Der BVB geht erstmals seit Jahren wieder als krasser Außenseiter in das Revierderby gegen S04

Hans-Joachim ‘Aki’ Watzke vom BVB. Foto: Robin Patzwaldt

Es bleibt weiterhin weitestgehend unerklärlich, was aktuell bei Borussia Dortmund so abgeht. Gestern Abend unterlag der BVB im eigenen Stadion, wo er zuletzt lange ungeschlagen war, einmal mehr, diesmal gegen die Tottenham Hotspurs, und muss nun weiter um das Überwintern auf europäischer Bühne zittern, ist inzwischen tatsächlich auf einen Misserfolg von APOEL Nikosia beim abschließenden sechsten Spiel der Champions League-Gruppenphase in Tottenham angewiesen, wenn man nach der Winterpause zumindest in der Europa League mit Sicherheit weitermachen möchte. Kaum zu glauben!

Trainer Peter Bosz wirkt derzeit immer ratloser, bemüht sich allerdings nach wie vor nach Kräften darum den Glauben an eine nahende Trendwende nicht gänzlich schwinden zu lassen. Zumindest öffentlich. Die Anzahl seiner Unterstützer unter den eigenen Fans und bei den bekannten Medienvertretern befindet sich seit Tagen schon in einem schier dramatischen Sinkflug. Kaum jemand scheint ihm noch den Umschwung zuzutrauen.

Die Ausgangslage vor dem am Samstag anstehenden Revierderby ist daher so klar, wie schon seit Jahren nicht mehr. Galten diese Derbys bisher immer als sogenannte ‚50:50-Spiele‘, wo beide Teams berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg haben dürfen, muss man die Schwarzgelben diesmal wohl tatsächlich als krassen Außenseiter gegen Schalke 04  ansehen. Und das bei einem Heimspiel in Dortmund!

Ein einfacher Punktgewinn gegen den Nachbarn aus Gelsenkirchen wäre in der aktuellen Verfassung der Hausherren von diesen sicherlich schon als ein Teilerfolg anzusehen.

Wie konnte es soweit kommen, wo der BVB in den letzten Jahren doch fast ausnahmslos vor den Schalkern in der Tabelle platziert war?

Diese Frage werden sich aktuell wohl auch Club-Boss Aki Watzke und Manager Michael Zorc intern stellen. Die ruhige Phase, in der sich der BVB seit der Amtsübernahme von Jürgen Klopp im Jahre 2008 (mit Ausnahme des schwachen letzten Klopp Jahres 2014/15) befand, droht in diesen Tagen jedenfalls gerade endgültig beendet zu werden.

Und das durchaus selbstverschuldet, wie man als Beobachter feststellen muss, waren die jüngsten Personalentscheidungen der beiden hauptverantwortlichen Protagonisten zuletzt offenkundig zumindest unglücklich.

Man erkennt an diesem Fall wieder einmal ganz grundsätzlich, wie fragil eine solche Sportmannschaft doch ist, wie rasch aus einem überlegt und strategisch agierenden Titelanwärter ein ratloser ‚Hühnerhaufen‘ werden kann.

Doch bevor jetzt das freudige Messerwetzen der Missgünstigen losgeht, mit dieser Erfahrung sind die Westfalen längst nicht alleine. Auch die übermächtigen Bayern zogen bekanntlich kürzlich erst die Notbremse, als man dort den Fehlgriff Carlo Ancelotti öffentlich einräumen musste, den Wunschnachfolger von Pep Guardiola, urplötzlich durch den ‚Notnagel‘ Jupp Heynckes ersetzen musste. Mit Erfolg bisher, in diesem Fall. Und auch auf Schalke weiss man durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre, wie schnell das Team in eine unerklärliche Krise schlittern kann. Schadenfreude ist also unangebracht.

Und hier liegt auch der Knackpunkt in der Debatte rund um den derzeitigen Dortmunder Übungsleiter. Diesen mit harschen Worten zu kritisieren fällt bei den Ergebnissen der letzten Wochen logischer Weise nicht schwer. Wer seit Wochen schon nur gegen den Drittligisten aus Magdeburg im DFB-Pokal gewinnen konnte, der genügt am Ende eben nicht den gehobenen Ansprüchen in Dortmund.

Doch welcher Übungsleiter gäbe aktuell einen geeigneten Nachfolger ab? Wer ist verfügbar? Wem traut man den Umschwung, die Trendwende, eher zu als Bosz?

Hier gerieten die Dortmunder, sollten sie Bosz in Kürze tatsächlich von seiner Aufgabe entbinden, wohl rasch in eine ähnliche Notlage wie kürzlich auch schon die Bayern, welche ja nicht grundlos ausgerechnet Heynckes aus dem Ruhestand zurückholten.

Außer Thomas Tuchel gibt der Trainermarkt in diesem Lande zu dieser Jahreszeit naturgemäß wenig Namhaftes her. Und für ein weiteres Experiment auf der Trainerbank ist der trudelnde BVB aktuell sicherlich nicht der richtige Club.

Wenn man sich auf Seiten der Fans aktuell also in immer größer werdender Anzahl derzeit so gerne vom Niederländer trennen möchte, so bleibt die Frage nach einem geeigneten und verfügbaren Nachfolger dann auch vielfach in den dort geführten Debatten schlich unbeantwortet.

