An der Uni Siegen ist ein Streit über Meinungsfreiheit entbrannt

Thilo Sarrazin in einer Talkrunde des Red Bull-Senders Servus TV. Foto: YouTube Screenshot

Grund dafür ist ein philosophisches Seminar namens “Denken und denken lassen”, in dem über ebendieses Thema debattiert werden soll. Prof. Schönecker, der das Seminar leitet, hat als Redner u.a. Thilo Sarrazin und den AfD-Bundestagsabgeordneten Marc Jongen eingeladen. Der AStA hat bereits Protest angekündigt, will die Veranstaltung aber nicht blockieren. Die Uni hat Schönecker die Fördergelder gestrichen. Der sieht sich in seiner Lehrfreiheit eingeschränkt.

In einem Kommentar der FAZ war sogar von “Diskussionsverboten” an der Uni Siegen die Rede. Dabei ist das Seminar keineswegs verboten worden. Die Uni möchte allerdings offenbar keine Auftritte bekannter Rechtspopulisten finanzieren.

Schönecker hat laut eigener Aussage auch einige Personen aus dem linken Spektrum eingeladen, im Rahmen des Seminars Vorträge zu halten, diese hätten jedoch mit Verweis auf die anderen Redner allesamt abgesagt. An der Tatsache, dass die Rednerliste nun sehr einseitig ist, ändert sein Bemühen jedoch nichts. Es stellt sich die Frage, was er sich von der Teilnahme Sarrazins und Jongens überhaupt erhofft.

Offensichtlich sollen sie dort als Betroffene von Einschränkungen der Meinungsfreiheit reden. Auf Nachfrage äußert Schönecker, dass die Meinungsfreiheit seiner Ansicht nach nicht nur durch Zensur, sondern auch durch Repressalien beschränkt werden könne, “die das physische, psychische und sozial-ökonomische Wohlergehen derjenigen beschädigen, die ihre Meinung kundtun wollen; solche Repressalien zielen auch auf Selbstzensur.”

Dass Sarazzin und Jongen Repressalien erleiden müssten, die ihr physisches, psychisches oder sozial-ökonomisches Wohlergehen beschädigen, lässt sich nicht belegen. Auch sind beide nicht dafür bekannt, Selbstzensur zu üben. Das Unsägliche an der ganzen Sache ist doch, dass sowohl die AfD als auch andere Rechte immer wieder Rassismus unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit verbreiten und diese auch als Argument nutzen, sobald sie auf irgendeine Form von Kritik stoßen. Dabei heißt Meinungsfreiheit immer auch das Recht des Anderen, der eigenen Meinung zu widersprechen.

Die Behauptung der Rechten, sie würden an ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung gehindert, wird von Schönecker durch die Einladung und erst recht durch sein Statement gegenüber den Ruhrbaronen bestätigt. Warum sonst sollte man denken, dass “dezidiert konservative oder rechte Denker”, wie Schönecker selbst in einem Kommentar auf dem Hochschulportal unisono die Redner bezeichnet, einen wertvollen Beitrag zu einer Diskussion über dieses Thema leisten könnten?

Der Dekan der philosophischen Fakultät, Dr. Niels Werber, kritisierte Schöneckers Vorgehen. Seiner Meinung nach müssten wissenschaftliche Kriterien bei der Auswahl der Redner im Vordergrund stehen, jedoch habe der Philosophie-Professor diese laut eigener Aussage ausdrücklich aufgrund ihrer politischen Einstellung eingeladen.

Der AStA hat bereits Protest angekündigt, auch einige Professoren distanzierten sich deutlich von dem Seminar. In den zweifelhaften Genuss, bei den Vorträgen live dabei sein zu können, werden allerdings nur 23 Studenten kommen. Die Anmeldungsphase ist längst abgelaufen, für die Vorträge Jongens und Sarrazins gab es sogar ein spezielles Anmeldeverfahren.

47 Kommentare

Deutschland ist am Ende. Die Diskussionskultur ist unterirdisch. Alternativlos und nicht hilfreich – ich denke, das haben wir Merkel und ihren Hofschranzen zu verdanken. Dieser Rückfall, das war wohl der wahre Preis der Deutschen Einheit…..

Diskussionsverbote passt. Ob man nun den einen den Mund verbietet, oder ausschließlich die anderen finanziell fördert, läuft aufs gleiche raus. Und das passt nicht zu einem Ort, der dem freien Denken dienen soll. Wie soll sowas funktionieren, wenn man nur mit denen diskutiert, die mehr oder weniger denken, wie man selbst?

Wenn eine "Diskussionskultur" von notorischen Lügnern wie Sarrazin abhängt und man eine Uni mit ihrer Anwesenheit belästigen muss, dann ists wirklich weit gekommen. Als ob er seine Gülle nicht schon in allen Kanälen abgekippt hat, die die Gesellschaft bietet. Wenn ein Prof tatsächlich Leute braucht, die für ihre Ansichten "Repressalien" fürchten müssen und ihm nichts besseres als ein wohlstandsverwahrloster Hetzer einfällt, dann weiss ich, was von dem Lehrstuhl zu halten ist.

@#4: der Hinweis auf das "Gülle auskippen" wirkt angesichts des Inhalts deines Kommentars stark wie eine Projektion. ?
Man kann Sarrazin sicherlich Übertreibungen und überspitzte Darstellungen vorwerfen. Diese kann man aber auch in der Diskussion mit ihm benennen. Die Verweigerung der Auseinandersetzung zeigt imO eher argumentative Hilflosigkeit an. Das stellst auch du unter Beweis…

Ob Sarrazin nun die richtige Wahl ist?

Dennoch muss man an der uni auch andere Positionen zumuten und dazu gehören je nach Hintergrund der Studis auch rechtskonservative oder kommunistische Postionen. Einstweilen weilte ich an einer Hochschule in kirchlicher Trägerschaft und dort hat man sich auch mal einen Atheisten und Religionskritiker als Redner eingeladen. Genauso kann man AStA-Referenten auch tief konservative Gäste zumuten, ja muss man es auch. Populisten muss eine Uni aber keine Bühne bieten, egal welcher Art.

@5 Daniel
Sarrazin überspitzt nicht, sondern vertritt biologistisch-rassistische Thesen und hat sich damit für den wissenschaftlichen Diskurs disqualifiziert und für den gesellschaftlichen Diskurs untragbar und unerträglich gemacht.

