BVB: 0:3 in Madrid – Einmal kurz schütteln und dann auf in den Ligaendspurt!

Jürgen Klopp musste zuletzt häufig schwer schlucken. Foto: Robin Patzwaldt
Jürgen Klopp musste zuletzt häufiger schwer schlucken. Foto: Robin Patzwaldt

Das gestrige 0:3 des BVB bei Real Madrid hat dem ersatzgeschwächten Kader der Borussia in aller Härte die aktuellen Grenzen aufgezeigt.

Die deutliche Niederlage, die bei realistischer Betrachtungsweise wohl dem Ausscheiden aus der Königsklasse des europäischen Fußballs bedeutet, hat aber auch ihre positive Seiten: Der BVB sollte sich nun schleunigst auf sein Kerngeschäft, die Bundesliga konzentrieren, denn dort wartet ein überdurchschnittliches Schlussprogramm mit Spielen gegen die Bundesligaspitzengruppe (Bayern München, Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg usw.).

Die verbleibenden sechs Begegnungen werden für den entkräftet und Ideenlos wirkenden Rumpfkader des BVB die wahre Meisterprüfung werden, und eben nicht die Champions League oder das lockende Pokalfinale. Es wird schwer genug werden die direkte Champions League-Qualifikation erneut zu sichern. Darüber sollte man sich im Umfeld der Borussia klar sein.

Denn mit dem FC Schalke 04 wartet ein Gegner beim Kampf um Platz 2, der nicht nur seit Rückrundenbeginn spielerisch gut drauf ist, sondern auf dem Papier auch das leichtere Schlussprogramm hat.

Es dürfte für Klopp & Co. also der Bündelung aller verbliebenen Kräfte bedürfen um zumindest Platz 3 in der Liga zu verteidigen und Leverkusen und Wolfsburg im Ligaendspurt nun nicht noch einmal heranzulassen.

Eine drohende Heimniederlage am Wochenende gegen Wolfsburg wäre da das allerschlechteste Start-Signal, was die Schwarzgelben aktuell aussenden dürften.

Diese zu vermeiden wird in der aktuellen Form schon schwer genug werden, zumal ein gewisses Abfallen der Spannung nach einem Highlight-Spiel wie dem Gestern in Madrid nur allzu menschlich wäre. Nur darf sich der BVB das halt in der derzeitigen Situation in der Liga, und bei nur einem einzigen Punkt Vorsprung auf den FC Schalke 04, nicht erlauben.

Ein Nachlassen in Sachen Motivation und Konzentration bei den Dortmundern wäre jetzt wohl sogar deutlich schlechter zu verkraften als ein klares 0:3 bei Real Madrid, welches bei der aktuellen Personalsituation wohl ohnehin einkalkuliert werden musste.

So gesehen war das Spiel in Madrid wahrlich kein Weltuntergang. Die wirklich für die Zukunft des Vereins entscheidenden Wochen kommen erst noch, auch wenn das vermutlich noch nicht alle so sehen werden am Morgen nach dem vermutlichen Aus in der Königsklasse des europäischen Fußballs.

Also, heute rund um den Borsigplatz einmal kurz schütteln, und dann alle Kräfte für den Endspurt in der Meisterschaft bündeln! Es wird vonnöten sein!

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