Und da ist die Situation von Watzke und Zorc, welche ebenfalls immer heftiger kritisiert werden, am Ende eben doch deutlich komplizierter. Sie dürften nicht nur die Kündigung für den 54-jährigen Übungsleiter aussprechen, sie müssten eben auch direkt mit einer guten Lösung für die Nachfolge aufwarten.

Fakt ist, in Gelsenkirchen wird man sich in diesen Tagen doppelt darüber freuen. Die überwiegend handwerklich und unspektakulär daherkommende Truppe der Knappen, welche derzeit, durch die Schwäche vieler anderer Teams, etwas überraschend auf Rang Zwei der Liga rangiert, hat es nun in der eigenen Hand in Dortmund ein noch größeres Durcheinander auszulösen als es in diesen Tagen eh schon herrscht.

Und zu verlieren haben die Königsblauen am Samstag selber eigentlich nicht viel. Der BVB hingegen steht unter einem massivem Druck. Und mit dem konnte die Bosz-Truppe in den vergangenen Spielen so gar nicht mehr umgehen.

Schwere Beine durch das jüngste Champions League-Spiel und ein inzwischen arg verunsichertes Selbstvertrauen werden es den Dortmundern am Samstag vielleicht sogar schwerer machen als die Schalker selber, welche, wie schon so viele Gegner zuletzt, vermutlich im Derby nur auf ihre Gelegenheiten (durch Dortmunder Fehler begünstigt) lauern müssen. Für die Gäste also eine mehr als komfortable Ausgangslage.

Lange war die Ausgangslage vor einem Derby nicht mehr so klar. Ob der BVB mit der neuen Rolle als krasser Außenseiter im Revierderby klarkommt? Viel deutet wahrlich nicht darauf hin in diesen Tagen…

25 Kommentare

Unsinn, der BVB ist trotz allem klarer Favorit am Samstag. Ein Blick auf die Quoten belegt dies eindeutig. Aber vielleicht ist Robin ja schlauer als die Buchmacher. Dann wird er wohl in naher Zukunft Multimillionär sein.

Ja @Robin, der BVB ist diesmal trotz Heimspiel nicht der Favorit im Revierderby. Das einzige, was noch Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass dieses Derby ein Alleinstellungsmerkmal hat, dass es dem einen oder dem anderen Reviernachbarn in der Vergangenheit durchaus mal gelungen ist, trotz einer schlechten Ausgangssituation zu gewinnen, zumindest zu punkten.

Die Bilanz in der CL diese Saison ist jetzt endgültig desaströs, der BVB spielt die schlechteste CL-Gruppenphase der Klubgeschichte. Keines der bisherigen 5 Spiele konnte gewonnen werden, nicht mal in der heimischen "Festung", noch schlimmer, man blamierte sich gleich zweimal gegen das zweit- oder sogar drittklassige Nikosia.
Dass der BVB jetzt immer noch darum zittern muss, überhaupt vor Nikosia dritter der Gruppe zu werden, um in der EL weiterspielen zu können, ist peinlich.

In der CL hat man damit das ausgegebene Saisonziel bereits verpasst, das kratzt auch am sportlichen Image und man muss auch auf einige Millionen Euro Mehreinnahmen verzichten. Zudem ist der BVB in der Liga im freien Fall, legte in kurzer Zeit eine Negativserie hin, die es so allenfalls vor Jahrzehnten mal gegeben hat.
Die Lage ist also ernst und die Statements des Trainers, des Kapitäns usw. klingen immer gleich. Jetzt klammert man sich an die Aussicht, mit einem Derbysieg den Befreiungsschlag vielleicht doch noch schaffen zu können. Allerdings sind die Probleme derart tiefgreifend, dass selbst der Derbysieg alleine nicht reichen würde, um eine Trendwende einzuleiten.

Die Ursachen dieses sportlichen Absturzes sind vielfältig, aber eindeutig hat auch der Trainer seinen Anteil daran. Als er verpflichtet wurde, wusste man was kommt. Er zieht normalerweise ohne Kompromisse sein System durch, 4 : 3 : 3, Mischung aus Ballbesitzspiel und Gegegenpressing, wobei die Mannschaft sehr hoch auf dem Platz steht. Dieses System ist riskant, ist auch fehleranfällig, verzeiht keine Fehler.
Deshalb hätte es Bosz behutsamer und nicht so radikal installieren dürfen. Spätestens nach Problemen gegen starke Teams und nach dem auch schwächere Teams das ganze entschlüsselt und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen gefunden hatten, hätte Bosz umdenken und einen Schritt zurückgehen müssen in der Umsetzung seines Systemes, hätte sich flexibel und anpassungsfähig zeigen sollen.

Jetzt aber zeigen solche Veränderungen nur noch begrenzt Wirkung, wie man gegen Tottenham sehen konnte. Denn Verunsicherung hat sich breit gemacht, das Selbstvertrauen ist weg, jeder hat Angst, Fehler zu machen und macht sie dann erst recht. Spätestens nach dem 1 : 1 war es vorbei, ist das Team wieder in sich zusammengefallen.

Auch die eine oder andere personelle Entscheidung des Trainers ist schwer nachvollziehbar.

Die Bosse aber, die Bosz verpflichteten, wollten ja nach eigener Aussagen genau die Spielweise haben, die Bosz bevorzugt. Das sei spektakulär, das wolle man sehen, meinten sie. Es war auch bekannt, dass Bosz stur an dieser Linie festhält. Das zeigten seine bisherigen Trainerstationen. Das Problem: Bosz arbeitete zuvor in eher schwächeren Ligen, nicht in einer der großen vier europäischen Ligen und in der niederländischen Liga wird das riskante System über eine Saison gesehen nicht so bestraft, während in der Bundesliga fast jede Mannschaft Probleme bereiten kann und die meisten Teams taktisch sehr flexibel agieren, zumindest aber hinten dicht machen können.
Auch auf CL-Niveau hatte Bosz zuvor keinerlei Erfahrungen.

