BVB: Borussia ruft via Twitter dazu auf überhöhte Kartenpreise auf Ebay für das anstehende Halbfinalspiel gegen Madrid umgehend dem Verein zu melden

bvbAm heutigen Tage sorgten unschöne Meldungen über den teilweise doch sehr problematisch verlaufenden Vorverkauf für Tickets gegen Real Madrid für Schlagzeilen.

Unter den wartenden Fans sollen Kartenhändler u.a. diverse ‚Strohmänner‘ platziert haben, welche für Wiederverkäufer Kartenkontingente in größerem Umfang aufgekauft haben.

Geschäftsführer Aki Watzke hat im Laufe des Tages schon öffentlich angekündigt, dass der BVB aus diesen Vorkommnissen seine Lehren gezogen haben will.

Erste Reaktionen von Vereinsseite kamen gerade auch über Twitter rein. Der Verein ruft darin dazu auf, überteuerte Kartenangebote auf Ebay dem Verein zu melden:

„Bitte schickt uns Links zu etwaigen hochpreisigen Ticket-Angeboten auf eBay per Mail an tickets@bvb.de unter dem Betreff “eBay”. Danke!“, heißt es bei Twitter.

Also, wer von unseren Lesern über solche Angebote stolpern sollte, der BVB freut sich über eine Meldung dieser Vorgänge!

13 Kommentare

Das habe ich mich vorhin auch zuerst gefragt. Aber es kann ja generell nicht schaden, wenn so viele Augen wie nur irgendwie möglich diesbezüglich in den nächsten Tagen auf den ‚Ticketmarkt‘ schauen. Und je mehr Leute in diesen Dingen auch zukünftig wachsam sind, je besser für den ‚normalen Fan‘, dem das Team und nicht der Kommerz am Herzen liegt…

@#3 | Thorsten Stumm: Kann es sein, dass Dich ein böser Jemand vor Deinem Monitor festgeschnallt und darauf dann nur die Ruhrbarone-Seiten offen gelassen hat? Oder darf man hier im “Dortmund”-Abteil nur noch über die Tristesse beim VfL Bochum berichten??

@Thorsten Stumm: Es geht dabei doch nicht darum hier für irgendjemand den ‚Blockwart‘ zu spielen, sondern darum Strukturen und Mechanismen zu bekämpfen die den ‚normalen‘ Fans (die sich auch ein Spiel z.B. gegen Fürth und Augsburg gerne anschauen) den Zutritt zum Stadion bei solchen ‚Highlight-Spielen‘ erschweren, während finanzielle Profiteure versuchen auf Kosten der wirklichen Fans ihr Geschäft zu machen. Da kann es doch nicht schaden, wenn sich möglichst viele Leute dieser Problematik auch bewusst werden bzw. sind….

Mich kotzen die Leute an, die sich nur die Rosinen (Spiele gegen Real Madrid, Bayern etc.) aus dem Kuchen picken wollen und meinen dann dafür max 50 EUR ausgeben zu wollen. Ich habe auch was gegen die Schwarzmarkt Mafia, sehe es aber auch nicht ein, mein Ticket für den Normalpreis zu verkaufen, falls ich an einem Termin in der Woche nicht kann.

Meine DK kostet mich jede Saison mit CL Option über 600 EUR, egal ob gegen Hoffenheim, Wolfsburg oder eben selten mal Halbfinale CL oder DFB Pokal.

Wenn sich Leute zwei Tage in eine Schlange stellen und danach die Karten aus welchen Gründen auch immer verkaufen wollen, dann sollen sie doch ihr Geld bekommen.

Jetzt hier jeden melden, der für einen Sitzplatz 150 EUR verlangt, ist echt nicht in Ordnung.

Dazu kommt auch die Anzahl der Ebay Angebote. Wieviele Tickets werden denn überhaupt dort verkauft? Das sind im Vergleich zur Gesamtzahl, doch wirklich keine Masse.

@Robin Patzwaldt
Schön, dass Sie wissen wer die “Richtigen” und “Normalen” sind und Sie sich dafür kapitalismuskritisch einsetzten und Strukturen bekämpfen. Erinnert irgendwie an Mao-Bibel Sätze….
Ich finde nur ein börsennotiertes Unternehmen braucht dazu die Ruhrbarone nicht.

@Klaus Lohmann:
Seit wann duzen wir uns ?
Der Kreis der Leute die das darf, zeichnet sich durch die Qualität der Höflichkeit aus….

@Christian: Die privaten Kartenverkäufer sind doch auch nicht im Visier der Borussia. Und wer von denen kauft sich auch schon am Dienstag eine Karte im VVK und stellt dann noch am gleichen Tag fest, dass er am Tag des Spiels gar nicht kann? Ziel dieser Aktion sollen doch wohl Anbieter sein welche gleich etliche Karten aufkaufen, nur um diese dann direkt möglichst gewinnbringend wieder zu verkaufen. Aufgrund dieser Leute werden die ‘bezahlbaren’ Karten für den Jugendlichen, oder den normalen Familienvater knapp, der auch gerne ins Stadion gegangen wäre.

