Einblicke im Sommerloch: das Printabo

  • HEs gibt viele Zeitungen und Zeitschriften, und Magazine und sowas alles, die immer noch in gedruckter Form erscheinen, und die man abonieren kann. Das Abo war der RSS-Feed des 20. Jahrhunderts. Doch auch heute noch gibt es eine schier endlose Zahl und Bandbreite an möglichen Abos. Und weil gerade Sommerloch ist, erzählen euch mal die Ruhrbarone, wen und was sie so als Printausgabe abonieren.

Julius Hagen: Die Print-Version einer Tages- oder Wochenzeitung habe ich nicht abonniert. Morgens scanne ich stattdessen die Überschriften von WELT, SPIEGEL, FAZ und dergleichen durch, um die neuesten Scoops zu verfolgen. Die Welt hinter der Paywall bleibt mir verschlossen. Dazu kommt natürlich der Ruhrpilot. Als GWUP-Mitglied wird mir der „Skeptiker“ zugesendet. Die Bahamas beziehe ich auch. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich einen einigermaßen bequemen Gratis-Zugang zu einschlägigen Fachzeitschriften wie dem „Strafverteidiger“, der NStZ oder der ZStW über Datenbanken, die Universitäts-Bibliothek und Umlaufmappen.

Sebastian Weiermann: Ich habe in ein FAZ-Abo hineingeheiratet.

Stefan Laurin: Jungle Word und Welt/Welt am Sonntag. Eine intellektuelle Rundumversorgung mit einer gehörigen Portion Humor und guter Laune. Und natürlich die ADAC-Motorwelt – ein klassisches Coffee-Table-Magazin – aber die regelmässig im Briefkasten zu haben ist ja eher ein politisches Statement.

Robin Patzwaldt: Wenn ich hier öffentlich eingestehe, dass ich inzwischen tatsächlich gar kein Print-Abo mehr habe, dann ist das für einen gelernten Verlagskaufmann wie mich schon irgendwie komisch. Es ist aber im Moment in der Tat so. Noch vor Jahren hatte ich ständig Zeitungen und Illustrierte aus Papier im Abo. Fernsehprogramm, Tageszeitungen, Musik-, Sport- und Computerfachzeitschriften. Im Laufe der Zeit habe ich viel ausprobiert und teilweise auch über Jahre hinweg liebgewonnen. Geblieben ist davon, abgesehen von der Mitgliederzeitung der Krankenkasse und des Journalistenverbandes aktuell nichts. Alles was ich wirklich bewusst abonniert habe, das ist digital. Und ich bin nicht einmal ein ausgewiesener Technikfreak. Schon erstaunlich!

John Smith: Bahamas; noch.

Melanie Köhler: Konkret (ich mag Sprache und halte Polemiken für eine unverzichtbare Textgattung in Sachen vernichtender Kritik), jungle world (Nostalgie), Titanic (noch mehr Nostalgie), phase 2 (gute Zeitschrift). Warum? Warum nicht. Sind teilweise WG-Residuen und allesamt als Klolektüre perfekt. Nein, ernsthaft, die machen alle ihren Job, suchte ich eine Zeitung, die 100prozentig meine Ansichten wiedergäbe, müsste ich die selber vollschreiben. Und was genau sollte ICH dann noch lesen?

Sebastian Bartoschek: Ich unterscheide Vereins- und Interessenabos. An Vereinspostillen bekomme ich die report psychologie und die Praxis der Rechtspsycholgie (Berufsverband der Psychologen), die Dialog (Deutsch-Polnische Gesellschaft), den Skeptiker (GWUP), die Zeitschrift für Anomalistik (GfA), den Schalker Kreisel (Schalke 04) sowie den Lovecrafter (Deutsche Lovecraft-Gesellschaft). Daneben gönne ich mir dann noch die Fortean Times und die Jungle World. Die eine berichtet über wirklich seltsame und abnorme Vorgänge in aller Welt – und die andere ist halt die Fortean Times.  Ach ja, und aus beruflichen Gründen habe ich seit einem halben Jahr wieder die Bravo.

Thomas McNeal: Mir geht es wie Robin Patzwaldt…ich habe keines mehr…..

Und was habt ihr so im Abo?

3 Kommentare

@Stefan: Was ist das Statement an der Motorwelt, die große Teil der Bevölkerung bekommen, weil sie Hilfe bei Autopannen wollen und von vielen gar nicht gelesen wird (obwohl da ganz brauchbare Sachen drin stehen, wenn ich mal ein Heft in die Hände bekommen).

2 Fachzeitschriften
2 Sportzeitschriften
Capital

Früher waren es deutlich mehr, die dann aber zu oft ungelesen im Müll gelandet sind. Deshalb lese ich jetzt lieber digitale Zeitschriften.

Deshalb liste ich hier noch auf, dass ich eine digitale Zeitschriften Flat habe.

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