Der Beginn des europäischen Kolonialismus (1.Teil)

Charles Legrand : Vasco da Gama
Charles Legrand : Vasco da Gama


Unser Gastautor Helmut Junge hat sich mit der Geschichte des  europäischen Kolonialismus beschäftigt. Die Reihe hatte ihren Ursprung in verschiedenen Diskussionen hier im Blog.

Seit das Christentum und später auch der Islam mit einem Machtanspruch in die Weltgeschichte eintraten kollidierten ihre Interessen mit den jeweiligen anderen Machtzentren der Welt, aber auch untereinander. Rund um das Mittelmeer, in Europa, Nordafrika und Kleinasien sind Christentum und Islam als letzte zwei Machtzentren verblieben. Ihre gegenseitigen Beziehungen sind geprägt, sowohl von kriegerischen, als auch friedlichen Zeiten. Häufig wird von den Geschichtsschreibern vergessen, dass es zwischendurch auch immer Phasen der gegenseitigen Kooperation gegeben hat, wie es auch Phasen kriegerische Auseinandersetzungen innerhalb jedes der beiden Blöcke gab und auch gibt. Häufig genug gab es in solchen Zeiten auch Bündnisse mit Bündnispartnern, die jeweils der anderen Religion angehört haben. Nur werden die meist nicht erwähnt, während die Phasen des gegenseitigen Ausschlusses meist stärker im Gedächtnis haften. Während ich mich über die Anfänge der Kolonisierung der Welt durch Europäer eingelesen habe, bin ich immer häufiger auf Fälle von direkter oder indirekter Kriegsbündnisse zwischen Moslimen und Christen gestoßen, als ich für möglich gehalten habe, denn so selten waren sie wirklich nicht, wie man vielleicht glauben möchte. Lange vor dem heutigen Kriegen im Nahen Osten und der deutsch- türkischen Bündnispartnerschaft im Ersten Weltkrieg gab es in den über tausend Jahren gemeinsamer Geschichte immer wieder solche religionsübergreifende Pakte, bei denen einer der Partner gegen Konkurrenten aus dem eigenen Religionsspektrum Krieg führte wobei er Unterstützung vom religiösen Gegner erhielt, wie das Beispiel El Cid und den mit ihm Verbündeten Moslems in Valencia zeigt. Während die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den religiösen Blöcken noch relativ gut dokumentiert sind, sind die sehr viel länger dauernden Phasen der Kooperation in den Geschichtsbüchern praktisch unerwähnt. Auch wenn die oben genannten Bündnisse nicht zu meinem Suchen nach den Voraussetzungen der europäischen Kolonisierung der Welt gehören, möchte ich sie, wo es sich anbietet, meinem Text hinzufügen. Aber für das Erstarken des christlichen Lagers zu einem bestimmten Zeitpunkt ist die Bündnispolitik kein ausreichender Erklärungsgrund, wie ich gefunden habe.

Die materiellen, ideologischen und naturbedingten Rahmenbedingungen der europäischen Welterkundungen nebst anschließender Kolonisierung.

Die mittelalterliche Warmzeit war längst durch die sogenannte kleine Eiszeit abgelöst, die sich durch kürzere Sommer auszeichnete und die Lebensbedingungen durch schlechtere Ernten für große Teile der europäischen Bevölkerung erschwert. Die Erfindung des Schießpulvers in China wurde in unglaublich kurzer Zeit in Europa bekannt und zur praktischen Anwendung gebracht. Könige ließen bereits Kanonen bauen, um damit Festungsmauern zu zertrümmern. Aber Handfeuerwaffen, mit denen Soldaten und Söldner bewaffnet waren, wurden in großen Teilen der Welt noch nicht hergestellt, wohl aber in Europa. Darum machte die Entwicklung dieser Waffen in Europa besonders schnell Fortschritte. Aus einem einfachen Handrohr wurde in verhältnismäßig kurzer Zeit die so genannte Hakenbüchse (Arkebuse) entwickelt. Solche Schusswaffen waren schnell und billig herzustellen. Die Bedienung war relativ unkompliziert, so dass sich ihr Einsatz in Europa recht schnell verbreitet hat.