#2 Helmut
Der Grenzwert für Toleranz im politischen Klima liegt bei 0% Vernunft und 100 % Gesinnung 😉
Diese Klimaziele werden rigoros und kategorisch durchgesetzt.
SED – schöne Einheits-Demokratie

Es ist nicht zu verstehen warum eine Universität den Totengräber der Demokratie Raum & Zeit gibt, um ihre Antithesen zu Freiheit und Gleichheit auszubreiten.

Man kann nur hoffen, dass linke Kräfte dies zu verhindern wissen. Mit den Feinden der Demokratie diskutiert man nicht.

Nebenbei: AfD und SPD? Da kommt zusammen – was zusammengehört.

"Nebenbei: AfD und SPD? Da kommt zusammen-was zusammen gehört." Wird hier jeder Scheiß freigeschaltet? Frage ich mal als zahlender Blogger.

Schönecker war und ist so frei zu meinen, einen Sarrazin, einen..
zu einer Diskussion einladen zu sollen -warum auch immer.

Sarrazin und Seinesgleichen waren und sind so frei, ihre Meinung schriftlich und mündlich zu vertreten -wie und warum auch immer-.

ASTA und Uni-Leitung sind so frei zu meinen, dagegen opponieren zu sollen und so frei, versuchen zu können -und zu dürfen- daß mit ihren legalen und legitimen Mitteln ganz oder teilweise zu verhindern oder einzuschränken.

Und wir Bürger sind so frei, dazu unsere Meinung zu sagen und über jede dieser Meinungen strittig zu diskutieren, also auch über Sinn oder Unsinn dessen, was da an der Uni Siegen derzeit ansteht und zu erwarten ist und dabei gibt es dann eben auch die Gelegenheit, 'mal wieder über "das eigene Verständnis" von Inhalt und Schranken der Meinungsfreiheit nachzudenken. s

Diese Realität widerspricht der u.a. von der AFD und ihresgleichen regelmäßig vorgetragenen Behauptung, "man" könne in Deutschland seine Meinung nicht, nicht mehr, nicht hinreichend öffentlich vertreten.

Also….
Weiter geht's im Meinungsstreit.

Ich gehöre , was auch bei den Ruhrbaronen bekannt ist, seit "altersher"

– u.a. aufgrund unmittelbarer Erfahrungen und Erkenntnisse über die NZ-Schreckensherrschaft und über das gesellschaftliche und staatlichen Versagen in der Weimarer-Republik im Kampf gegen die Feinde der Demokratie-

zu denjenigen, die sich vehement mit ihren Mitteln und Möglichkeiten einbringen, wenn es darum geht, sich dem faschistischem Ungeist -in welchem Gewande auch immer er daherkommt–entgegen zu stellen, wo immer er von mir wahrgenommen wird , auch nach dem Motto. "Wehret den Anfängen" und das gilt aktuell für mich eben auch mit Blick auf die AFD und ihr sog. Umfeld.

Ich gehöre zugleich, was auch bei den Ruhrbarone bekannt ist, zu denjenigen, die für eine weitestgehend uneingeschränkte Meinungsäußerungsfreiheit plädieren. Das geht bei mir soweit, die Schranken der Meinungsfreiheit, die die Verfassung (das GG) vorgibt, die in diversen Gesetzen konkretiisiert und regelmäßig von der Rechtsprechung bestätigt werden, kritisch zu hinterfragen, mit großem Respekt vor der Verfassung und vor der Begründung für die verfassungsrechtlich gesetzten Schranken der Meinungsfreiheit.

Und das führt, jedenfalls bei mir dazu, Meinungsäußerungsfreiheit eben auch dann zu akzeptieren, besser wohl, akzeptieren zu müsssen, , wenn mir der Inhalt der geäußerten Meinungen "gewaltig gegen den Strich geht ", weil……

-weil ich sie für faktenwidrig halte, weil ich sie für verfassungsrechtlich problematisch und dann und wann für "von keiner Sachkenntnis getrübt" halte, weil ich ihren Inhalt für gesellschaftspolitisch problematisch, dann und wann sogar für gesellschaftspolitisch gefährlich halte -sh.AFD- oder weil ich dann und wann den Inhalt einer Meinungsäußerung schlicht und einfach für Unsinn halte oder weil ich zunehmend, hasserfüllte, respektlose , jedem Anstand widersprechenden Beiträge in den von mir sog. a sozialen Netzwerken zu registrieren habe.

Thomas Weigle,
das Gesagt gilt dann eben meinerseits auch für die oftmals unsinnigen, unsäglichen Sprüche von "Michael" hier bei den Ruhrbaronen, , vor allem dann, wenn es für ihn gegen die SPD geht., "Sprüche", die mich vermuteten lassen, daß sie getragen, daß sie geprägt sind von enem "abgrundtiefem Hass" auf die SPD, weil…..???????.

Sarrazin hat oft genug (eigentlich bei all seinen Auftritten) bewiesen, dass er an einer ergebnisoffenen Diskussion nicht interessiert ist. Kritik an seinen Positionen lässt er nicht zu und verwechselt sie mit Zensur. Gegenargumente und Widerlegungen ignoriert er. Sein angestammter Platz ist daher im Bürgerbräukeller und nicht an der Uni.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass man Antisemiten, Rassisten, völkischen Nationalisten, religiösen Fundamentalisten und anderen autoritären und antidemokratischen Spinnern keine Bühne geben sollte.

-13-
bob hope,

ich teile Ihre Meinung ohne Wenn und Aber und streite für sie.

Ich akzeptiere zugleich, daß "man" anderer Meinung ist und für diese streitet.

Meinungsstreit eben.

Dazu gehört auch der Streit darüber, ob und wie Schranken der Meinungsfreiheit zu ziehen sind, z.B. dann, wenn "man" sich unter Berufung auf die Meinungsfreiheit daran macht, gegen Grundprinzipien unser derzeitigen Gesellschafts- und Staatsordnung aktiv kämpferisch zu agieren. Und dieserhalb neige ich nun 'mal wider die herrschende (Rechts–) Auffassung dazu, auch den Sarrazins, den Höckes, den…….ein weitestgehend uneingeschränktes Recht der Meinungsäußerung wann und wo auch immer zuzugestehen. Dem steht nicht entgegen, daß ich mich grundsätzlich weigere -ich bin so frei-, mit den Sarrazins, den Höckes, den ……….einen Diskurs zu versuchen. Letzteres wäre "der Versuch an einem untauglichen Objekt".

