen etliche zum Selbstschutz besser in der Gummizelle bewahrt werden sollten. Die morden bereits in der gesamten Welt, bisher hauptsächlich in islamischen Ländern, jetzt aber auch in Europa. Tut mir Leid, aber mit denen wird man nicht reden können, schon gar nicht über Monaden und Individuen.
Schon allein wegen dieser Idee würden Sie, falls Sie das Unglück hätten, denen in die Finger zu fallen, vermutlich einer schweren körperlichen Züchtigung unterworfen, falls der Kopf dran bleiben sollte.

dirk moebius, ich erkläre es Ihnen gerne noch mal. Das kleine Land war die DDR und als "Feindobjekte waren "feindlich-negativen Organisationen", wie amnesty, Aktion Sühnezeichen, Greenpeace, so wie diverse Friedensorganisationen innerhalb und außerhalb des "1. Friedensstaates auf deutschen Boden" wurden von der STASI als Feinde "mit allen Mitteln bekämpft". Auch außerhalb "Sowjetdeutschlands." Klaro?
Ich glaube auch nicht, dass es die Absicht der westlichen Regierungen ist, irgendwen dort unten überzeugen zu wollen., sondern die wollen wohl eher verhindern, dass Islamisten uns bekehren können. Über die Mittel mag man streiten, darüber sollte aber das Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Mit Bomben kann man kaum wen bekehren, aber hin und wieder wen befreien. Polen, Belgier, Franzosen und auch viele Kolonien wurden durch Bomben befreit.

ich sehe gerade, dass ich vergessen habe, dies mit "allen Mittel" bekämpfen" nicht als Zitat ausgewiesen habe. Sie dürfen mich in Zukunft Guttenberg nennen. Das Missverständnis mag wohl auf dieser Auslassung beruhen.

Ihr fordert also das Deutsche Soldaten die ihr doch imme rals Mörder bezeichnet Völkerrechstwidrig in Syrien eingreifen sollen?Um dann wenn in Afghanistan Zivilisten getroffen werden gleich wieder MÖRDER MÖRDER zu rufen(aber in Dresden wars ok!-das in Syrien %tual wesentlich mehr Judenhasser wohnen als jemals in Deutschland int. euch auch nicht)?
Um wenn der Krieg vorbei ist und ein noch schlimmerer Diktator an die Macht kommt wieder den Westen die Schuld zu geben?

Denn wir sind ja immer schuld ob wir Bomben oder nicht,ist es nicht so?

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