Clement: Heucheln bei Ruhr2010

Wolfgang Clement  lobt das Ruhrgebiet in der aktuellen Welt und fordert das Zusammenwachsen des Reviers. Pure Heuchelei.

Als ich vorhin den Artikel von Wolfgang Clement in der Welt las, fiel mir mein mit Gelbwurst belegtes Knäckebrot aus der Hand. Clement zum Ruhrgebiet: 

So ist jetzt erstmals eine ganze Region mit mehr als fünf Millionen Einwohnern, elf kreisfreien Städten und vier Kreisen „Kulturhauptstadt Europas“ (…) Es wäre wunderbar, wenn daraus noch mehr würde: Nämlich die eine „Metropole Ruhr“, die dieser so großartigen, dieser geschundenen und immer wieder aufgestandenen Region eine bessere, eine großstädtische, eine europäische Zukunft geben würde."

Als er noch in der Regierung war, hat niemand ausser Johannes Rau so engagiert dagegen gearbeitet, dass das Ruhrgebiet zusammen wächst. Clement war wie Rau, der einmal sagte: "Was ich auf keinen Fall will, ist ein einheitliches Ruhrgebiet, womöglich noch mit einem eigenen Ruhrbezirk. Da werde ich Gesinnungstäter", ein Blockierer, eine Verhinderer in Sachen Ruhrgebiet.

Wolfgang Clement  lobt das Ruhrgebiet in der aktuellen Welt und fordert das Zusammenwachsen des Reviers. Pure Heuchelei.

Als ich vorhin den Artikel von Wolfgang Clement in der Welt las, fiel mir mein mit Gelbwurst belegtes Knäckebrot aus der Hand. Clement zum Ruhrgebiet:

So ist jetzt erstmals eine ganze Region mit mehr als fünf Millionen Einwohnern, elf kreisfreien Städten und vier Kreisen „Kulturhauptstadt Europas“ (…) Es wäre wunderbar, wenn daraus noch mehr würde: Nämlich die eine „Metropole Ruhr“, die dieser so großartigen, dieser geschundenen und immer wieder aufgestandenen Region eine bessere, eine großstädtische, eine europäische Zukunft geben würde.”

Als er noch in der Regierung war, hat niemand ausser Johannes Rau so engagiert dagegen gearbeitet, dass das Ruhrgebiet zusammen wächst. Clement war wie Rau, der einmal sagte: “Was ich auf keinen Fall will, ist ein einheitliches Ruhrgebiet, womöglich noch mit einem eigenen Ruhrbezirk. Da werde ich Gesinnungstäter”, ein Blockierer, eine Verhinderer in Sachen Ruhrgebiet. Frisch an der Macht wollte er die einzige Klammer die das Ruhrgebiet damals hatte, den Kommunalverband Ruhrgebiet, durch eine Agentur Ruhr ersetzen,  deren einzige Aufgabe die Verteilung von Fördermitteln gewesen wäre. Mit Mühe ist das damals verhindert worden.

Clement überzog das Ruhrgebiet mit teuren und sinnlosen Leuchtturmprojekten. Erinnert sich noch jemand an HDO? Geleuchtet hat keiner die Türme. Clement war immer nur ein Lautsprecher, einer versagte, wenn es ernst wurde. Er setzte zig Millionen in den Sand.

Als das Ruhrgebiet sich für die Olympiade bewerben wollte, setzte Clement durch, dass Düsseldorf der Hauptort der Bewerbung wurde, die natürlich floppte. Als das Ruhrgebiet anfang sich für die Kulturhauptstadt zu bewerben, setzte das Land auf Köln. Clement hat nichts für das Ruhrgebiet geleistet. Wenn ausgerechnet er heute in der Welt von einer Metropole schwärmt ist das nichts als pure Heuchelei. Warum kann dieser Mann nicht einfach mal den Mund halten?

10 Kommentare

noch besser die ranwanze von rüttgers. auf die gestrige frage im zdf/mir was er als “rheinländer davon …”, schnappte der, “komme ausm braunkohlerevier, direkt neben kraftwerk aufgewachsen”. sind wir nicht alle ein bisschen ruhrie?

Auch hochbezahlte Berufsheuchler, in Fachkreisen auch Lobbyisten genannt, sagen ab und zu die Wahrheit. Und was kümmert solche Leute was sie gestern gesagt haben.Einen Scheißdreck.

Es gibt in Deutschland, insbesondere in bestimmten Zeitungen, leider ein Tendenz gescheiterte und bornierte Funktionsträger a.D. ständig zu Wort kommen zu lassen, weil die offenbar genug Zeit haben, sich ständig zu allem und jedem zu äußern. Deshalb ein kleiner Tipp: Die entsprechenden Blätter einfach auch mal liegen lassen. Man verpasst nichts.

[…] Ruhrgebiet: Der Heuchler Wolfgang Clement (ruhrbarone) – Bei Ruhrbaron Stefan Laurin platzt die Hutschnur über die Äußerungen von Wolfgang Clement, der angesichts der Kulturhauptstadt 2010 eine stärkere Entwicklung hin zur Metropole Ruhr fordert – die er als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen selber verhindert hat. […]

@Philipp: Wikipedia: “Gelbwurst oder Hirnwurst ist eine bayerische Brühwurst aus feinem, magerem und nur mild gewürztem Brät aus Schweinefleisch, fettem Speck und auch Rind- oder Kalbfleisch, das nicht gepökelt (umgerötet) wurde. Sie hat daher eine blass-weißliche bis leicht gräuliche Farbe. Ihren Namen hat sie von dem mit Safran gefärbten Schweinedünndarm, in den das Brät ursprünglich gefüllt wurde. Heute wird häufig gelber Kunstdarm verwendet.
Belegt ist die Herstellung von Gelbwurst seit 1905. Ein Rezept findet sich in ?Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren? von Hermann Koch. Die Wurst enthielt 25 % Hirn. Heutige Gelbwurst enthält kein Hirn mehr. Gewürzt wird sie unter anderem mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Macis, Ingwer und Kardamom. Weitere Zutaten sind Eis, Kutterhilfsmittel und Eischnee. Nach dem Kuttern und Abfüllen in Natur- oder Kunstdärme wird die Wurst bei etwa 75 °C gegart. Anschließend wird sie, bei Verwendung von Naturdarm, mit Safranbrühe gefärbt, an der Luft ausgekühlt und getrocknet.
Im Freistaat Bayern und angrenzenden Gemeinden in Hessen, Thüringen und Sachsen gehört sie in jeder Metzgerei zur Stammauslage. Darüber hinaus wird sie in weiten Teilen Baden-Württembergs hergestellt, insbesondere im Landesteil Württemberg.”
Sehr lecker – vor allem mit Ketchup…

@Stefan Laurin:

Ich will das mal für die Nachwelt festhalten:

Du einverleibst Dir Gelbwurst, die eine “blass-weißliche bis leicht gräuliche Farbe” aufwiese, unter anderem gewürzt mit Zitrone und Kuttermittel. Und in Safranbrühe gefärbt. Diese applizierst Du einem Knäckebrot mit Ketchup.

Zu hart für das Revier – das ist schon voll finnisch.

@ stefan laurin

das hört sich nicht nur gesund, sondern auch lecker an 🙂 diese kombination gibt es nicht allzu oft.

grüße, und danke für die einführung!

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