BVB: Zwischen Stolz und Frust

Muss aktuell ungewöhnlich viele Enttäuschungen verkraften: Jürgen Klopp Foto: Robin Patzwaldt
Jürgen Klopp muss aktuell ungewohnt viele Enttäuschungen verkraften. Foto: Robin Patzwaldt

Die Dortmunder Borussia macht es ihren Fans aktuell wahrlich nicht leicht. Der Qualifikation für die nächsten Runden im DFB-Pokal und Champions League folgten in der Bundesliga zuletzt ungewohnt viele Enttäuschungen.

Wirklich wundern muss einen das als Beobachter nicht. Die unglaubliche Personalnot ist mehr als eine gerne genommene Ausrede. Wenn die halbe Stammmannschaft verletzt ausfällt, in der Abwehr gar eine komplett uneingespielte Formation antreten muss, dann nach den emotionalen Highlights unter der Woche im ‘grauen’ Bundesligaalltag regelmäßig Auswärtsspiele auf Champions League-Einsätze folgen, dann kann man nicht mir Siegesserien rechnen. Keine Frage!

Von daher wäre Enttäuschung jetzt auch fehl am Platze. Die Mannschaft kämpft, versucht offenkundig alles. Das zählt. Mehr als eine leicht überdurchschnittliche Ligamannschaft stellt sie im Augenblick personalbedingt allerdings nicht mehr da. Ein Unentschieden in Hoffenheim ist, so gesehen, auch kein Beinbruch, sondern ein durchaus respektables Ergebnis.

Trotzdem darf man natürlich nicht verkennen, dass sich die Klopp-Elf schon wieder 12 Punkte Rückstand auf die Bayern erspielt hat. Nachdem zu Saisonbeginn ausgegeben wurde, der 25-Punkte-Rückstand am Ende der vergangenen Saison solle diesmal wieder etwas verkleinert werden, liegt man nun, ungeachtet des tollen Saisonstarts, auf einem vergleichbaren Level. Das kann nicht gefallen. Bedenkt man den Rekordkurs des Konkurrenten aus Bayern, dann wundert einen allerdings auch dies nicht wirklich. Irgendwie ist auch das dann ein Stück weit zu erwartende Normalität.

Die BVB-Fans sollten sich also zur Winterpause auf die noch immer vorhandenen Chancen im nationalen Pokal und in der Königsklasse konzentrieren. Ganz so schlecht stellt sich die Weihnachtsbilanz für Dortmunder Fußballfreunde dann gar nicht dar! Und in 2014 kann es, wenn die Mehrzahl der Dauerverletzten wieder mit an Bord sein wird, ja in der Liga sportlich auch eigentlich nur wieder bergauf gehen.

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