Der erste Tote des 11. September

Ahmed Shah Massoud, Kommandant der Nordallianz
Ahmad Shah Massoud, Kommandant der Nordallianz

Am gestrigen Sonntag vor nunmehr unglaublichen 17 Jahren starb Ahmad Shah Massoud, der Löwe vom Panschirtal. Seine Ermordung war die Ouvertüre zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Ein Gastbeitrag von Waldemar Alexander Pabst.

Er war Held meiner jungen Jahre. Noch bevor man wusste, wie er aussieht, wurde er unsterblich gemacht in Rambo III. Der Mann, der maßgeblichen Anteil am Niedergang der Sowjetunion und letztlich am Sieg der Freiheit im Kalten Krieg hatte.

Im Afghanistan der 90er gelang es ihm nicht, die von Pakistan infiltrierenden Taliban aufzuhalten, die kaum etwas mit dem Widerstand gegen die Russen zu tun hatten und erst nach dem Abzug der Sowjets auf dem Schauplatz erschienen. Massoud gab Kabul auf und bildete die Nordallianz, entschlossen, ein demokratisches Afghanistan zu errichten, als Held seines Volkes der vielleicht einzige, dem es hätte gelingen können und der der gesamten Entwicklung zum Islamismus, zum Hass, zur heute unüberwindbar scheinenden Trennung von Orient und Westen hätte entgegenwirken können.

Osama bin Laden war klar, dass die Amerikaner den Kampf der freiheitlich gesonnenen Afghanen nach dem Jahrhundertanschlag auf das World Trade Center unterstützen und ihm damit in Massoud ein mächtiger Gegner erwachsen würde. Als Journalisten getarnte Selbstmordattentäter al Qaidas ermordeten ihn am 09.09.2001. Ich erinnere mich als wäre es gestern, an mein Entsetzen und meine Trauer, da ich es erfuhr. Ein unheimlicher schockierter Sonntag und die Frage nach dem warum jetzt, was bedeutet dies?

Der Dienstag würde die Frage beantworten. Der Löwe vom Panschirtal, Ahmad Shah Massoud, war der erste Tote des 11. September.

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