Bosz ging die Aufgabe an ohne die durchgängig höhere Qualität der Bundesliga und die noch höhere Qualität der CL in der Umsetzung seiner Spielphilosophie ausreichend zu berücksichtigen. Das rächt sich jetzt.

Wenn Du schreibst @Robin: "Man erkennt an diesem Fall wieder einmal ganz grundsätzlich, wie fragil eine solche Sportmannschaft doch ist, wie rasch aus einem überlegt und strategisch agierenden Titelanwärter ein ratloser ‚Hühnerhaufen‘ werden kann", dann trifft das den Nagel auf den Kopf.
Jeder Topklub muss Jahr für Jahr vieles richtig machen und kann sich keine gravierenden Fehler leisten, nur dann kann man sich oben halten und das ist dem BVB jetzt über längere Zeti auch gelungen. Die Bosse haben in den letzten mehr als 10 Jahren also schon vieles richtig gemacht, haben aber seit Monaten nicht gerade eine gute Phase, haben kein glückliches Händchen, sowohl bei ihren Entscheidungen als auch bei ihrer Außendarstellung.

Eine Schlüsselfigur ist immer der Trainer. Da hatte man mit Klopp großes Glück, das passte perfekt. Auch mit Tuchel hat man, was das sportliche angeht, einen guten Griff getan, Tuchel arbeitete sportlich sehr erfolgreich, erreichte jeweils alle Saisonziele, hat sie teilweise sogar übertroffen und das mit fast dem gleichen Kader, der auch jetzt zur Verfügung steht.
Aber intern passte es offenbar mit Tuchel nicht, nicht nur zwischen Watzke und Tuchel, sondern nach allem, was bisher bekannt wurde, wohl auf mehreren Ebenen, wie jetzt auch der leider wechselnde Chefscout Mislintat nochmals bestätigte. Irgenwann war wohl leider keine Vertrauensbasis zu Tuchel mehr da.
Allerdings müssen sich die Bosse vorwerfen lassen, die ganze Tuchel-Geschichte bis hin zur Trennung schlecht gemanagt und kommuniziert zu haben. Und auch bei der Nachfolgersuche agierten sie unglücklich, setzten zunächst auf Favre, der aber vom Typ her gar nicht gepasst hätte und sich bei mehreren Klubs mit Bossen überworfen hatte. Favre bekam keine Freigabe, also verpflichtete man die Nr. 2 auf der Liste, Bosz.
Eine derart zentrale Personalentscheidung hätte man besser angehen und lösen müssen. Denn ein Fehlgriff auf der Trainerposition ist mit das schlimmste, was passieren kann, ist aber zahlreichen Klubs schon passiert.

Man muss sich nichts vormachen, Bosz ist bereits so früh in der Saison angezählt und sollte auch noch das Derby verloren gehen, wackelt sein Stuhl gewaltig. Gewinnt der BVB das Derby werden die Bosse sicherlich versuchen, mit Bosz zumindest bis zur Winterpause über die Zeit zu kommen, um dann alles nochmals analysieren zu können.
Dass eine vorzeitige Trennung von Bosz auch eine schwere Niederlage für Watzke und Zorc wäre, steht außer Frage.
An der Qualität des Kaders, die sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert hat, kann man das ganze nicht schwerpunktmäßig festmachen. Nikosia z. B. muss man auch mit der B- oder C-Besetzung schlagen. Aber auch in dieser Hinsicht muss das eine oder andere für die Zukunft hinterfragt werden. Alles richtig gemacht hat man sicherlich auch da nicht.

Ja @Robin, es stellt sich die Frage, wer denn bei einer Trennung von Bosz die Nachfolge antreten könnte. Da sind – wenn überhaupt – kaum Trainer auf dem Markt, die mitten in der Saison für ein Topteam in Frage kommen. Der BVB käme also bei einer vorzeitigen Entlassung des Trainers wieder in eine neue Verlegenheit.

Dass jetzt ausgerechnet dem Derby eine fast schicksalhafte Bedeutung zukommt, hat schon was. Die Schalker können den BVB tatsächlich noch tiefer in die Krise schießen und damit evtl. sogar den Trainer kippen, die Bosse in größte Nöte bringen.
Ich hoffe, dass das dem BVB erspart bleibt, sich alle zusammenreißen und das Derby gewonnen werden kann. Ein Punkt nur wäre zu wenig.
Es ist auf jeden Fall ein richtungsweisendes Spiel für alle Beteiligten des BVB und danach sieht man noch klarer, wohin die Reise geht. Es bleibt leider sehr spannend!

1.
Robin,
Ja, wir (der BVB) ist im Heimspiel (!) gegen S04 nicht der Favorit.
2.
Lukas N.,
im wesentlichen einverstanden.

Die Verunsicherung, ja die Angst der Spieler ist für jedermann spürbar und sichtbar -Körperhaltung, Gesichtsausdruck-. Und jedermann weiß, daß diese Verunsicherung und diese Angst mit jeder Neiderlage wachsen -sh. "Multiplikator/Akzelerator". Insofern ist die Situation des BVB grundsätzlich gleich mit der des 1. FC Köln mit dem Unterschied , daß "unser " BVB dank seines guten Starts in die Saison noch(!) in der oberen Tabellenhälfte rangiert.