Derjenige unter den Feldherrn, der die Mittel hatte, solche Waffen einzusetzen, konnte auf relativ leichte Art und Weise militärische Siege erringen, denn die Wucht der Geschosse konnte Rüstungen zerschlagen, was sonst nur mit guten Armbrüsten möglich war. Der Bedarf an Eisen wuchs, und dort, wo Eisenerz, Wald und fließendes Wasser zusammen kamen, entstanden wassergetriebene Hammerwerke, in denen die Wasserkraft zum Schmieden des erzeugten Eisens zu Hilfe genommen wurde. Mit diesen Hammerwerken konnten sehr viel größere Eisenteile geschmiedet werden als dies von Hand möglich gewesen wäre, Kanonen wurden aber noch sehr lange ausschließlich aus Bronze gegossen, weil aus Eisen angefertigte Kanonen infolge der inneren Lunker dem Explosionsdruck nicht immer standgehalten haben. Aber der Schiffsbau, sowie die Bronzeherstellung war wegen der Verhütung und Schmelztechnologie ein großer Waldvernichter, weshalb statt Bronze immer mehr billigeres Eisen gebraucht wurde. Der Einsatz von Wasserkraft, aber auch von Windmühlen war ein erneuter Anfang von maschinengetriebenen Produktionsstätten, wie sie seit der Römerzeit nicht mehr gesehen wurden. Es war die Zeit vor der Renaissance, aber im Zusammenhang mit der Produktionsweise war es bereits die Renaissance.

Es dauerte allerdings noch eine Zeit bis diese Entwicklung in den Köpfen der Künstler diese gewaltigen Kräfte hervorsprießen ließen, die wir aus der Kunst der Renaissance kennen. Die Kunst der Renaissance hinkte etwas der Entwicklung der Technologie hinterher. Die Kunst der Zeit, in der die großen Entdeckungen vorbereitet wurden, zeigt ein mehr oder weniger stark von der Religiosität geprägte Malerei. Es war offenbar ein strenger Gott, an den diese Menschen glaubten. Trotzdem gab es schon hundert Jahre vor Luther in Prag einen Johannes Hus, der sich gegen den Reichtum und moralischen Verfall höchster kirchlichen Würdenträger gewandt hat, dafür aber mit dem Leben bezahlen musste, was zu religiös begründeten Aufständen in Böhmen geführt hat, die eine ähnliche kriegerische Konstellation wie während des dreißigjährigen Krieges aufwiesen. Während der Hussitenkriege, aber auch im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England wurden nachweislich erstmalig Feldgeschütze eingesetzt. Die Könige in Portugal und in Spanien waren während dieser Zeit immer auf der Seite der Päpste, was ihnen auch deren Gunst sicherte, was sich später in der vom Papst Alexander VI beschlossenen Aufteilung der Erde an die beiden katholischen Seemächte Spanien und Portugal zeigte, die im sogenannten Vertrag von Tordesillas dokumentiert ist. Der Vertrag wurde unmittelbar nach der erfolgreichen Fahrt des Kolumbus beschlossen und sicherte diesen beiden Mächten das Recht zu, die jeweils Ihnen zugestandenen Gebiete der Erde zu erobern. Die Mächte, die später vom Katholizismus abfielen, und protestantisch wurden, haben sich allerdings nicht daran gehalten. Insgesamt gesehen, gab es während der zeitlich infrage kommenden Kaiserzeit von Friedrich III und seinem Sohn Maximilian eine große Zersplitterung der Machtinteressen, die in jeweiliger Konkurrenz untereinander aber auch gegenüber dem Kaiser, jeweils im Sinne der eigenen Interessenlage Initiative ergriffen haben. Aus heutiger Sicht war das für die Entwicklung der europäischen Gesellschaften schon deswegen wichtig und vorteilhaft, weil diese Dezentralisierung der Macht und der Konkurrenz einzelner Machtbündnisse zueinander, dem gerade entstehenden Bürgertum mit seinen kreativen Erfindungen einige Entwicklungschancen ließen.