@Bob Hope, zur Bühne wird es durch die Lautstärke, mit der sein Auftritt verhindert wird.
Ansonsten sind vorträge an einer Uni ziemlich abseits der Welt.
Und in der Welt, also auf den Straßen und den Wahllokalen, da haben solche Typen Erfolg.
Das ist das Problem. Nicht, ob sie in irgendeinem Elfenbeinturm 20 Zuhörer finden.
Und genau draußen fehlen die, deren teure Ausbildung eigentlich die Hoffnung zulassen, daß sie einen intellektuell überlegenen Diskurs führen könnten.
Sie fehlen genau mit Deinem Argument, Daß diese Typen nicht interessiert an einem Diskurs seien.
Hallo? Es geht nicht darum, Sarrazin oder einen AFD-Anführer zu überzeugen, sondern darum, Millionen Zuhörern eine Gegenposition anzubieten, damit die auch etwas anderes hören, als das was ihnen von Rechts gesagt wird.
Aber unsere feinen Akademiker, für die ich immer viel Steuern zahlen mußte, verpissen sich, wenn das von ihnen erwartet wird. Und warum?
Ich habe jahrelang darüber nachdenken dürfen und bin zu einem Schluß gekommen, der denen überhaupt nicht gefallen wird. Der Schluß ist nämlich der, daß die einfach zu doof sind, mit den normalen Leuten auf der Straße zu reden. Einfach zu doof!
Nix Strategie von kein Wort zu Rechtsradikalen oder so etwas. Das sind vorgeschobene Gründe.
Sie finden nicht die sprache, die sie sprechen müßten. Alles nur Sprachungetüme, die sie an der Uni lernen mußten. Völlig unfähig sich selber in neue Ansichten hineinzuversetzen. Eben einfach zu doof.
Du nicht. Aber sehr viele, hoffentlich nicht Alle.
Und was passiert? In den Wahlkabinen wird abgestimmt, nicht im Turm.
Und wenn die Rechten siegen, werden sie genau diese Fachbereiche, die ihnen nicht passen, evaluieren. In Ungarn werden Gender studies abgeschafft. Ein Anfang. Aber bezeichnend ist, daß kein Hahn danach kräht. Und warum? Weil die draußen niemand kennt, bzw. denkt, daß die für den Kampf gegen Rechts nützlich sein könnten. Auf die Idee kommt niemand. Also kann Orban diese Fächer auch einsparen und mit dem Geld irgend etwas anderes finanzieren, was ihm besser gefällt. Wo bleibt dann dein satz von der Bühne?

@ Walter Stach Weil dies so ist im Netz, wie Du es beschrieben hast, sowohl bei rechten wie linken Seiten. Deshalb bin ich auch in der Hauptsache bloggend nur noch hier zu Gange, ganz selten noch bei Post von Horn.
Was den Michel angeht, hat ihm wahrscheinlich mal der Sohn eines Sozialdemokraten im Kindergarten das Sandschäufelchen und Eimerchen weggenommen. So was prägt, wie man sieht, für´s Leben.

egal ob man rechts, mitte oder links ist
wer demokratisch leben will, der sollte sich die Vorträge jedes Redners anhören und mal darüber nachdenken

leider stelle ich immer wieder fest, das gerade die Freunde der Linken abteilung nur durch niederschreien und Gewalt auffallen.

Es gibt viele Ansatzpunkte bei allen PArteien welche richtgig sind – aber auch eben so viele welche falsch sind
anhören und nachdenken hat bisher noch nie geschadet
Niederbrüllen dagen sehr

@#15 Helmut Junge: Orban braucht keine "Bühne" für seinen nationalistisch-braunen Staatsumbau mehr, da wird schon stramm ideologisch in der Erziehung der Kleinsten programmiert, was aus ihnen später werden soll:
"Um in diesem Sinne schon die Kleinsten auf Linie zu bringen, ordnete das Ministerium für Humanressourcen kürzlich eine patriotische Neugestaltung der Kindergartenerziehung an. Dem Kind solle dabei geholfen werden, heißt es in dem Erlass, sich mit einem Umfeld vertraut zu machen, dessen Grundlage "das nationale Identitätsbewusstsein, die christlichen kulturellen Werte, die Heimatliebe und die Bindung an Vaterland und Familie" seien." http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-gender-studies-soll-an-unis-verschwinden-warum-a-1223688.html

Übrigens gibt es deshalb keinen großen Aufstand der Studenten gegen die Abschaffung des Gender-Studies-Studienfachs, weil dieses nur an 2 Unis gelehrt wurde: einmal an der staatlichen Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) und dann noch an George Soros' privater Central European University (CEU), die Studentenzahlen halten sich somit in kleinsten Grenzen.

Es scheint, einige Kommentatoren würden Sarrazins Bücher am liebsten verbrennen. Und persönliche Diffamierung ist immer das Mittel der geistig Armen. Erschreckend, dass sich so viele in diesem Land wieder für totalitäres Vorgehen engagieren.

Eiermann
-19-
"Bücher am liebsten verbrennen"…
"Persönliche Diffamierung"…..
"Mittel der geistig Armen"…
"totalitäres Vorgehen"….
Na, ja!
Eine Wortwahl, die meines Erachtens nicht intellektueller Redlichkeit gerecht wird und schon gar nicht taugt für einen Diskurs -falls man diesen denn will, was ich bezogen auf i Sarrazin und seines Gleichen grundsätzlich in Frage stelle.

@ #3 Gerd
"Diskussionsverbote passt. Ob man nun den einen den Mund verbietet, oder ausschließlich die anderen finanziell fördert, läuft aufs gleiche raus. "

Ist das so? Dann wird mir (wie einigen Millionen anderen Einwohnern des Landes) wohl auch "der Mund verboten", weil ich nicht für Fahrtkosten und Honorar ins Seminar eingeladen werden.

Also diese rechten Schneeflöckchen immer … jetzt ist es also schon gegen die Meinungsfreiheit, den Leuten kein Geld in die Hand zu drücken für ihre Meinung.

