Bundesliga: Der Dino rettet sich mit letzter Kraft und viel Glück über die Ziellinie zum Klassenerhalt

Das Stadion des HSV. Foto: Robin Patzwaldt
Das Stadion des HSV. Foto: Robin Patzwaldt

Kein Fußball für Feinschmecker aktuell in Hamburg. Der ‚Dino‘, der Hamburger Sportverein, rettete sich heute, am frühen Abend, durch ein glückliches 1:1 (0:1) bei Greuther Fürth, im Rückspiel der Relegation, aufgrund des von Pierre-Michel Lasogga erzielten Auswärtstores, und bleibt der 1. Fußball-Bundesliga erst einmal erhalten.

Riesen Erleichterung im Lager der Hamburger, große Enttäuschung auf Seiten des fränkischen Zweitligisten, dem der Aufstieg knapp verwehr bleibt.

Der einzige Bundesligist, dem noch nie seit Gründung der Bundesliga vor 51 Jahren ein Jahr ausserhalb der Eliteliga beschieden war, zieht damit in letzter Minute  noch einmal den sprichwörtlichen ‘Kopf aus der Schlinge’. Doch nach einem mageren 0:0 im Hinspiel und einem 1:1 im Rückspiel heute, sollten die Hanseaten nun dringend die richtigen Schlussfolgerungen aus der katastrophalen Saison ziehen, in der man nicht nur die letzten fünf Saisonspiele allesamt verlor, auch in der Relegation gegen Fürth kein Spiel gewinnen konnte und somit als erster Club mit nur 27 Saisonpunkten am Saisonende die Liga halten konnte.

Die Folgen des katastrophalen Missmanagements der letzten Jahre, die umstrittenen Trainerwechsel, ein Manager der nur noch mit Durchhalteparolen auffiel, das Alles mahnt dringend zum Handeln. Das sollte bei aller Freude über die Rettung in letzter Sekunde und um Haaresbreite nun nicht in Vergessenheit geraten. Denn dazu waren auch die Leistungen in den letzten Wochen einfach viel zu schwach. Der ‚Dino‘ atmet noch, aber mehr nun wirklich nicht.

Wirtschaftlich ist der Klassenerhalt des HSV für die Bundesliga eindeutig ein Vorteil. Eine Truppe mit so vielen Fans, mit einem so schönen Stadion und aus einer Weltstadt stammend, die gehört einfach in Liga 1. Den eigenen sportlichen Wert für die 1.Liga muss die Mannschaft von Ex-Schalke-Trainer Mirko Slomka demnächst nun aber wieder deutlich stärker unter Beweis stellen….

3 Kommentare

Wirtschaftlich war der Klassenerhalt des HSV notwendig. 100 Millionen Schulden drücken gewaltig.

Doch wie geht es weiter? Wird im nächsten Jahr der Klassenerhalt geschafft? Kann diese Mannschaft es schaffen?

Das ist, auch aus meiner Sicht, eben der Knackpunkt. Die Mannschaft ist nun auch in den Relegationsspielen, trotz großer Kampfansagen im Vorfeld, sieglos geblieben. Das einzige Tor in beiden Spielen schoss Lasogga, und der ist wohl nächste Saison nicht mehr dabei. So wichtig der Klassenerhalt für den Club war, so groß sind die Fragezeichen für die neue Saison!

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