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11 Kommentare

“Weil nämlich wenn man Erfolg hat ins Visier der sozialdemokratischen Umverteiler gerät und sich bei Misserfolg ihres Spotts und Häme sicher sein kann.”

Das stimmt und gilt nicht nur für Freiberufler und Unternehmer. Es gilt für jeden, der das ehemals sozialliberale Ideal vom Aufstieg durch Bildung und Leistung verfolgt. Der SPD sind selbst-denkende Bürger suspekt, sie sucht und bindet ihre Wähler durch Erhaltung der Abhängigkeit von Sozialtransfers. Beste Beispiele sind Berlin und Ruhrgebiet.

Natürlich ist der Unternehmer, selbst wenn er scheitert, Millionen Euro und Tausende Arbeitsplätze versenkt, ein wichtigeres und wertvolleres Mitglied als Tausende Polizisten, Lehrer, Finanzbeamte, etc, die in der Regel nicht für exorbitante Summen ihrer Arbeit nachgehen und dafür sorgen, dass es halbwegs läuft in diesem unserem Lande. Ich kann diese hämischen Anwürfe auf die unzähligen Staatsbedienstete, die nur ihre Arbeit machen, nicht mehr hören. Schwarze Schafe gibt es überall!!!

Lindner hat die SPD da sehr schön auf dem Punkt festgenagelt; allerdings ist sein Gebashe des öffentlichen Dienstes auch eine Unverschämtheit, mit der er sich direkt wieder disqualifiziert. Das ewige Drama der FDP…

“So, das hat Spaß gemacht.”
“Das hat man gemerkt!” 🙂

@#1 Frank: Ich kenne die Häme sozialdemokratischer Arbeiter – vor allem in den damals gut dotierten Kohle- und Stahl-Jobs – noch aus den ausgehenden 70ern und 80ern, als Studenten “faule Langhaarige” waren, die “erst mittags aufstehen”. Diese egomanisch-romantische Verklärung des “harten Malocher-Daseins” gibt es heute noch und hat nichts mit einer angeblichen “Bindung der Wähler durch Erhaltung der Abhängigkeit von Sozialtransfers” zu tun.

Dass Verantwortung für den eigenen Lebensunterhalt und evt. den von eigenen Angestellten mehr Grips und Wagemut benötigt als das Stempeln der Karte an der Stechuhr, ist eine Binsenweisheit, auf die manche SPDler halt neidisch sind. Bevor sie sich dann freuen, um 17 Uhr am Garten am Grill stehen zu können.

Christian Lindner hat fast sein ganzes leben vom Staat gelebt.

Vater Lehrer, dann Zivildienst, Studium, parallel Reservelaufbahn bei der Bundeswehr und “unternehmerische Tätigkeit”, die darin mündete, dass – wenn die Zahlen stimmen – 1,2 Mio Euro öffentlicher Gelder der KfW verbrannt wurden, danach Landtagsabgeordneter, FDP-Generalsekretät, Bundestagsabgeordneter, Bundesminister und dann wieder Landtagsabgeordneter.

Aber reden kann er, dass sich die Balken biegen.

Mir als Freiberufler erscheint die Mentalität vieler Festangestellten jeder Art auch immer wieder seltsam, erst recht wenn sie im Staatsdienst sind. Sie kennen in der Mehrzahl schlicht nicht das Gefühl, dass einen beschleicht, wenn man nur noch für 3 Monate über Einkommen verfügt, falls man keinen neuen Auftrag bekommt.

Sie haben in der Regel auch ein ganz anderes Verhältnis zur Krankheit bzw. sind sie einfach häufiger krank als ich. Viele von ihnen bekommen auch erhebliche Abfindungen wenn sie denn doch entlassen werden, und das unabhängig davon wie gut sie in ihrem Job waren. Wenn ich dagegen nur einen einzigen Fehler mache, bekomme ich einfach keine Aufträge mehr.

Nichtsdestotrotz gibt es unter ihnen natürlich genauso engagierte und verantwortungsvolle Leute wie unter denen die nicht das Privileg der Festanstellung haben. Auch im Staatsdienst. Auch für sie ist der Arbeitsdruck in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Aber das auf Basis einer lebenslangen Sicherheit die weltweit ihres gleichen sucht.

Ich wollte dafür nie die Zwänge der Festanstellung eingehen und habe von daher auch keinen Grund, mich in irgendeiner Weise benachteiligt zu fühlen. Wenn ich aber sehe, wieviel gute Leute keinen Job oder nur prekäre Anstellungsverhältnisse haben und wieviel Nieten über unkündbare Stellen verfügen, dann wäre an dieser Stelle dringen eine gesellschaftliche Umverteilung nötig. 🙂

@ Arnold Voss

wenn ich bei Ihnen lese:

“Wenn ich dagegen nur einen einzigen Fehler mache, bekomme ich einfach keine Aufträge mehr.”

tippte ich, Sie sind selbstständiger Sprengmittelräumer?

Guter Witz! Aber es gibt auch in meinem Bereich Fehler die einen “den Kopf” kosten können. Einfach mal selbstständig werden, dann vergeht ihnen das Scherzen darüber. 🙂

@#7 Bernd WIlksner: Sie wissen, wieviel Zeit und Geld ein Selbstständiger ohne Garantien investieren muss, um einen Auftrag zu bekommen und auch zu behalten? Der ebenso lächerliche Spruch “Hier muss ja noch Geld mitbringen, um arbeiten zu dürfen!” ist für unsereiner schon längst Realität.

@ Thomas Weigele #2
Es sind aber die wenigsten Unternehmer die mit “…tausenden Beschäftigten…”
Die Masse der Unternehmer hat unter 25 Beschäftigte, arbeiten weit mehr als die Regelarbeitszeit im ÖD und kommen gerade so über die Runden. Dafür dürfen sie sich vom Staat kujonieren lassen, z.B. bei der Vergabe von Öffentlichen Aufträgen (in NRW besonders aufwendig, weil Rote und Grüne ihre Wunschzettel aneinander gehängt haben), bei der Steuererklärung ( die bei unserer Steuergesetzgebung niemals fehlerfrei sein kann und ein Existenzrisiko für die kommenden zehn Jahre beinhaltet), bei sich widersprechenden Vorschriften der verschiedenen Kontrollorgane des (sic!) öffentlichen Dienstes, die im Einzelfall zu Ungunsten des Unternehmers ihre Streitigkeiten ( Wer hat den längsten; das Ordungs- oder das Gesundheitsamt? Die Berufsgenossenschaft!).
Zudem müssen sie sich von Nahles (die ja nun wirklich nicht im Verdacht steht, je in Ihrem Leben einer Erwerbsarbeit außerhalb der Partei nachgegangen zu sein) unter Generalverdacht stellen lassen.
Würde ich so von Hartzern sprechen wie Nahles von Unternehmern, würde meine Kommentare nicht angezeigt.
Wieso erfahren wir eigentlich nichts über den Namen und die Biographie des Zwischenrufers?

“Wieso erfahren wir nichts über die Biografie des Zwischenrufers?” Das weiß ich nicht, warum das bei Ihnen der Fall ist? Ich habe hier schon öfters auf meine lange und bewegte Laufbahn als angestellter Sonderschullehrer im Ersatzschuldienst für Erziehungsschwierige und Lernbehinderte hingewiesen, keinen Hehl aus meiner ehemaligen Profession gemacht.

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