@ walter Stach

sie selbst schreiben…Sarazin und seines Gleichen

ist das der richtige Diskus – in Ihren Augen?
Sie sind so weit vom normalen Diskus entfehrnt wie die Kuh vom Mond

sorry – damit möchte ich ausdrücken, das auch sie zu der Sorte gehören, welche eine vorgefertigte Meinung haben und somit anderer MEinung weder zuhören noch eine Chance geben – sehr bedauerlich
so müsste ich jetzt sagen – Diskussionen mit Stach und seinesgleichen…..

sehr bedauerlich

Der Horizont mancher Diskutanten ist ein Kreis mit dem Radius Null und das nennen sie Standpunkt 😉
Alternativ geht auch der Neusprech: MIMIMIMI 😉

BTW Sarrazin ist auch Mitglied der SPD … und hat seinen Job als Vorstand der Bundesbank nach "Deutschland schafft sich ab" verloren.
Soweit zum Thema sanktionsfreie(sic!) Meinungsfreiheit.

Vollkommen albern wird es, wenn der eine Totalitäre den anderen Totalitären mit "totalitär" beschimpft bzw. deshalb die beleidigte Leberwurst gibt 😉
Der Blick in den Spiegel beschert gelegentlich auch unschöne Seiten. Spiegelneurose ist das psychologische nahezu pathologische Phänomen, den Spiegel für das Bild verantwortlich zu machen.

Manchmal ist aber auch nur schlicht unreflektierte Empörung und das ist die unfreiwillige Komik der Gutmenschen.
YMMV

Nebenbei muss man Genossen wie W. Stach nachsehen, dass es einen gewissen Futterneid (prozentuale Wählerstimmen) auf die AfD gibt.

-22-
-23-

Ich wiederhole gerne meine politische Einstellung, wenn es gegen die ADF geht und gegen Alles, was aus meiner Sicht (mit)bestimmt, (mit)getragen wird von einem faschistischen Ungeist, der sich u.a. in national(sozial-)listischen Inhalten/Zielen, in mehr oder weniger offen propagierten Fremdenfeindlichkeit äußert, im Schüren von Hass auf geflüchtete Menschen, vor allem wenn sie muslimischen Glaubens sind, im Befeuern der Ängste von Menschen, um sie so "gegen Europa" und für den Rückzug auf das Nationalistische aufzubringen.

Ich habe mehrfach geklärt, daß ich das zu akzeptieren habe als Ergebnis der von mir radikal vertretenen Meinungsäußerungsfreihet.. -sh. einleitend unter -12-.

Ich bin allerdings auch so frei, meine Meinung über die Höckes, die Sarrazins -und Ihresgleichen (!!)
zu äußern. u.a. mit der Bekundung meiner (!) Einstellung zu sog. Gesprächen, zu sogenannten Diskussion mit Menschen wie Höcke, Sarranzin und Co:
Mit denen und Ihresgleichen kann es aus meiner Sicht r keinen Diskurs geben, der diese Bezeichnung verdient:
"Diskurs als Schauplatz kommunikativer Rationalität."
-sh. so auch -14- abschließend-.

Ansonsten:
Ich sehe mich überfordert würde ich versuchen, wollen, auf jeden Blödsinn die gemäße Antwort in gemäßigtem Ton zu finden und zu formulieren.

@Walter Stach: Womit wir wieder bei der Frage wären: Mit Rechten reden oder nicht? Ich sage: Nein! Und dafür gibt es im Zeitalter der alternativen Fakten genügend Gründe. Mir reicht es, in den Kommentarspalten meinen Senf zur braunen Sauce beizusteuern.

@abraxasrgb: Ihre Versuche, einen "offenen Diskurs" ausgerechnet für die Leute einzufordern, denen es eh nur um die Etablierung rassistischer Stereotypen geht, ist recht durchschaubar. Am rechten Rand geht es eh nur noch um Volk und Vaterland, um Aus- und Abgrenzung. Die AfD macht es im Bundestag vor. Fast jede Debatte wird in Richtung Migration als vermeintliche Wurzel allen Übels gelenkt. Jeder Redebeitrag richtet sich gegen das vermeintliche Establishment, gegen alles „Undeutsche“, egal ob es „linksgrün versifft“ oder „messerstechend“ daherkommt. Rechtspopulistische Themen bestimmen schon längst den Diskurs. Jeder Versuch, die „stolzen Deutschen“ daran zu hindern, ihre kruden Verschwörungstheorien zu artikulieren, hat daher meine Unterstützung. Denn: Hier geht es schon längst nicht mehr um Diskussionen und um den Austausch von Argumenten, sondern darum, wer am Ende gewinnt.

Was von rechts zum Beispiel als "gesunder Menschenverstand" bezeichnet wird, entspricht fast eins zu eins dem, was in der NS-Zeit "gesundes Volksempfinden" genannt wurde. Und genau darum geht es doch Leuten wie Jongen und Sarrazin: Wissenschaft zum Wohle der Volksgemeinschaft – gegen die abgehobenen post '68er, "links-grün versifften" Deutschlandhasser und etablierten "Alt-Intellektuellen". Dass sie selbst vom System subventionierte, privilegierte Leistungsempfänger sind, interessiert da nicht. Widersprüche werden in dem Milieu ja stets ausgeblendet.

Schon seit mehr als drei Jahrzehnten wird die Grenze des Sagbaren immer weiter nach rechts verschoben. Vermutlich ist dies die größte intellektuelle Leistung der Nachkriegszeit, wo doch an jeder Ecke die Zensoren mit der großen PC-Keule warten und Denkverbote durchsetzen: Als wären FAZ, Welt, BILD, Zeit, Spiegel, Focus in den vergangenen Jahrzehnten nur im halben Umfang erschienen – von den ganzen neurechten Postillen und Blogs ganz zu schweigen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Berechtigte Kritik an völkischen, nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Inhalten soll verhindert werden. Begriffe wie "Denkverbote", "Gutmenschen", "Zensur" oder "PC-Keule" stehen beispielhaft dafür.

Natürlich haben auch die „Gutmenschen“ (ich vereinfache jetzt mal und benutze den von rechts gekaperten Begriff in seiner ursprünglichen Form) mit ihrer naiven Politik, ihrer wachsweichen Sprache und ihrer kulturrelativistischen Haltung dazu beigetragen, dass der „einfache Bürger“, der eh schon mit der Welt da draußen überfordert ist, sich von der Politik abwendet und sich den Leuten zuwendet, die simple (und zumeist falsche) Antworten auf richtige Fragen geben. Claudia Roth und Björn Höcke sind da leider nur zwei Seiten einer Medaille.