Über die Ursachen dieses Zustandes haben wir uns schön häufig unterhalten. Dem kann ich nichts Neues hinzufügen.

Eine Ende dieser Krise?
Lukas.N,
Du sprichst zurecht nicht mehr von einer Krise, sondern von einem Absturz! Und insofern frage ich mich, warum Watzke all diejenigen massiv kritisiert hat, die es gewagt hatten, schon vor Wochen
von einer Krise zu sprechen. Watzke hat es jetzt eben nicht mehr nur mit einer Krise zu tun, sondern damit, einen abstürzenden BVB aufzufangen!
Wie könnte das geschehen?

"Samstag muß ein Sieg her" -ja, darauf mag man als Verantwortlicher des BVB zunächst einmal hoffen .und ein solcher Sieg gegen S04 könnte in der Tat der Mannschaft wieder Selbstvertrauen geben und ihr die Angst nehmen. Ob das allerdings eine hinreichend sichere Basis wäre für ein "Weiter so" -mit derselben Mannschaft ohne nennenswerte Verstärkung (in der Abwehr), mit demselben Trainer? Das könnte sein. Ich bin ehe skeptisch.

Und wenn es Samstag eine Niederlage gibt?
Ich gehe davon aus, daß Bosz dann von sich aus "das Handtuch" schmeißt.
Neuer Trainer? Keine Ahnung, wer das sein könnte, denn alle diejenigen, die ich mir wünschen würde, sind entweder gar nicht zu haben -sh.Gehalt- oder derzeit nichts zu haben und dürften sich augrund ihres guten Rufes hüten, sich für einen BVB zu engagieren, der sich "im freien Fall" befindet.
Ich bin ratlos!

PS
Mir fällt so eben Mathias Sammer ein -nebst Co-Trainer….??

Nun kriegt Euch mal wieder ein, es ist noch gar nicht lange her, da peitsche der BVB bei Halbzeit (2014 oder 15 als Letzter die ganze Bundesliga vor sich her. Trotzdem stürzte das Westfalenstadion nicht ein und am Ende war er in Europa angekpommen.
Eigentlich war nach dem Gezerre um Tuchel Bosz die letzte Patrone in Watzkes Waffe, deshalb müsste er im Falle eines Falles Bosz begleiten.

Ich finde es tatsächlich auch erstaunlich, wie still es um Watzke ist, das ist ja sonst nicht seine Art. Wenn er dann doch mal in Erscheinung tritt, macht er verständlicherweise einen recht angespannten Eindruck. Insgesamt scheinen alle Beteiligten ein wenig mit ihrem Latein am Ende zu sein, das zieht sich durch die komplette Mannschaft bis eben rauf in die GV.
Mit Sammer und Kehl würden sich Watzke und Zorc zwei Personen an Bord holen, bei denen es extrem schwer wäre, bei weiteren Misserfolgen einen gewissen Abstand herzustellen, gehören beide doch schon sehr zum Verein. Vielleicht erleben wir grade den Beginn von Watzkes Abgang, vielleicht können die Schalker am Samstag ihren derzeitigen Schwung nicht mitnehmen, vielleicht zaubern Susi und Watzke nach einem unbefriedigenden Ausgang des Derbys eine Überraschung in Form eines neuen Trainers aus dem Hut, dem es aus dem Stand gelingt, die Bayern im Pokal zu schlagen. Man wird sehen, was passiert, Fakt ist, was oben schon geschrieben worden ist: Schalke hat am Samstag nix zu verlieren, bei Dortmund ist das Kind spätestens seit gestern, wenn nicht eigentlich schon längst davor, in den Brunnen gefallen. Daraus aber eine (sportliche) Favoritenrolle für den S04 abzuleiten, halte ich für falsch. Da hat nur grade niemand Bauchschmerzen.

Ja, Watzke ist auch für mich bisher einer der großen Verlierer der Bundesliga in 2017. Die unglückliche Rolle im Umgang mit Tuchel, der fehlende Widerspruch gegen die öffentliche Trainer-Kritik von Sahin und Schmelzer, und nun funktioniert sein Wunschtrainer als Tuchel-Nachfolger offensichtlich so gar nicht mehr. Der 'Zauber' der letzten Jahre rund um Watzke scheint völlig verflogen. Die Unterstützung für ihn durch viele Fans war zuletzt schon vergleichsweise gering. So gering, dass er sogar den eigenen Rücktritt in Erwägung zog im Mai. Schätze mal, er ist reichlich bedient aktuell und dadurch irgendwie wortlos geworden… Tut ihm grundsätzlich auch mal ganz gut. So leid es mir persönlich tut. Vielleicht macht ihn das zukünftig wieder etwas 'demütiger' und konzentrierter in der Sache. Viele Fans fordern in den Fanforen aktuell aber auch schon seinen Rücktritt. Schätze mal, der Winter ist und bleibt spannend rund um den BVB.

Thomas Weigle -6-.
gut so, wenn ein nicht BVBer mich und andere BVBer ermahnt, "die Kirche im Dorf zu lassen", also weder in Hektik zu verfallen oder gar hysterisch zu reagieren angesichts der derzeitigen Lage des BVB, u.a. mit Blick auf Trainer Bosz.

