Ausgemüllert

Als ich ihn das letzte Mal gesehen haben, es war Ende Januar, da hatte Schalke Manager Andreas Müller die Sache schon hinter sich gelassen. Zum Rückrundenauftakt wurde die Sportpresse ins runderneuerte Schalke-Museum geladen. Müller verdrückte sich lange in einen Tunnel mit Videoaufnahmen aus Schalker Tagen. Besonders intensiv, fast regungslos besah er sich den Film über die Eurofighter, seinen UEFA-Pokal-Sieg; – glühte sein Gesicht hinterher ein wenig?

Als ich ihn das letzte Mal gesehen haben, es war Ende Januar, da hatte Schalke Manager Andreas Müller die Sache schon hinter sich gelassen. Zum Auftakt der Rückrunde wurde die Sportpresse ins rund erneuerte Schalke-Museum geladen. Und Müller verdrückte sich lange in einen Tunnel mit Videoaufnahmen aus Schalker Tagen. Besonders intensiv, fast regungslos besah er sich den Film über die Eurofighter, seinen UEFA-Pokal-Sieg; – glühte sein Gesicht hinterher ein wenig?

Foto:ruhrbarone.de

Die Pressekonferenz verlief dann Durchhalteparolig, sterbenslangweilig. Trainer Fred Rutten, der im Amt bleiben darf, sagte ungefähr zwanzigmal "das ist normal". Müller, der heute beurlaubt wurde (klick, klack), nachdem er einen Rücktritt ablehnte, gab den bärbeißigen. Und das auch schon unter der Moderation eines Ersatzmannes: Weil in der Winterpause als erstes Opfer der höchst rätselhaften Schalke Krise (oder ist es eher ein Infekt, ein Virus?), der verdiente Traditions-Pressesprecher Gerd Voss beurlaubt wurde, musste Thomas Spiegel die Presserunde im Museum leiten. Seltsame Schalker Zeiten.

Von Christoph Schurian

Christoph Schurian ist freier Journalist, lebt in Tallinn und Bochum, arbeitet für Printmedien und Rundfunkanstalten, Museen, Film- und Medienproduktionen.

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