Die Macht des Kaisers war geschrumpft, während der französische König an Macht gewann, und es, je nach Interessenlage zu wechselnden Bündnissen der vielen Akteure, die auf der Bühne standen, kam. Und bei dieser Bündnispolitik spielte es keine Rolle, welche Religion der Bündnispartner jeweils hatte. Die oberitalienischen Städte blühten auf, und Venedig wurde zur stärksten Macht in Europa. Und das sogar, sowohl als Handelsmacht als auch militärisch. Im Prinzip hat sich an dieser Zersplitterung der Macht im christlichen Europa auch nichts geändert, nachdem sich später im muslimischen Teil der Welt die Osmanen zum zentralen Machtfaktor etablieren konnten. Weil das Bürgertum eine immer wichtiger werdende Rolle in der Ökonomie spielte, verwundert es nicht, dass in in den oberitalienischen Städten, speziell in Venedig, dem Zentrum des bürgerlichen Handels, wichtige Elemente, die diesen Handel begünstigten, zuerst erdacht wurden, So gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts die doppelte Buchführung, die zwar schon einige Zeit angewandt wurde, aber durch Luca Pacioli 1494 in der Weise beschrieben wurde, dass sie leicht verständlich war. Für den Handel erwies sie sich, und beweist sich immer noch als unentbehrlich. Diese Städte waren so selbstbewusst, dass sie das kirchliche Verbot des Geld verleihen ignorierten, ein Bankenwesen aufbauten und Wechselbriefe ausgaben. Es war also möglich sich für bestimmte Ideen die notwendigen Geldmittel zu verschaffen. So konnte es sein, dass die Fugger in Deutschland den portugiesischen Entdeckern, Kaufleuten und Eroberern unmittelbar nach deren Erfolgen finanzielle Unterstützung geben konnten, ja sogar eine Kaiserwahl finanzierten. Es ist keine Frage, dass solche, für den Handel wichtige Elemente, in viele Bereiche der spätmittelalterlichen Wirtschaft hineinwirkten, und anders als Adelskalender und religiöse Rituale, einen dynamischen Prozess begünstigten. Selbst die katholische Kirche, die diese Entwicklungen nicht verhindern konnte, machte sie sich nach kurzer Zeit zunutze. Der europäische Adel, der ja immer in Konkurrenz untereinander stand, konnte sich dem auch nicht verschließen. So reiften die Bedingungen heran, die im Laufe der Jahrhunderte, zu einem gesellschaftlichen System führten, dass die alte feudalistische Weltordnung letztlich ersetzte, nämlich dem entstehenden Kapitalismus.

Hartnäckige 80 Jahre Vorbereitung

Etwa im Jahre 1420 begann der viertgeborene Sohn des portugiesischen Königs Johann I seine Idee der Umschiffung Afrikas, um Indien über den Seeweg unter Ausschaltung des Handelsmonopols Venedigs zu erreichen, mit Schiffsexpeditionen umzusetzen. Venedig hatte mit dem Mameluken-Sultan von Ägypten einen Vertrag als einzige europäische Macht, Waren aus dem fernen Orient zu importieren. Der Landweg für diese Warenströme war nach dem Zusammenbruch des mongolischen Weltreichs nahezu unmöglich geworden und so funktionierte der Handel so, dass ägyptisch-indisch Handelsflotten die Waren über den indischen Ozean, das Rote Meer bis Dschidda, wo sie auf kleinere Schiffe umgeladen wurden, die sie nach Suez brachten. Von Suez ging es mittels einer Karawane nach Kairo wo sie wieder umgeladen wurde um mit Schiffen nach Rosetta transportiert zu werden. Von Rosetta ging es wieder mit einer Karawane durch die Wüste Richtung Alexandria. Dort, im Hafen von Alexandria holten die Schiffe Venedigs die Waren ab. Venedig hat von diesem Handelsdeal gut profitiert, aber die Preise waren im restlichen Europa je nach Entfernung von Venedig entsprechend hoch. Portugal war ein armes Land, obwohl es seit Ende des dreizehnten Jahrhunderts, nach der Eroberung der Algarve mit den restlichen muslimischen Nachbarn in Frieden lebte. Es musste viele seiner Waren von seinem muslimischen Nachbarn Granada beziehen. Daher verwundert es eigentlich, zumindest rückblickend nicht, dass dieser Prinz Heinrich große Teile seines Einkommens in diese Idee, Indien über den Seeweg zu erreichen, hineinsteckte. Prinz Heinrich soll ein, für seine Zeit, sehr belesener Mann gewesen sein, der die Reiseberichte sowohl christlicher als auch moslemischer Reisender wie Marco Polo, Willem Rubruck, oder Ibn Battuta, ebenso wie antike Schriftsteller gekannt haben soll. Man wusste also in Europa genügend über Indien um die Fantasien zu wecken, an seinen exotischen Reichtümern teilzuhaben.