Zurück zu Sarrazin: Kapitel aus seinem Pamphlet "Deutschland schafft sich ab" wurden in BILD und im Spiegel vorab veröffentlicht. Wir reden hier von den beiden Printmedien mit der höchsten Auflage. Das Buch wurde allein im Erscheinungsjahr 1,5 Millionen mal verkauft – vermutlich über irgendwelche verschlungenen, illegalen Kanäle. Tichy sein Blick berichtet von Hetzjagden auf Sarrazin , ohne dass der Verfassungsschutz sich einschaltet und dementiert. Sarrazin hat die Kritik an seinen Thesen mit der "heiligen Inquisition" verglichen – dafür macht er allerdings einen sehr lebendigen und relaxten Eindruck. usw

Viele der Leute, die seine Bücher gekauft (und gelesen?) haben, kapieren vermutlich gar nicht, dass er für sie ähnlich viel Verachtung hat wie für Flüchtlinge. Da hilft auch ein Podium an der Uni nicht weiter. Sarrazin war immer schon ein abgehobener Zyniker, dem es nur um die Rettung der deutschen Kulturnation ging. Dass er sich dabei biologistische Erklärungsmuster zu eigen gemacht hat, die zwischen 1933 und 1945 in jedem Schulbuch hätten stehen können, hat noch niemanden interessiert. Und letztlich wollten auch der Hartz-IV Empfänger und der Jammer-Ossi nur bestätigt bekommen, dass sie zum auserwählten Volk gehören. Oder, um es mit Leo Löwenthal zu sagen: »Der Agitator geht seine Zuhörer nicht von außen her an; vielmehr gibt er sich wie jemand aus ihrer Mitte, der ihre innersten Gedanken formuliert. Er rührt das auf und drückt das in Worten aus, was in ihnen schlummert.« (Falsche Propheten).

Sarrazin träumt als autoritärer Charakter natürlich von den alten Hierarchien und patriarchalen Strukturen, aber er weiß auch, dass er das Fußvolk benötigt, um den Ansturm der „wilden Horden“ aufzuhalten. Dafür muss er ihnen erstmal klar machen, dass sie für eine große und gerechte Sache kämpfen. Nochmals Löwenthal: "Wenn er der falsche Prophet den Feind als einen Kriminellen, einen Entarteten, ein widerliches Tier, eine Mikrobe kennzeichnet, trifft der Agitator bei seinen Zuhörern tiefe Schichten von Hass und Sich-betrogen-Fühlen; ihre Rachsucht und ihr Hass auf diesen unsichtbaren Feind werden unerträglich." Merke: Selbst der ärmste Alemanne zählt mehr als der Muselmane. Und auf dem Niveau soll man einer Uni diskutieren? Montags in Dresden ist doch viel schöner.

Aber allein die Tatsache, dass die Veranstaltung angekündigt wurde, war ein weiterer, öffentlichkeitswirksamer Erfolg für die eisernen Kämpfer gegen den großen „Austausch des deutschen Volkes“. Weitere werden folgen. Jede öffentliche Diskussion mit Rechten sorgt dafür, dass die Positionen hoffähig werden. Andererseits wird der Vorwurf der Zensur so lange erfolgen, bis niemand mehr wagt, dem zu widersprechen, was Sarrazin und Kameraden von sich geben. So zumindest die feuchten Träume der Patrioten. Dem kann ich nur entgegen halten: Möge Sarrazin zumindest in einem Punkt recht behalten und Deutschland – zumindest das Deutschland, das Sarrazin, AfD und andere Rechtsextreme meinen – sich tatsächlich abschaffen…

Der Name Sarrazin wird von Bob hope und Walter Stach jeweils 8-mal genannt, also 16 mal von beiden zusammen, und vom Rest der Kommentatoren insgesamt 7 mal.
Kurios dabei ist, daß die, die Sarrazin besonders häufig nennen, behaupten, daß sie ihm und seinesgleichen kein Forum geben wollen, und daß sie überhaupt den Rechten kein Forum geben wollen.
Ich denke, daß man sich dann doch lieber im Wortgefecht mit solchen Typen messen kann.
Ich selber habe übrigens vor 8 Jahren, als Sarrazin mit seinem ersten Buch herauskam, hier bei den Ruhrbaronen einen Artikel geschrieben, der ihm vermutlich nicht gefallen hat. Damals gab es noch nicht viele Artikel gegen ihn.
https://www.ruhrbarone.de/das-thema-ja-aber-sarrazin-nein
Ich hatte mich damals mit seinen Thesen auseinandergesetzt, hab Fehler in seinem Denken gefunden. Vielleicht wäre dieser Mensch heute kein Thema mehr, wenn sich noch etliche Andere diese Mühe gemacht hätten. Haben sie aber nicht. Zumindest das hat sich bislang nicht geändert.
Daß ich das schlimm finde, muß ich nicht unbedingt wiederholen. Aber wenn alle denken, daß es besser ist, den Rechten das Feld zu überlassen, werden wir über kurz oder lang eine rechte Regierung haben. Die Zahl der Länder mit rechten Regierungen wächst ständig. Wenn das so kommen sollte, könnt ihr euch nicht beschweren, ich aber schon. Nur bin ich dann mitgefangen und gehangen. Es ist zum ….

bob hope
auch für mich ist es jetzt Prinzip, mit den sog. Rechtsradikalen -konkret mit AFD-Funktionären, mit AFD-Mitgliedern, mit AFD-Anhänger- und mit den ihnen geistig Nahestenden , mit ihren Brüdern im Geiste , kein Gespräch zu suchen und ein solches tunlichst zu vermeiden.

Ich habe mehrfach -u.a. hier bei den Ruhrbaronen betont-, daß das diese meine Position nicht einhergeht mit Erwägungen, gegenüber den Rechtradikalen – den NPDlern, den AFDlern und Ihresgleichen- "irgendwie" deren Recht auf Meinungsäußerungsfreiheit in Frage stellen zu wollen.
Im Gegenteil.

Mittlerweile habe ich zudem begriffen, daß es zumindest dann und wann notwenidig ist -leider und mir schwerfallend- auf ihre Hetztiraden, auf ihre Lügengeschichten, auf ihre Halb- und Unwahrheiten nicht nur faktengestützt Gegenteiliges zu äußern, sondern zu versuchen, mit dem richtigen Maß an Polemik verbal zurückzuschlagen -"auf einen groben Klotz…….".

