Das neue Ruhrbarone Bookzine #5 ist raus

RUHRBARONE-BOOKZINE #5: SELBER MACHEN! Alles andere ist uns zu wenig.

Ruhrbarone_Anz_640_320

Welche Magazine gibt es heute noch, die wirklich frei sind? Die sich dem Joch von Anzeigen und Wirtschaftsinteressen nicht beugen und Geschichten bringen, weil sie erzählt werden müssen. So lang, so hart und so selbstbewusst, wie sie es verdient haben. Es gibt einige Wenige, die es satt haben, und sagen: Selber machen! Die Ruhrbarone gehören mit ihrem Bookzine dazu.

Mit den 216 (anzeigenfreien!) Seiten des fünften Ruhrbarone-Bookzines setzen die Ruhrbarone ein Statement. Sie nennen ihre Art des Geschichtenerzählens S.Qu.A.T. – Storys mit Qualität: authentisch und tough! SQuAT heißt besetzen – Plätze, Räume oder Häuser. SQuAT nennt man es auch, wenn ein Schiff mit schneller Fahrt tiefer eintaucht als es normal wäre. SQuAT bezeichnet Zinnerze, die Quarze umschließen. SQuAT hat viele Bedeutungen.

Die Ruhrbarone schreiben in ihrer Nummer 5 über Menschen und Schicksale – aus den Tiefen des Ruhrpotts, den Weiten der Republik und den Rändern der Welt. Reportagen, Features, Fotostrecken – journalistisch, literarisch, gut.

In der aktuellen Ausgabe dreht sich alles ums Thema Selbst und Selber machen:

Der Dortmunder Autor Sascha Bisley erzählt die Geschichte eines jugendlichen Gewalttäters, der im Knast keinen anderen Ausweg sieht als den Selbstmord. In einer anderen Geschichte beschreibt er den Boxkampf von „El Pulpo – da Maxican Kickass.“

Thomas Duffé fing mit seiner Kamera „Die Vita des Gehackten“ ein und besuchte Selbstversorger bei der Hausschlachtung.

Maren Endler lädt zu einer grafischen Reise durch die Seele ein.

Christoph Schurian berichtet von einem Selbstversuch auf einem Schießstand

Die Wattenscheider Schule rund um Bastian Schlange und Patrick Joswig hat sich zu endoplasmatischen Medien ausbilden lassen.

David Schraven besetzte für die Ruhrbarone sogar ein eigenes Genre: Journalismus wird Comic. 15 Doppelseiten gehören in der aktuellen Ausgabe allein seiner grafischen Reportage „Operation Blitz“ über die erste Angriffsoperation der Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg in Afghanistan.

Und natürlich wird auch das große Thema Selbstbefriedigung nicht unangetastet gelassen.

Die Ruhrbarone leben die Revolution durch Evolution, tauchen tiefer ein und beanspruchen die unterschiedlichsten Räume.

Der Chefredakteurs des Ruhrbarone-Bookzines, Bastian Schlange sagt: „Journalisten und Medienschaffende sind mehr als Zeilenhuren, Content-Schubsen und Kästchen-Jongleure, mehr als fucking Presstitutes! Fear and Loathing gibt es genug: in Form von Verlage und Anzeigenkunden, Entlassungswellen, Sparzwängen oder Gewinnmaximierung. Wo bleibt die Luft zum Atmen? Guter Journalismus braucht Freiräume, blühende Spielwiesen für Leidenschaft und Herzblut!“

Der Pott ist mehr als Zechen und Staub. Der Pott hat Seele und eine verdammte Geschichte. Scheiß auf weichgespült, die Ruhrbarone lieben es hart. Sie verlegen kein Heft, die machen ein Bookzine!

In diesem Sinne: Viel Vergnügen beim Lesen ihrer aktuellen Ausgabe. Von Selbstbehauptung bis zur Selbstüberschätzung – alles zum Thema Selbst. SQuAT 4 life!

Hier bestellen: Klick

Ruhrbarone-Bookzine #5: “Selbst” Trailer from fluchthafen film on Vimeo.

2 Kommentare

Mich wundert es, dass wegen des Hausschlachtungsartikels und des nur auf den ersten Blick niedlichen Covers, noch kein Veganer- und Militante-Tierschützer-Shitstorm eingesetzt hat.

Ich warte da schon seit Tagen. Sehnsüchtig.

Kommentar verfassen