Immerhin hatte der mazedonische König Alexander dort bereits im Altertum Krieg geführt. Aber obwohl man vielleicht wusste, dass die Umrundung Afrikas in der Antike den Phöniziern bereits gelungen sein soll, die Afrika von Asien kommend, Richtung Westen umrundet haben wollen, erwies sich das Vorhaben des Prinzen Heinrich, den umgekehrten Weg zu fahren, als wesentlich schwieriger. Seefahrer, die diesen Weg fahren wollten, mussten gegen Wind und gegen Strömung ankämpfen. Bei diesen Fahrten wurden große Teile des atlantischen Ozeans kartografiert, Madeira und sogar die Azoren entdeckt, ebenso schnell besiedelt, aber der Weg nach Süden an der afrikanischen Küste entlang, erwies sich lange Zeit als unüberwindlich. 1422 stoßen die ersten portugiesischen Seefahrer über das Cabo Nao hinaus, dass bis dahin als äußerste Grenze der arabischen Seefahrt galt, und es dauerte weitere zwölf Jahre, bis das Kap Bojador, südöstlich der kanarischen Inseln und zur heutigen Westsahara gehörend, umschifft wurde. Der Seefahrer Gil Eanes,dem dies nach 12 weiteren Jahren und vielen Versuchen anderer Seefahrer im Jahr 1434 erstmalig gelang, dieses Kap des Schreckens zu umschiffen, wurde als Held gefeiert. Die Seewege, die günstige Winde und Strömungen versprachen, mussten nach Anweisungen Heinrichs genauestens protokolliert und auf Karten (Roteiros) aufgezeichnet werden. Diese Roteiros wurden streng geheim gehalten. In dieser misstrauischen Geheimhaltung unterschieden sich die Portugiesen nicht von den antiken Phöniziern. Interessierte Konkurrenten sollten von den Ergebnissen der portugiesischen Fahrten keine Kenntnis erhalten. Aber weitere Fortschritte wurden nur sehr mühselig errungen. Als Prinz Heinrich 1460 starb, waren gerade die Kapverdischen Inseln entdeckt, und die Küste Afrikas bis etwas Sierra Leone bekannt. Das ist auf Afrika bezogen, gerade mal ein Drittel der Strecke bis zur südlichen Spitze dieses Kontinents.Aber das, was die portugiesischen Kapitäne in seinem Auftrag entdeckt haben, war umso vieles größer als das kleine Portugal und gleichzeitig die Basis für alle zukünftigen Fahrten, so dass es durchaus berechtigt ist, diesen Prinzen Heinrich in besonderer Weise zu würdigen. Überdies war er es, der den Auftrag zum Bau von Karavellen, eines Schiffstyps gab der den Anforderungen solcher langen Reisen gegen Wind und Strömung, großer Ladefläche und niedrigen Tiefgang besser entsprach, als das die Schiffe früherer Zeiten konnten. Solche Schiffe, ebenso der Schiffstyp der Nao mussten schnell sein, ganz hart gegen den Wind kreuzen können, sehr viel Ladung transportieren, und den Stürmen im offenen Atlantik gewachsen sein.

Vasco da Gama, der Seefahrer, der als erster Portugiese über den Seeweg Indien erreichte, dem damit, wenn auch sehr viel später gelang, was der Prinz sich erträumte, wurde erst neun Jahre nach Prinz Heinrichs Tod geboren, während ein anderer Junge, der zum berühmtesten Seefahrer aller Zeiten werden sollte, mit dem Namen Cristobal Colon zu diesem Zeitpunkt bereits neun Jahre alt war. Was aber noch 32 Jahre dauern sollte, bis er seine legendäre Fahrt Richtung Westen antrat. Die Portugiesen waren in diesem 32 Jahren allerdings nicht untätig, und erkundeten die afrikanische Küste bis zum heutigen Namibia. Die Umrundung Afrikas hatten sie aber immer noch nicht erreicht. Das sollte sich aber, vielleicht unter dem Verdacht eines aufkommenden Konkurrenzkampfes mit Spanien, nach dem Wunsch von König Johann II, jetzt schnell ändern. Der beauftragte Bartholomäus Diaz die Südspitze des Kontinents zu finden, und wenn möglich bis Indien weiter zu segeln. Doch die Mannschaft von Bartholomäus Diaz erkrankte an Skorbut und er konnte den Weg nicht fortsetzen. Sie kamen nur bis Kapstadt und mussten umkehren. Das war 5Jahre bevor Kolumbus 1492 seine epochale Reise nach Westen antrat.Warum sich die Portugiesen nach der legendären Fahrt des Kolumbus sich wieder fünf Jahre Zeit ließen, bevor sie Vasco da Gama mit der letztlich endlich geglückten Indienfahrt beauftragten, ist mir nicht ganz klar. Vielleicht waren sie auch geschockt, denn anfänglich konnten sie ja nicht wissen, dass Kolumbus irgendwelche Inseln, aber eben nicht Indien erreicht hat.