PS
"Die Rechtsradikalen"

-Biedermeier und Brandstifter-
-ihre Komplizen-

Es ist ja nicht nur Sarrazin, der als Biedermeier im Gewande eines sich wissenschafltich gebenden
Literaten mittels seinen antimuslimischen Polemiken -z.T. unverblümter Rassismus- der AFD hilft, daß deren rechtsradikales Feuer, ständig neue Nahrung bekommt, es sind ja auch Philosophen , Literaten, Journallisten tagtäglich dabei, zumindest fahrlässig,als Brandbeschleuniger zu betätigen.
Und allen gemeinsam , so scheint es mir, ist die freiheitlich-pluralistische Gesellschaft in Deutschland und ist die Unantastbarkeit der Grundprinzipien eines demokratischen Rechtstaates, z.B. die Achtung der Menschenrechte, z.B. die Gewaltenteilung- ein Greuel, dem "mit allen Mitteln" zu begegnen ist.
Brandstifter zu benennen und sie zu attackieren, das ist das Eine und das ist relativ leicht zu machen. Die den Brand befördernden, die den Brand befeuernden Biedermänner, unter welchen Mantels sie sich auch immer zu verstecken zu versuchen, auszumachen, zu benenne und zu attackieren, ist relaltiv schwer und nicht so leicht zu machen; aber der besonderen Mühe all derjenigen wert, für die die freiheitlich-pluralistische Gesellschaft mit all ihren Schwächen die menschenwürdigste Gesellschaft und der demokratischen Rechtstaat unter allen denkbaren Staatsformen/Staatsordnungen "der am wenigsten schlechte" ist.

Dieserhalb stimmt mich zunehmend nachdenklich – vor allem in Erinnerung an die Weimarer-Republik,-, daß immer wieder und mit zunehmender Tendenz darüber berichtet wird, daß es in der Polizei, in der Bundeswehr, in Verwaltungsbehörden, in den Verfassungsschutzämtern der Länder und des Bundes "informelle Zirkel" Rechtsradikaler gibt, die in ihren Arbeitsfeldern vom rechtsradikalen Ungeist beseelt die Lunte zu legen versuchen, um dem von ihnen verhaßten "System" ein Ende zu bereiten. Da so bekanntlich auch der Kampf gegen die Weimarer-Demokratie geführt wurde, war dieser letztendlich erfolgreich -bisi zum bitteren Ende (x 1).

Wenn ich zudem im SPIEGEL (x2 )lesen konnte, wie mutmaßlich ein deutscher Milliardär mit dem Wohnsitz in der Schweiz die ADF finanziell fördert, so wie beispielsweise die Krupps und die Thyssens gegenüber der NSDAP, dann ist das ein weiterer Grund für mich, vergleichende Betrachtungen zu Weimarer Republik anzustellen, eben auch bezogen auf Brandstifter und
Biedermänner -in literarischem Gewande, als heimliche Finanziers oder wie auch immer.

x1)
Ich versuche jede Gelegenheit zu nutzen, die Anhängern der AFD daran zu erinnern, wohin es dank der fanatischen Anhängerschaft der NSDAP diese gebracht hat, nämlich zu einer brutalen Schreckensherrschaft, zu einem Weltkrieg mit rd. 6o Mio Toten, zur Ermordung von 6 Mio Juden, zu……….. und deshalb sollte das Motto gelten "Wehret den Anfängen".

x2)
Sh. dazu der Leitartikel in der aktuellen Ausgabe des Spiegel.
-DER SPIEGELNr. 48/24.11.2018 -Der Milliardär und die AFD -Wie geheime Spenden die Rechtspopulisten groß machen-.

Helmut,
ich kann Deine kritischen Anmerkungen nachvollziehen, aber…

Unterscheide bitte, ob Yannik Stracke, bob hope oder ich Sarrazin attackieren bzw. diejenigen, die vorgeblich ein Gespräch mit ihm suchen und dieses fördern, einfordern, organisieren, finanzieren oder ob es um die prinzipielle Ablehnung eines Gespräches mit ihm und seinesgleichen geht, z.B. durch bob hope oder durch mich

Dei ADFler, die Sarrazins, die NPDler und ihre Gesinnungsgenossen totschweigen? Ich meine, daß kann nicht das Prinzip aller Anti-AFDler sein. Nein! Dann und wann bedarf es des verbalen Zurückschlagens auch nach dem Motto" Auf einen groben Klotz……..".
Also…
Eine klare Absage für sog, Gespräche mit AFDlern und ihren Gesinnungsgenossen durch mich.
Ein klares Nein meinerseits für die Organisation solcher Gesprächsrunden und für dessen Finanzierung durch öffentlcihe Einrichtungen.
Ein klares Ja zu allen verbalen Attacken und zu jedem verbalem Widerstand gegen die Rechtsradikalen; auch wenn Letzteres, Helmut, deren Wahrnehmung in der bzw. durch die Öffentlichkeit dienen kann.

#26
Volle Zustimmung!
Da sich vielleicht nicht leicht, aber trotzdem gut belegbar und anschaulich zeigen läßt, wie daneben S. häufig liegt, ist es selbstverständlich geboten ihn und seine beschränkte Misanthropie vorzuführen.

Danke Wolfram, aber sicher macht das viel Arbeit so vorzugehen. Ich kämpfe mich da regelrecht durch und es kostet Zeit, die ich eigentlich lieber anders verwerten würde.
Aber ich habe auch nicht diese, von anderen Kommentatoren angeführten, Berührungsängste mit dieser Thematik.
Egal ob körperlich oder intellektuell, wenn mich jemand angreift, muß ich mich doch wehren. Ich käme nie auf die Idee, zu sagen, daß ich mit jemanden nicht kämpfen würde, der mich angreift, weil der mir zu eklig ist. Darum ist mir die Position von W. Stach und Bob Hope und tausend Anderen, in dieser Angelegenheit, absolut fremd.
Und ich bin überzeugt, daß man so auf Rechts reagieren muß, denn nur zu sagen, daß man die eklig findet, reicht doch nicht, wie man leicht an den Wahlstatistiken erkennen kann. Ich habe in (15) bewußt provoziert, damit ich diejenigen, die ich implizit mit meiner Beschimpfung mit in den Topf geworfen habe, die aber denken, daß sie dort nicht hineingehören, etwas kitzle. Vielleicht reagiert ja der eine oder andere so, wie ich es hoffe.