Ob die Ermahnungen fruchten werden?
Ich befürchte, wenn das Spiel gegen S04 verloren gehen sollte, wird es für viele BVBer kein Halten mehr geben in ihrer Ablehnung des Trainers und möglicherweise auch in ihrer Ablehnung von Watzke als Geschäftsführer.

Zu Watzke:
Im Gegensatz zu vielen anderen BVBern habe ich mich argumentativ bis zur letzten Minuten gegen den Rausschmiss von Tuchel positioniert und danach -u.a. hier bei den Ruhrbaronen- zynisch/ironisch die Frage gestellt, wer denn "demnächst" zur Verantwortung gezogen werden würde -gezogen werden müßte-, wenn am Ende der Spielzeit 2o17/2o18 der BVB deutlich hinter dem Endstand 2o16/2o17 (Pokalsieg, 3.Platz in der Liga, Achtelfinale in der Champ.lig) zurückbliebe und darauf bezogen gemutmaßt, daß es dann nicht nur oder nicht primär um die Verantwortung des Trainers gehen könnte, sondern um die von Watzke (und Zorc.) Das sich diese Frage nach der Verantwortung schon so früh in der Spielzeit 2o17/2o18 stellt, habe ich nicht erwartet.

Im übrigen:
Meine Meinung zum Trainer habe ich geäußert -sh. ua. 3-und -5- oben.
Meine Meinung zu Watzke:
Kritik ihm gegenüber (und gegenüber Zorc) ist naheliegend, und zwar eine jeden Tag wachsende.
Ich halte es allerdings für falsch, wenn diese Kritik in der Forderung mündet, Watzke und Zorc sollten von ihren "Ämtern" zurücktreten.
Nein, für eine solche Forderung reichen meines Erachtens die naheliegenden und berechtigten Kritikpunkte nicht aus.

Ich warte allerdings darauf, daß Watzke zu derzeitigen Lage und zur Kritik an seiner Person gegenüber den BVBern ausführlich Stellung bezieht!
Wenn er darauf bewußt wartet bis nach dem Spiel am Samstag, ist das verständlich, ja sogar sinnvoll, nicht zuletzt wegen der spätestens dann fälligen Erklärung zur sog. Trainerfrage -bleibt Bosz? Und wenn nein, wer wird Nachfolger.

In den einschlägigen BvB-Foren werden Bosz und Aki in einem Atemzug genannt, wenn es um "notwendige Personalveränderungen" geht. Da ist es alles andere als still um Watzkes Standing.

Denkt dran: Sonntag ist Mitgliederversammlung (Westfalenhalle 3b, 11:00)! Wenn das nicht ein "perfektes Timing" ist…;-)

Klaus Lohmann -10-,
danach muß ich mich innerlich also vorbereiten auf ein mögliches sportliches Desaster am Samstagnachmittag und auf ein "Vereins-Desaster"am Sonntagvormittag.

Da hilft mir nur noch……?? Vermutlich nichts!

@thomas weigle zu #6
Schon amüsant, dass ausgerechnet der Eintracht Frankfurt-Fan sagt "Nun kriegt euch mal wieder ein …", also derjenige, der uns hier schon mehrfach was von der Eintracht als dem "Armenviertel" des deutschen Fußballs vorgeweint hat 🙂
Derjenige, dem ich als BVB-Fan sagen musste, dass die Eintracht bei genauerem Hinsehen auf einem guten Weg ist, dass Bobic, Kovac und Co. für frischen Wind sorgen und die bleierne Bruchhagen-Zeit des Stillstandes überwinden können.
Derjenige, dem ich sagen musste, dass man die Eintracht bereits jetzt vom Potenzial her um Platz 7 einordnen muss. Und wo steht die Eintracht aktuell? Auf Platz 7 🙂
Die Saison ist zwar noch lang, aber die Eintracht macht vieles richtig und ist auf einem guten Weg. Bruchhagen hat zwar auch zur Konsolidierung beigetragen, aber am Ende seiner langen Amtszeit wäre die Eintracht fast wieder abgestiegen, konnte das nur haarscharf vermeiden. Bruchhagen konnte das große Potenzial am Finanzplatz Nr. 1 in Deutschland nicht wecken, konnte die Eintracht nicht nach vorne bringen. Und jetzt beim HSV reißt er auch noch keine Bäume aus und wurde von Herrn Kühne als "Mann des Übergangs" bezeichnet, das heißt, so lange wird er dort nicht mehr der Boss sein.

Die Situation vor Jahren als der BVB sogar auf dem letzten Tabellenplatz stand, ist nicht mit der heutigen Lage zu vergleichen. Es war damals die letzte Klopp-Saison, die Trennung von Klopp wurde verkündet, aber er durfte bis Saisonende im Amt bleiben, weil es zwischen ihm und der Mannschaft noch stimmte und alle das Gefühl hatten, da könnte noch was gehen und alle wollen, dass Klopp einen guten Abschied bekommt, ist dann auch gelunen, der BVB landete noch auf dem EL-Quali-Platz.
Jetzt aber hatten wir es mit einer deutlich verbesserten wirtschaftlichen und sportlichen Situation zu tun, einem deutlich stärker besetzten Kader, gewachsenen Ansprüchen und einem neuen Trainer, der erst wenige Monate im Amt ist, einem Raketenstart in die Saison und dann einem Absturz In CL und Liga, wie man ihn noch nicht gesehen hat.
Obwohl der neue Trainer erst wenige Monate im Amt ist und man einen Trainer eigentlich so früh noch in Frage stellen dürfte, fühlt es sich an als wäre Bosz schon Jahre da und alles hätte sich etwas abgeschliffen und quält sich durch seine letzte Saison als Trainer.
In der CL ist man nach der schlechtesten Gruppenphase der BVB-Klubgeschichte schon raus und in der Liga muss man aufpassen, dass nicht das Mindestsaisonziel, einen CL-PLatz erreichen zu wollen, in Gefahr gerät.
Und ausgerechnet jetzt hat der BVB ausgerehnet das Derby vor der Brust.