Der Verlauf diese ersten erfolgreichen Indienfahrt durch Vasco Da Gama, von der nur ein Drittel der Besatzung lebend Portugal erreicht hat, den Fahrten danach, und die Frage, wie es dazu kam, dass dieses kleine Portugal mit etwa zwanzig Schiffen den gesamten indischen Ozean beherrschen konnte, obwohl die Europäer im Mittelmeer zunächst eine Schlacht nach der andern verloren haben, will ich im zweiten Teil untersuchen.

7 Kommentare

"…Während ich mich über die Anfänge der Kolonisierung der Welt durch Europäer eingelesen habe…"

Darf die Leserschaft des Artikels die Literaturgrundlage für den Artikel erfahren?

@Angelika, Mir geht es darum, Geschichte nicht als zufällige hinter-oder nebeneinanderliegende Stories zu sehen, sondern als mehr oder weniger logische Folgerungen klimatischer, wirtschaftlicher oder technischer Entwicklungen, die bestimmte Entwicklungen in der Ideengeschichte oder militärischer Art überhaupt erst möglich machen. Darüber würde ich gerne diskutieren.
Aber dieser Artikel ist weder eine Dissertation, noch erhebt er den Anspruch Wissenschft zu sein, sondern "nur" ein Artikel bei den Ruhrbaronen. Trotzdem denke tatsächlich auch selbst über Literaturhinweise nach, die ich dann aber ans Ende des letzten Teils anhängen würde, wenn ich mir diese zusätzliche Arbeit aufhalsen wollte. Aber das weiß ich noch nicht, ob ich das tue, es käme auf die Resonanz an, denn ich schrieb etwa eine Woche allein am Teil 1. Es war sehr viel Material durchzuarbeiten. Ich habe in Faro das maritime Museum besucht, und mir die Modelle der fraglichen Schiffe angesehen, und sogar die Zahl der Kanonen ermittelt. Einiges ist übrigens sogar Schulwissen, wenn man damals aufgepaßt hat. Aber spezielle Fragen konnte ich nur über Literatur aus meinem Buchbestand (ich bin Sammler älterer Reiseberichte) und ganz spezielle Fragen ausschließlich über das Internet beantwortet bekommen. Und zuletzt habe ich mir ein paar Zusammenhänge durch mein naturwissenschaftliches Wissen selbst erklären können. Da es sich bisher nur um notwendige Vorausetzungen, die zur Entdeckungsgeschichte gehören , handelt, werden die Fragen,die mit der eigentlichen Kolonisation Zusammenhängen erst im zweiten Teil auftauchen und behandelt werden.

Eine Interessante Übersicht, die u.a. zeigt, mit welchem Entdeckergeist die Seefahrer vor vielen Jahren unterwegs waren.

Final ging es doch immer nur um Geld und Macht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es bspw. Kriege und Kooperationen auch zwischen den Religionen gab.

Immer so, wie es den Mächtigen am Besten im Sinn passt. Ein gemeinsamer Feind hat schon viele geeint.

Wenn heute die Migranten in eine neue Welt ziehen, erinnert mich das immer wieder an die ersten Auswanderer, die in Minischiffen und mit viel Risiko ihr Glück suchten.

Die Schiffe der Entdecker und Auswanderer sind oft erschreckend klein.

Ein interessanter Versuch, den von Europa ausgehenden Kolonialismus zu untersuchen. Neben dem (gemäß Überschrift) von Europa ausgehenden Kolonialismus, wäre eine Einbeziehung der nicht-europöischen Koloniamächte (z.B. USA, Russland und Japan) in eine solche Betrachtung interessant – das würde aber vermutlich den Rahmen eines solchen Artikels sprengen . Allerdings gehört für mich der Kolonialismus der USA an der Wende zum 20. Jahrhundert (auch wenn er nicht von Europa direkt ausging) als Folge wirtschaftlicher oder technischer Entwicklungen und aus Gründen der europäischen Abstammung und Denkweise irgendwie dazu. Aber vielleicht ist das ein Thema für einen neuen Artikel…..

@Nansy, mir geht es um bestimmte Fragestellungen, die den Anfang des überseeischen europäischen Kolonialismus überhaupt erst möglich machten, während gleichzeitig zulande Europa Gefahr lief, selbst zur Beute der Osmanen zu werden, wie die beiden Belagerungen Wiens zeigen. Das kann ich in drei Folgen grob darstellen.
Über diese Fragestellung hinaus kann ich wegen meiner begrenzten Zeit, leider nicht gehen.

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