Was Du provokativ ansprochen hast, ist die Konfliktscheue der sich selbst als heldenhaft feiernden Demokraten. Dieses Verhalten ist doof (niederdeutsch: taub; salopp: dumm, beschränkt; landschaftlich: fade, uninteressant (Wiktionary)), deskripitv liegst Du also richtig.
Wenn Tatsachen eine Provokation sind, sollte sich der Provozierte um seine defizitären Kognitionen kümmern.

Wolfram Obermanns -30-,

"vorführen"……- gefällt mir!
Ja, das kann eines der Ziele sein, die "man" verfolgt, wenn "man" die AFD agierend/reagierend attackiert .

Arnold -31-
sh.letzter Satz,
ich muß nicht mit ADFlern reden, um zu wissen, was sie zu sagen haben und um sie dieserhalb attackieren zu können.
"Vorführen" -sh.W.Obermanns- erscheint mir jedenfalls nachwievor ein realistisches Wirkungsziel im Umgang mit "Rechtsradikalen" zu sein und nicht der m.E erwiesenermaßen a priori sinnlose , ja für die AFD-Gegner sogar kontraproduktive Versuch , einen Diskurs führen zu wollen.

Aber….
Ich habe vor einiger Zeit hier bei den Ruhrbaronen zu dieser Thematik " Reden/Diskutieren mit AFDlern.. (die Sarazins und Co. einbeschlossen)-angemerkt, daß -selbstverständlich- über das das diesbezügliche OB und das diesbezüglich Wie gestritten werden kann und daß es dabei nicht um "richtig oder falsch" geht, sondern darum, was der Einzelne aus der Sicht der AFD-Gegnernschaft als das (gesellschafts-) politisch zweckmäßigste, das politisch wirkmächtigste Tun oder Unterlassen ansieht..

Deshalb ist die dieserhalb geführte Streit ein selbstverständlicher, ein naheliegender, aber für mich ein sekundärer im Vergleich zu dem gemeinsamen und m.E. primären Ziel aller Gegner der Rechtsradikalen,, egal in welchem Gewande sie daher kommen, nämlich diese verbal zu bekämpfen -wann, wo und wie auch immer.

Helmut -32-
insofern geht es doch nicht um kämpfen oder nicht kämpfen, sondern um das Wie des Kämpfens gegen den gemeinsamen Gegner – den Rechtsradikalismus, die Rechtsradikale, eben auch gegen alle Biedermännern und Brandstifter in deren Umfeld.

"Man kann die Realität ignorieren aber man kann nicht die Konsequenzen einer ignorierten Realität ignorieren. "
Ayn Rand

"Warum sonst sollte man denken, dass „dezidiert konservative oder rechte Denker“, wie Schönecker selbst in einem Kommentar auf dem Hochschulportal unisono die Redner bezeichnet, einen wertvollen Beitrag zu einer Diskussion über dieses Thema leisten könnten?"

Bemerkenswert, dass dem Autor des Artikels nicht auffällt, dass eine solche Frage vollkommen am Thema vorbeigeht.

Das wirklich Sympathische hier bei den Ruhrbaronen ist, dass sie sogar völlig illiberalen Stumpfnasen die Möglichkeit geben, sich öffentlich zu blamieren 😉

Schade, dass hier keiner von denen mitdiskutiert, über die so larmoyant ellenlange, repetitive und dumpfe Schlagwortsammlungen tapeziert werden.

Denn dann könnte man wirklich lesen und bewerten, wer die logischeren, besseren und / oder sympathischeren Argumente hat 😉

Meta-Konklusion aus der Diskussion: Wenn man sich auf den Dialog mit politisch anders "denkenden" einlässt, lernt man eine Menge 😉

abraxasrgb (35), ich fürchte, daß dein Zitat genau deswegen nicht verstanden wird, weil jeder Kommentator aus seiner Sicht glaubt, daß er diese Realität sieht und sie auf keinen Fall ignoriert.
Wer intelligent ist, und über Bildung verfügt, geht jedem Diskurs mit Anhängern der AFD konsequent aus dem Weg und glaubt, daß es reicht, zu sagen, daß diese Partei böse ist. Tscha, und das reicht tatsächlich völlig, wie wir sehen. Die Wahlergebnisse geben ihnen schließlich Recht. Die AFD schrumpft ständig, und das ist der Maßstab.Warum sollte man da mit den Giftzwergen reden, und sich womöglich sogar besudeln? Geschenkt, nicht nötig.
Mir reicht dagegen ein einziger Blick ins benachbarte Ausland, um zu sehen, wie fragil europäische Gesellschaften sind, und ich glaube, daß die akademischen Herrschaften schon fast mit dem Hintern an der Wand stehen, und sehr viel mehr tun müßten. Das ist der Kern unserer Auseinandersetzung.
Aber mal ehrlich, wenn dann die postmodernen Gesellschaftswissenschaften, die sich nicht wehren wollen oder können, wegevaluiert werden, glaubst du, daß ich darüber traurig bin?

-37-
Vorbehaltlose Zustimmung zum Inhalt des ersten Satzes,

Abraxasrgb

so ist das in der Tat:
:
Illiberale Stumpfnasen in der AFD und unter deren Sympathisanten -in welchem Gewande sie auch immer daher kommen-, die sich tagtäglich auch bein den Ruhrbaronen tummeln, die mich mit jeder ihrer Zeile darin bestätigen, sie meinerseits weiterhin diskursunwillig oder gar diskussionsunfähig zu nennen und denen ich zugleich fehlenden Respekt vor der Meinung Anderer und ein hohes Maß an Arroganz attestiere.

PS
Ich teile nicht die Meinung derjenigen, die dem Gespräch mit den AFDler und ihren Sympathsiaten -auch den heimlich-unheimlichen- das Wort reden und argumentiere dagegen, aber ich respektiere diese Meinung, Von ihnen Gleiches zu erwarten, unterliegt offenkundig einem Irrtum meinerseits.

Helmut … #39
Die Postmodernen "dekonstruieren" sich selbst. …
Dialektik, das stelle ich in der letzten Jahren immer häufiger fest, ist tragischerweise gerade für Linke schwer zu verstehen.

Eine Ex-Freundin sagte mal: Besser Einbildung als gar keine Bildung.
Wobei es dann mit dem Aphorismus aus #35 zirkulär wird.