Bosz war sicherlich nicht Watzkes "letzte Patrone" und ich sehe es auch nicht so, dass Watzke gehen müsste, wenn der neue Trainer frühzeitig scheitern sollte. Wie es @Walter Stach schon geschrieben hat, reichen dafür die Kritikpunkte nicht aus.
Watzke hat sich neben anderen seit der Amtsübernahme nach dem 2004/05 beim BVB fast die Lichter ausgegangen wäre, große Verdienste um den Verein erworben und mit dazu beigetragen, dass es diesen enormen sportlichen und finanziellen Aufschwung über mehr als 10 Jahre gegeben hat. Das ist auch bei den Fans nicht plötzlich vergessen.
Aber dieses mit Problemen aber auch zu stark überfrachtete – Jahr hat auch Watzke einige gravierende Fehler gemacht und agierte auch in der Kommunikation nach außen nicht gerade glücklich. Er hat selbst dazu beigetragen, dass er stärker in der Kritik steht als es normalerweise angemessen wäre. Meiner Ansicht nach fehlt es ihm auch etwas an Selbstkritik.
Wenn @Robin Patzwaldt oben schreibt: "Tut ihm grundsätzlich auch mal ganz gut. So leid es mir persönlich tut. Vielleicht macht ihn das zukünftig wieder etwas‚ demütiger‘ und konzentrierter in der Sache", kann man dem nur zustimmen. Man beobachtet bei Watzke einige negative Begleiterscheinungen, die man auch bei anderen über lange Zeit sehr einflussreichen und erfolgreichen Führungspersönlichkeiten schon feststellen konnte.
Watzke muss sich auch mal hinterfragen und umdenken, muss wieder auf den klaren und überzeugenden Erfolgskurs kommen, auf dem er mehr als 10 Jahre unterwegs war.
Gelingt ihm das, kann auch er aus diesem Tief bald wieder herausfinden und für den BVB wäre es auch wichtig, dass ihm das gelingt.

Sollte sich Bosz als Fehlgriff und Missverstädnnis erweisen, müssen die Bosse die Reißleine ziehen, auch wenn ihnen das selbst mit schadet und sie dann mit in der Verantwortung stünden. Aber Bosse müssen nun mal Krisen managen, klare Entscheidungen fällen können, auch wenn das eher unagenehm ist. Das große und ganze steht immer über allem und das ist der Klub, der BVB. Nur darum geht es, um die Interessen des BVB.
Man muss jetzt mal abwarten, wie das Derby läuft, dann sieht man noch etwas klarer. Aber selbst ein Sieg wäre noch kein Befreiungsschlag, da muss jetzt schon eine nachhaltige Trendwende kommen.
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In dieser Lage wird hier sogar der "Klosterfrau Melissengeist" zum Helfer in der Not für Fans 🙂
Ich muss da auch deshalb schmunzeln, weil ich erst kürzlich mal eine Veröffentlichung über die einprägsamsten Werbeslogans in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gelesen habe. Und zu diesen gelungenen Werbesprüchen, die sogar in die deutsche Alltagssprache übernommen wurden, zählt auch der Slogan "Nie ar er so wervoll wie heute" und damit hat man für Klosterfrau Melissengeist geworben.
Aber auch Baldrian kann man den BVB-Fans zur Beruhigung des Nervenkostüms sicherlich empfehlen 🙂

@Lukas N. Die SGE stand in der letzten Winterpause auf Platz drei. Was folgte, war eine Rückrunde zum Abgewöhnen. Allerdings war das für den im Leid gestählten Fan der Riederwälder nix Neues, absolut nicht, sondern die so oft schon erlebte Regel. Ausnahmen 63/64, 76/77,83/84,88/89, 98/99 und 99/00. Selbst als nicht nur der SGE-Fan sich an der "Eintracht 2000 delektierte, war das Ende jeweils, gemessen an Vorschusslorbeeren und Vorrunde, eher enttäuschend. Höhepunkt91/ 92 als am letzten Spieltag beim Absteiger Rostock die Meisterschaft verspielt wurde.
Das Beste was man als SGE-Anhänger vom aktuellen Kader zu Saisonbeginn sagen konnte, war, dass er einer Wundertute glich, bei der man halt nicht weiß, was drin ist. Von Euroleague bis zum Relegationsplatz alles, so wie letzte Saison.
Was HB angeht, so hat er der SGE so gut getan wie kein anderer Funktionsträger seit Einführung der BL. Das letzte Jahr seiner Amtszeit war sicherlich das berühmt-berüchtigte ZUVIEL
Danke für den Hinweis, dass Bosse Krisen meistern und Entscheidungen fällen müssen. Da fragt sich der solchermaßen belehrte SGE-Fan allerdings leicht verunsichert, ob dass den Bossen Konsequenzen für fehlerhaft getroffene Entscheidungen erspart? In Dortmund ist das so?

Zur Beruhigung kann dem dem BVB – Fan neben dem empfohlenen Klosterfrau Melissengeist der Hinweis von Dong F. -16- dienen!!