@Thorsten Stumm: Ich weiß es nicht. Ich finde es nur gut, dass sich der BVB offenbar vorgenommen hat diese Szene mal etwas zu beobachten und gegen Großanbieter, die echten Fans nur die Preise versauen, vorzugehen. Kann daran nichts Unmoralisches erkennen. Unmoralisch finde ich es vielmehr sich einen Haufen Tickets zu besorgen, dafür dann teilweise offenbar sogar diverse Mittelsmänner in einer Warteschlange einzusetzen, um dann die Tickets anschließend für ein zig-faches der Kaufpreises auf Ebay direkt weiterzuverkaufen. Zu beurteilen wer hier Privatverkäufer und wer nicht, dafür gibt es Andere. Und das finde ich auch gut so. Wenn ich mich noch zurück an meine ‘wilde Zeit’ als BVB-Fan erinnere, da hätte ich auch nicht hunderte Euro für eine Karte ausgeben können. Und auch ich habe mich damals geärgert als die Zahl der Stimmung produzierenden Fans nach den Meisterschaften 1995 und 1996 immer kleiner wurde und die Ehrentribüne und das Buffet im Logenbereich immer größer. Aber das ist eine andere Geschichte….

@Robin Patzwaldt
Sie sind es, der eine moralische Haltung einnimmt. Mir gehen Worte wie “normal” und “wirkliche” Fans nicht über die Lippen. Ich bekämpfe auch nichts. Und bei einem börsennotierten Unternehmen die Kapitalsimuskritik auspacken war auch nicht meine Idee. Das Wort unmoralisch werden Sie bei mir nicht finden.

Ich bin allerdings der Meinung, dass ein kommerzielles Ereignis, egal wieviel es Menschen bedeutet, nach kommerziellen Regeln ablaufen darf. Ohne eine Pseudomoral von wir und die, die bösen und die guten, die wirklichen und scheinbaren, einzuziehen.

Ich finde, es gibt eine sehr effektive Methode Schwarzmarkthändler zu bestrafen: Nicht kaufen !

Dazu könnte ein börsennotiertes Unternehmen doch mal Anzeigen schalten, Geld ist da doch vorhanden. Aber solange Journalisten sowas umsonst erledigen…..

@#9 | Thorsten: “Kommerzielle Regeln”, bla. Der BvB hat Regeln erstellt, nach denen ein Zwischenhandel mit seinen Karten nicht gestattet wird. Nennen sich AGB, diese Regeln.

Und der BvB kann selbstverständlich selbst die Einhaltung seiner AGB verfolgen, in dem er *über Twitter* zur Beobachtung und Nennung von Verstößen auffordert. Ganz legal. Und Journalisten dürfen darüber selbstverständlich berichten und bloggen, wie über jede andere Firmenmeldung auch.

Nochmal: Wer außer einem unergründlichen Stänkertrieb zwingt Dich, die Ruhrbarone zu lesen und denen auch noch vorzuschreiben, über was sie berichten dürfen??

@Thorsten Stumm: Sie scheinen mir hier einiges doch reichlich weit zu interpretieren. Gemeint ist hier von mir doch eindeutig der Unterschied zwischen einem Kartenkäufer der die Karte für sich und seine Freunde/Familie privat nutzen will, als Fan des Vereins, und jemandem der sie gleich mit der Absicht erwirbt sie anschließend gleich wieder gewinnbringend zu veräußern, der also wahrscheinlich wohl gar kein Fan ist, sondern eher, na sagen wir mal ‚Geschäftsmann‘. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Karten in möglichst großer Menge zu erwerben um diese mit Gewinn wieder zu verkaufen finde ich nicht ok, da damit vielen Fußballbegeisterten unnötig die Chance genommen wird sich das Spiel im Stadion anzusehen.
Zumal es bei diesem Spiel doch eigentlich ein striktes Limit pro Käufer gab, was die Anzahl der zu erwerbenden Karten pro Person gab. Wieso gibt es dann nun scheinbar so viele Anbieter mit so vielen verfügbaren Karten?
Und wenn der Verein dies nun zukünftig möglichst unterbinden will, dann finde ich das erst einmal gut. Und daher habe ich hier gestern Abend auch darauf aufmerksam gemacht.
Daraus dann aber gleich eine weltanschauliche Diskussion machen zu wollen, das erscheint mir doch irgendwie unnötig und auch unpassend.
Und wohl niemand sagt, ich übrigens auch nicht, dass der BVB dies hätte nicht vielleicht auch schon wesentlich eher stärker beachten sollen, von Vereinsseite nicht vielleicht noch mehr machen könnte usw..
Aber ist schon interessant zu welchen weitreichenden Diskussionen und Betrachtungen so eine kleine Meldung hier anscheinend führen kann… Ich klinke mich zu dem Thema dann hier aber trotzdem erst einmal aus, denn meinen Standpunkt habe ich jetzt, so denke ich, bereits hinreichend erläutert.

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