Die Figur des moralischen Dünkels kenne ich seit Beginn des PC / der Cultural Studies.
An unserer Alma Mater habe ich schon Ende der 80er selbst erlebt, das Horden von Empörten ein Seminar über ein damals aktuelles Buch eines, heute in Havard philosophische Ethik lehrenden, Autors mit Transparenten und Trillerpfeifen "gesprengt" haben.
Man hatte ihnen erzählt, in dem Buch stünden ganz ganz schlimme Dinge. Und wer das liest sei Nazi, Rassist etc.. (Der Autor ist Jude, das nenne ich mal Chuzpe, einen jüdischen Nazi!) So etwas könnten sich sonst nur die Regisseure des Films "iron Sky" oder Reichsbürger ausgedacht haben.
Auf den dezenten Hinweis, dass es für mich prima facie wenig Fascho sei, einen Text zu lesen und sich sein eigenes Urteil zu bilden, dazu seien Seminare nun mal da, und ich traute es mir durchaus zu, selbst zu denken. Mir wurde entgegnet, dass man ein Buch nicht gelesen haben muss, um es abzulehnen! (sic!)
Und wer das liest sei "Nazi"!
Auf den Einwand , das Einzige, was ich in diesem Raum als Fascho / Nazi beobachtete, sei es, wenn eine Gruppe eine andere Gruppe mit Lärm, Störung mithin SA-Methoden etc. eine andere und kleinere Gruppe an der gemeinsamen Lektüre und Diskussion eines frei verkäuflichen Buches hindern will.
… wurde mit weniger mit verbalen als eher mit handgreiflichen Argumenten entgegnet;-)

Ich habe in meinem Leben schon mit so vielen Spinnern gesprochen / dialogisiert, dass ich mir ziemlich sicher bin, gegen nahezu jeglichen Fundamentalismus immun zu sein 😉

Ich fand, so sehr ich ihm auch inhaltlich und in der Schlussfolgerung widerspreche, das Bild von Skylla und Charybdis (für Höcke oder Roth, Elfenbeinturm oder Babylon) bei "Bob Hope" ziemlich lustig und passend.
Geradeaus als gedankliche Richtung können, aufgrund ihrer eklatanten Einseitigkeit, weder "Rechte" noch "Linke" verstehen.
Kürzlich las ich in einem Blog diese sechs Namen:
Heuss, Adenauer, Schumacher
Steinmeier, Merkel, Nahles 😉

abraxasrgb ich arbeite daran, den Bob Hope davon zu überzeugen, daß er mehr tun müßte und es auch könnte, als sich mit der Tüte popcorn zurückzulehnen.
Und es wird mir gelingen. Der ist ja noch nicht so alt, schätze ich mal.
Die Postmoderne wird er nicht retten können. Die zerlegt sich ja selbst. Und den Rechten das alleinige Rederecht zu überlassen, kann nicht in seinem Sinn sein. Und das ist es ja, wenn man es ablehnt mit ihnen vor Publikum zu diskutieren, weil man sie eklig findet.
Das Publikum nämlich achtet nicht auf die Stummen.
So jetzt bin ich mit diesem Thema fertig.

@42 Helmut Junge: Nahezu alles falsch verstanden. Ich versuche das mal, zeinah aufzulösen. Und Popcorn esse ich seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

bob hope,
mein Rat,:
Ersparen Sie sich die Arbeit, "das mal zeitnah aufzulösen". Mit Blick auf den Adressaten erscheint mir das "vergebliche Liebesmüh". Helmut Junge ist ja auch, so seine Worte, mit diesem Thema fertig.

Ich war gerade dabei, auf den Beitrag von Helmut Junge -42- mit einer bitter-bösen Polemik zu reagieren. Nachdem ich zur Kenntnis genommen habe, wie gelassen, ja mit welchem konstruktiven Vorsatz, sie reagiert haben bzw. noch reagieren werden, lasse ich das 'mal mit der bitter bösen Polemik.

"Er arbeitet daran, den Bob Hope zu überzeugen, er müsse mehr tun
" Tüte Pobcorn …"
"de ist ja noch nicht so alt, schätze ich mal….
"kann nicht in seinem Sinne sein…
" weil man sie eklig findet"…..

Das jeweils für sich und das im Zusammenhang….
Steilvorlagen für eine bitter böse Polemik.

Nein, mache ich nicht.
Bob Hope, ich bemühe mich, ähnlich gelassen zu seinn wie Sie es offenkundig sind.

Helmut Junge,
in meiner Gedankenwelt gibt es keine "ekligen " Menschen ". Folglich exsitieren diese auch nicht in meinem Vokabular.

Walter Stach, ich habe dich weder angesprochen, noch habe ich dich erwähnt. das habe ich auch bewußt nicht gewollt. Es gibt also auch keinen Grund für dich anzunehmen, daß du in irgendeiner Weise gemeint warst. Ich habe mich schon darüber gewundert, daß du dich in Kommentar 37 von abraxasrgb angesprochen wähnst. Aber nach dieser Reaktion zu urteilen, fühlst du dich offenbar immer gemeint.
Doch deine "bitter-böse Polemik" kannst du jederzeit schreiben. Warum denn nicht? Wäre ja nicht das erste mal.
Von Bob Hope habe ich schon einige intelligente Kommentare gelesen, und denke, daß er besser als du weiß, wie er mir was erklären will. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, daß er dazu die Hilfe von irgendjemanden benötigt.

Helmut,
wie immer, Du willst oder Du kannst mich nicht verstehen.
Ich habe Bob hope keine Hilfe angeboten, das käme mir nie in den Sinn.
Ich habe mir erlaubt, ihm zu raten, sich Arbeit zu ersparen, wenn…..und weil…….

Und das war -unschwer zu erkennen- ein rhetorischer Unterfangen, das primär Dich ansprechen sollte. ist ja auch gelungen.

Helmut,
und ich lasse es jetzt bei diesem Geplänkel -ohne Weiteres.

Bob Hope. ich finde de Artikel von den Zeugen Jehovas nicht mehr. Dort hat nach m. Erinnerung ein Kommentatator namens Bob Hope mindesten einmal geschrieben, daß er sich mit einerTüte Popcorn zurücklehnen wird.Dieser Kommentator htte sich so enannt, wie du. Ich hätte jetzt die mehr als 3000 Komentare dazu abgesucht. Aber das geht offenbar nicht Irren ist menschlich. Also kann ich mich irren. Aber war es nicht so? Jedenfalls war das mein Aufhänger für die entsprechende Anmerkung im Kommentar 45.
wenn du das nicht warst, habe ich mich halt vertan, und dann war die Anmerkung dazu quatsch.

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