@thomas weigle zu #18
Wie gesagt und Du sagst den BVB-Fans "Nun kriegt euch mal wieder ein" 🙂 Meine Reaktion unter #17 ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen und das hat Du sicherlich auch erkannt.

Nach Platz 16 und dem Fastabstieg in der Saison 2015/2016 hat die Eintracht nur eine Saison später, also 2016/2017 einen sicheren Platz 11 belegt, hatte mit dem Abstieg nie etwas zu tun.
Man versucht alles, den bisher noch begrenzten finanziellen Spielraum zu vergrößern und da ist auch das Engagement der Deutschen Börse AG ein wichtiges Signal am Finanzplatz Frankfurt.
Bobic macht das mit der Transferpolitik sehr clever, so dass man einen sportlich stärkeren Kader zusammen hat als es den finanziellen Möglichkeiten entspricht.
Beim Umsatz hat die Eintracht mittlerweile die 100 Millionen Euro-Marke übertroffen und ist auch schuldenfrei. Sogar Eigenkapital hat man mittlerweile wieder aufgebaut, so im Bereich von ca. 10 Millionen Euro.

Bruchhagen war von 2003 bis 2016 in verantwortlicher Managerposition bei der Eintracht. Ohne Zweifel hat er zur Konsoliederung und zur Rückkehr eines seriösen wirtschaftens erheblich beigetragen, aber nach vorne bringen kann er einen Klub nicht, das ist ihm in dieser langen Zeit nicht gelungen. Vielmehr ist die Eintrach 2011 wieder abgestiegen und im letzten Bruchhagen Amtsjahr 2016 konnte der Abstieg nur ganz knapp vermieden werden.
Das ist doch über 13 Jahre Amtszeit keine gute Bilanz eines Vorstandsvorsitzenden/Geschäftsführers.

Die Eintracht hat alles in allem heutzutage das Potenzial um Platz 7 herum mitzuspielen, sollte normalerweise mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben und das wäre ja schon mal ein Erfolg.

Der Hinweis darauf, dass Bosse Krisen meistern und Entscheidungen treffen müssen, sollte ja keine Belehrung sein, sondern nur eine Feststellung. Auch unangenehme Entscheidungen gehören zum Tätigkeitsfeld der Bosse.
Aber warum sollte denn Boss Watzke gehen müssen, wenn Trainer Bosz scheitert?
2004/2005 war der BVB fast Pleite, heutzutage kann man feststellen, dass der BVB den Umsatz vervielfacht hat, hat zuletzt sogar die 400 Millionen Euro-Marke Jahresumsatz durchbrochen, ist schuldenfrei und hat noch eine Rücklage in Höhe von 50 Millionen Euro. Sportlich hat sich der BVB in dieser Zeit zur Nr. 2 in Deutschland entwickelt und gehört laut UEFA-Rangliste zu den sportlich 10 besten Klubs in Europa.

An dieser enorm positiven Entwicklung über rund 12 Jahre hat ja Watzke einen nicht unerheblichen Anteil. Wenn er jetzt in den letzten Monaten durchaus auch Fehler machte, auch die Außendarstellung und Kommunikation nicht glücklich war, muss man das kritisch feststellen und er sollte sich auch in dem einen doer anderen Punkt hinterfragen, aber ich sehe jetzt keine derart schwerwiegenden Verfehlungen, die einen Rücktritt Watzkes nahelegen könnten.

Was hat Watzke seit 2005 nach einer Fast-Insolvenz des BVB aus dem BVB gemacht und was hat Bruchhagen seit 2003 bis 2016 aus der Eintracht gemacht, wobei Frankfurt gegenüber Dortmund sogar einen Standortvorteil hat?
Der BVB ist die Nummer zwei in Deutschland und ein europäischer Topklub und die Eintracht ist unter Bruchhagen 2011 abgestiegen und 2016 fast nochmals.

Damit beantwortet sich doch die Frage, ob Watzke zurücktreten müsse, wenn sich Bosz als Fehlgriff erweist, von selbst.
Die letzten Monate waren für den BVB nicht einfach (enorme Probleme beim vorletzten Heimspiel gegen RB Leipzig, Sperrung der Süd, Ausschreitungen, Verfahren gegen zahlreiche Täter, schreckliche Tat gegenüber dem Mannschaftsbus, Schockerlebnis für die Spieler, das nachwirkt, interne Probleme mit dem ansonsten sportlich erfolgreichen Tuchel, vorzeitige Trennung usw.). Das alles ist auch an Watzke nicht spurlos vorbeigegangen und er hat auch Fehler gemacht. Aber er zeigte in den letzten 12 Jahren, dass er einen Klub erfolgreich führen und weit nach vorne bringen kann. Welcher Boss eines Klubs hatte nicht mal auch eine schwächere Phase? Welcher Boss eines Klubs arbeitet fehlerfrei? Natürlich muss Watzke wieder zurück in die Erfolgsspur finden und das sollte ihm auch gelingen.

