Bürger wählen Ruhrstadt

Alles nur nicht "Metropole Ruhr".

Buchtitel aus dem Jahr 2000. Foto: Ruhrbarone

Die Bürger der im November gegründeten Stadt Ruhr wurden um die Jahreswende das erste Mal an  die Urnen gerufen: Die Frage über die die mittlerweile 891 Bürger des Reviers zu entscheiden hatten ,ging es um den  künftigen Namen des Ruhrgebiets. Zwei Vorschläge standen zur Auswahl: Stadt Ruhr oder Ruhrstadt. Das Votum war schließlich eindeutig: Von 353 abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung immerhin 40 Prozent)  entfielen 65 Prozent auf Ruhrstadt und 29 Prozent auf Stadt Ruhr. Die verblieben fünf Prozent der "Bürger" reichten Vorschläge wie Metropole Ruhr oder Glückaufstadt ein, die aber am Gesamtergebnis nichts mehr änderten.
Der Begriff Ruhrstadt hat eine lange Geschichte: Er tauchte seit den 20er Jahren immer wieder auf und ist seitdem ein Symbol für den Einheitswillen der Region. Allerdings auch ein rotes Tuch für alle fast alle Kommunalpolitiker und Verbandsfunktionäre. Zu neuer Popularität kam der Begriff um die Jahrhundertwende als sich sowohl der damalige WAZ-Chefredakteur Uwe Knüpfer als auch die

Alles nur nicht "Metropole Ruhr".

Buchtitel aus dem Jahr 2000. Foto: Ruhrbarone

Die Bürger der im November gegründeten Stadt Ruhr wurden um die Jahreswende das erste Mal an  die Urnen gerufen: Die Frage über die die mittlerweile 891 Bürger des Reviers zu entscheiden hatten, ging es um den  künftigen Namen des Ruhrgebiets. Zwei Vorschläge standen zur Auswahl: Stadt Ruhr oder Ruhrstadt. Das Votum war schließlich eindeutig: Von 353 abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung immerhin 40 Prozent)  entfielen 65 Prozent auf Ruhrstadt und 29 Prozent auf Stadt Ruhr. Die verblieben fünf Prozent der "Bürger" reichten Vorschläge wie Metropole Ruhr oder Glückaufstadt ein, die aber am Gesamtergebnis nichts mehr änderten.

Der Begriff Ruhrstadt hat eine lange Geschichte: Er tauchte seit den 20er Jahren immer wieder auf und ist seitdem ein Symbol für den Einheitswillen der Region. Allerdings auch ein rotes Tuch für alle fast alle Kommunalpolitiker und Verbandsfunktionäre. Zu neuer Popularität kam der Begriff um die Jahrhundertwende als sich sowohl der damalige WAZ-Chefredakteur Uwe Knüpfer als auch die damaligen Oberbürgermeister Burkhard Drescher (Oberhausen) und Oliver Wittke (Gelsenkirchen)  für die Vision des Ruhrgebiets als Stadt stark machten. Sogar die SPD im RVR setzte damals auf die Ruhrstadt – wenn auch ohne jeden Inhalt: Sie wollte schlicht das Wort Ruhrstadt vor den Städtenamen der Ortseingangschilder anbringen.

Der KVR, damals noch mit Gerd Willamowski an der Spitze, machte sich ebenfalls für die Ruhrstadt stark – unter anderem brachte der KVR zwei Bücher mit dem Titel heraus und dokumentierte die Diskussion über die Ruhrstadt damals im Internet. Bei der heutigen RVR-Spitze schlicht undenkbar.

5 Kommentare

Ich finde das Ergebnis gut. Aber die Teilnehmerzahl an der Abstimmung ist bei gut 4 Mio Einwohnern ganz schön klein. Warum haben nicht mehr mitgemacht?

Tolle Bücher, einen Bildband habe ich auch, kann ich nur jedem empfehlen! Da erstarkt die Liebe zur Region gleich nochmal mehr, wenn man sich die tollen Luftbilder ansieht.

Wenn von über 4 Mio. Einwohner über 4 Mio. Einwohner nicht beteiligt sind, was interessiert dann die Meinung von 230 Leuten? Liebe ruhrbarone, bitte demnächst nicht über jede Entscheidung von Bügerinitiativen. Fördervereinen, Interessengruppen o.ä. berichten, die in dieser Größenordnung Mitglieder haben.

Warum haben nicht mehr mitgemacht, fragt David. Ich vermute, ein Teil der über 4 Mio. Einwohner wußte nix davon, der andere Teil will nix davon wissen.

Liebe Ruhrbarone. Ob Ruhrstadt, ob Ruhrmündungsstadt oder auch Veststadt, wer möchte denn in so einer Künstlichen Stadt wohnen?

230 Stimmen von 5,2 Millionen Einwohnern des Ruhrgebiets, die sich zu einer einzigen Ruhrstadt zusammenschließen wollen. Das ist sehr sehr wenig. Und Gegenstimmen gab es auch keine !!!
Die hat man wohl nicht Eingeladen.

Hier muss man sich doch Fragen, wie viel Stimmen singen beim BvB das Westfalenlied. Ja, selbst an einem Samstag auf dem Markt in Hamminkeln würde man doch mehr Stimmen bekommen, die Erklären das Hamminkeln zum Niederrhein gehört.

Hier ist doch schon ehr die Frage zu stellen, warum wiederholt man das Thema regelmäßig. Neu sich das ganze ja nicht mehr, siehe:
Vision Ruhrstadt: Alle in einem Pott von Christoph Mulitze erschienen am 13.08.2001 im Abendblatt.

http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?url=/ha/2001/xml/20010813xml/habxml010709_11022.xml

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