Der Ruhrpilot

Braunkohletagebau Bergheim Foto: Alexander Orth Lizenz: Gemeinfrei


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9 Kommentare

@#1:
Ja, weil – wie es im Artikel steht – das Kühlwasser als Grubenwasser aus den Tagebauen kommt und daher kühl genug ist. Die frohe Botschaft lautet also: Diese Kraftwerke können nicht durch zu warmes Kühlwasser die Natur schädigen, weil die Natur vorher schon für den Brennstoff komplett weggebaggert wurde und dadurch kühleres Kühlwasser zur Verfügung steht.

Ja Hurra.

Irgendwo muss der Strom doch herkommen, oder nicht. Ökostrom scheidet aus, da zu teuer und zu unzuverlässig. Außerdem sind renaturierte Tagebauten und Steinbrüche in mehr als einer Hinsicht nützlich wie man sieht.

a) Sie haben gerade selbst einen Artikel über die Unzuverlässigkeit von Atom- und Steinkohlekraftwerken bei heißem Wetter verlinkt. Da wirkt es irgendwie begrenzt logisch und ehrlich, jetzt Unzuverlässigkeit nur dem Ökostrom vorzuwerfen.

b) Ja, das rücksichtslose Wegbaggern ganzer Landschaften, wofür man dauerhaft (wobei ich nicht weiß, ob nur während des Abbaus oder noch nach der Renaturierung – ich fürchte fast, Sie haben recht und das ist eine Ewigkeitsaufgabe auch nach der Renaturierung) Grubenwasser abpumpen muss (in anderen Worten: das aus der Umgebung hineinströmende Grundwasser wegkippt), für eine höchst ineffektive und klimaschädliche Stromerzeugung – hat hier ein paar Wochen im Jahr auch mal einen Vorteil. Wie gesagt: Hurra.

c) Ja, dieser eine Punkt, der zur Versorgungssicherheit beiträgt, ist ein positiver Aspekt der Braunkohle (genauer: der einzige). Aber erstens hat dieser direkt einen korrespondierenden negativen Aspekt, nämlich die schlechte Regelbarkeit, die dafür sorgt, dass Braunkohlekraftwerke auch weiterlaufen, wenn sie gar nicht gebraucht werden, weil es genug anderen Strom gibt. Zweitens gibt es ja nun diverse andere Möglichkeiten, die Versorgung sicherzustellen (speichern , intelligente Netz- und Verbrauchssteuerung, Zuschalten kurzfristiger regelbarer Kraftwerke wie Gaskraftwerke). Daran – vor allem am Speichern – muss sicher noch gearbeitet werden, es ist aber ebenso sicher kein Grund, ausgwerechnet an der klimaschädlichsten Form der Stromerzeugung überhaupt festzuhalten.

d) Das "Irgendwo muss der Strom ja herkommen"-"Argument" ist ja nun nichts anderes als das Eingeständnis, das man überhaupt nichts ändern will, egal, welchge negativen Folgen der aktuelle Zustand hat, und sich für Alternativen auch gar nicht interessiert. Ja, natürlich muss er irgendwo herkommen (soweit man ihn nicht einsparen kann – ganz absurde Idee, dass man auch an der Seite intelligent was machen kann) – das ist banal. Deswegen vergleicht man die verschiedenen Möglichkeiten mit ihren diversen positiven und negativen Aspekten. Da kommt Braunkohle nun mal ziemlich weit hinten.

e) Ich würde die heutigen Ökostromskeptiker ja gerne mal mit ihren Aussagen von vor 20-30 Jahren (oder so) konfrontieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die heutigen Ökostromraten als völlige Fantasterei gegolten hätten. Ich denke, man kann da auch weiter ganz optimistisch auf den technischen Fortschritt bei Ökostromerzeugung, -verteilung und -spreicherung setzen. Aber gut, Technikskeptiker wie Sie gibt's wohl immer.

@ paule t.,e.) Nun haben die Stromverantwortlichen eigentlich noch nie so wirklich als Realisten sich entpuppt. Wenn die vielen AKWs, die man im Atomwahn geplant hatte, nicht gebaut würden, und zwar schnell, so würden in den 80ern die Lichter ausgehen. Wenn man bedenkt, dass die atomaren Blütenträume zahlenmäßig nicht Wirklichkeit wurden, dazu einige Atomanlagen nie oder nur kurz am Netz waren bzw. der Bau abgebrochen wurde und andere schon stillgelegt sind, dann wird klar, dass es den o.g. Herren damals an Sachkenntnis mangelte, nicht aber an Profitstreben. Ein gigantisches Geschäft war es dank staatlicher Förderung allemal.
Jeder, der damals diese Wahrheit aussprach, war, wenn nicht Kommunist, so doch nicht auf dem Boden der FDGO stehend, bestenfalls ein utopischer Weltverbesserer.
Auch wenn die Kommunisten hierzulande eher selten eine gute Presse hatten, in Sachen Atomstrom hatten sie die lange, zumindest bis zu jener "Havarie" Ende April 86. Die änderte einiges.

Sie haben was falsch verstanden.

Gegenwärtig müssen einige konventionelle Kraftwerke ihre Leistung reduzieren, dass kann man nicht mit der rein zufälligen Produktion von Ökostrom vergleichen, die im Winter mitunter für Wochen auf fast null fällt. Stichwort 'fallen', wir haben schon die zweithöchsten Strompreise in der EU und die werden weiter steigen.

Ah. Es ist also ganz was anderes, wenn große Atom- und Kohlekraftwerke wetterbedingt ausfallen, als wenn Wind- und Sonnenstrom wetterbedingt schwankend produziert werden. Letzteres zeugt von Unzuverlässigkeit dieser Energien, ersteres keinesfalls.

Das hatte ich in der Tat nicht verstanden. Vielen Dank für die Erklärung.

Was für Ausfälle?

Die gibt es nur bei PV und WKA und das so regelmäßig, dass konventionelle Kraftwerke stets mitlaufen müssen. Weswegen das mit dem C02 sparen auch nix wird. Und diese Kraftwerke sind keineswegs ausgefallen, einige müssen lediglich ihre Leistung reduzieren.

Ohne Worte.

Naja, ich empfehle den Mitlesern die Lektüre des von Gerd verlinkten Artikels. Dann mögen sie sich selbst eine Meinung bilden, ob es wirklich nur die erneuerbaren Energien sind, die nicht immer zuverlässig sind.

Ich für meinen Teil bin ein technikoptimistischer Mensch und recht sicher, dass man die Schwankungsprobleme der Erneuerbaren auch noch besser in den Griff bekommen wird – nachdem man mit der Produktion selbst schon besser dasteht, als die Technikskeptiker es für möglich gehalten hätten.

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