Nun kriege Dich mal wieder ein, was die Negativsicht auf Deine Eintracht angeht :-), sieht doch recht gut aus und die neuen Leute haben frischen Wind reingebracht und sind auf einem guten Weg. Du siehst, wir BVB-Fans sind noch ganz munter 🙂

Walter Stach zu #19
Ich finde auch, dass der Hinweis von @Dong F. unter #16 originell ist. Ja, das gibt Hoffnung, dass der "krasse Außenseiter" BVB gegen die "Wir haben einen Lauf-Schalker" trotz der schwierigen Ausgangssituation gewinnen kann 🙂
Köln hat es gegen Arsenal vorgemacht, wie das geht.
Noch können wir unsere Späße machen und den Humor verlieren wir sowieso nie. Ob die Laune nach dem Revierderby im Keller ist oder wir mit einem Lachen ins restliche Wochenende gehen können, wird sich zeigen.
Wir setzen auf die Weisheit des Dong F. und wenn alles nichts hilft bleibt uns noch Klosterfrau Melissengeist und Baldrian 🙂

Lukas N.,

ich bin morgen um 18.00 Uhr in einer sog. Dinner-Show des Majestic-Theaters in Waltrop -sh.Internet-.

Denkbar, daß ich dort besonders gut gelaunt dabei sein werde und dementsprechend……..
Denkbar aber eben auch, daß ich sehr, sehr schlecht gelaunt dabei bin -dann zum Ärger meiner Frau und der guten Bekannten, was dazu führen könnte, daß……???.
Und da mit Sicherheit auch S04 Fans anwesend sind, kann das auch deshalb ein "aufregender Abend" werden -ohne Melissengeist und Baldrian, aber mit reichlich….

Ich würde aber in jeden Falle morgen Abend eine kontroverse Diskussion über den BVB und S04 und evtl. Häme uns BVBer gegenüber einer politischen Debatte über das Scheitern von Jamaika und über Pro und Contra GroKo vorziehen.
Wenn "alles schief läuft", werde ich mich ins Majestic begeben mit der "Last" einer Niederlage gegen gegen S04 im Gepäck und treffe dann dort auf z.B. Merkel-Fans, die mich vom Wert einer GroKo zu überzeugen versuchen. Und dann….???

Lukas N.,
ich bin mir allerdings ziemlich sicher, daß der Abend ein schöner wird; "-Humor ist, wenn man trotzdem lacht"!

@ Lukas N. Der 11. Platz der SGE sagt im vorliegenden Fall nur aus, dass die Eintracht 11. geworden ist, nicht aber, dass der Klassenerhalt erst am 32. Spieltag durch ein 0:2 Heimniederlage gegen die ebenfalls von der Relegation bedrohten Wölfe gesichert werden konnte.Dankensweter Weise aber begnügte sich der zu diesem Zeitpunkt auf dem Relegationsplatz stehende HSV zu Hause mit einem 0:0 gegen Mainz. Damit war die SGE durch.
Beim Thema Eintracht und auch HB werden wir wohl nicht zusammen kommen, deshalb mach ich hier für mich den Deckel drauf.

@Walter Stach zu #22
Habe mir das Programm des Majestic-Theaters angesehen und bin vor allem von der Menü-Folge des Vier-Gänge-Menüs angetan 🙂
Das sollte dazu beitragen, selbst eine Niederlage gut zu verarbeiten, aber bei einem Sieg würde es natürlich ein noch schönerer Abend werden, das Essen würde noch besser schmecken und die Gespräche wären dann auch viel angenehmer.

Ein guter Kompromiss wäre auch ein Unentschieden, damit wäre der Abend auch noch einigermaßen gerettet.
Aber Dein letzter Satz zeigt, dass Du Dir Deinen Abend selbst bei einer Niederlage nicht vermiesen lässt und Deine Frau wird es Dir danken. Ja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

@thomas weigle zu #23
Du bleibst wirklich hartnäckig bei einer eher zweifelnden oder sogar negativen Sicht auf Deine Eintracht und sagst uns "Nun kriegt euch mal wieder ein" 🙂
Das wollte ich deutlich machen und das ist ja auch gelungen 🙂

Ich finde, nach dem Fastabstieg 2016 war 2016/2017 eine sehr schwieirge Situation für die Eintracht und das haben die neuen Leute gut gemeistert. Man darf ja auch die großen Verletzungsprobleme in der letzten Saison nicht ausblenden.
Ich finde, diejenigen, die aktuell bei der Eintracht was zu sagen haben, haben ein ganz gutes Konzept für die Zukunft und könnten es schaffen, das große Potenzial des Standortes Frankfurt besser zu nutzen.
Was Bruchhagen betrifft, stimme ich ja zu, dass er für Konsolidierung und Seriosität gesorgt hat, aber es ist ja nachweislich so, dass er es in seiner sehr langen Amtszeit über 13 Jahre nicht schaffte, die Eintracht nach vorne zu bringen. Im Gegenteil, in den letzten Jahren seiner Amtszeit ist die Eintracht abgestiegen und wäre nach dem Wiederaufstieg 2016 fast schon wieder abgestiegen.

Ja, vertagen wir dieses Thema jetzt mal, wir haben sicherlich noch Gelegenheit, irgendwann nochmals darauf zurückzukommen.

Lukas N.,
ich könnte auch -ganz gut?- mit einem Unentschieden leben!

Noch ein Detail zur Mannschaft:

Ich vermisse in den mir bekannt gewordenen Aufstellungen Guereiro!
Den halte ich in jedem Falle für besser als Schmelzer. Und ich halte von ihm auch sehr viel im "Mittelfeld" -zweikampf- und ballstark und immer für Überraschungen in der Spieleröffnung und unmittelbar vor dem gegenerischen Strafraum gut, zudem, so scheint mir, auch nevenstark.
Zu entscheiden hat der Trainer -und er alleine trägt für die Mannschaftsaufstellung, für die Taktik pp. die Verantwortung.

Und jetzt hilft nur noch…..??????

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