Aki Watzke vom BVB ist diesmal zu Gast beim neuen Fußballtalk ‘Wontorra’

Jörg Wontorra. Foto: Sky

Premierengast im neuen Fußballtalk von Jörg Wontorra war am vergangenen Wochenende Bayernpräsident Uli Hoeneß, was unter den Fans zu einigen Diskussionen (auch hier bei uns im Blog) führte.

Doch BVB-Anhänger die sich in der Vorwoche vielleicht zunächst noch benachteiligt sahen, die müssen nicht lange auf einen Gast vom DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund in der Sendung warten. 

Nachdem zum Auftakt am vergangenen Wochenende Uli Hoeneß jedoch noch alleiniger Gast im Studio war, begrüßt Jörg Wontorra ab sofort immer vier Gesprächspartner in jeder Sendung. An diesem Sonntag ist u.a. auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit dabei.Themen gibt es für die anstehende Diskussion tatsächlich wohl mehr als ausreichend. Selten erschien die Lage bei den Dortmundern so unruhig zu einem Saisonstart der Fußball-Bundesliga. Neben dem Auftaktspiel der Mannschaft dreht sich beim BVB derzeit sehr viel um die Zukunft von Ousmane Dembélé und die in knapp zwei Wochen endende Transferperiode.

Wie künftig in jeder Sendung wird am kommenden Sonntag  bei Jörg Wontorra diesmal auch erstmals TV-Experte Dietmar Hamann mit von der Partie sein. Komplettiert wird die Runde mit Aki Watzke vom Journalisten Tobias Holtkamp, sowie Carli Underberg, dem stellvertretenden Sportchef der Bild-Zeitung.

Los geht es am Sonntag (20.08.2017) um 10,45 Uhr aus ‘Sky Sport News HD’ im Free-TV.

 

4 Kommentare

Auf diese Sendung kommenden Sonntag freue ich mich und die werde ich mir auch ansehen. Wenn Du @Robin schreibst "Themen gibt es für die anstehende Diskussion tatsächlich wohl mehr als ausreichend", dann stimmt das natürlich. Es ist einiges los beim BVB und rund um den BVB, man braucht nur auf das Topthema "Dembélé" zu schauen.
Man darf gespannt sein, was BVB-Boss Watzke in dieser neuen Talkrunde zu sagen hat.

Was die erste Sendung dieses neuen Talks auf Sky angeht, gehöre ich jedenfalls nicht zu den BVB-Fans, die sich angesichts des Gastes Uli Hoeneß "benachteiligt" fühlten, sondern (was ich kürzlich ausführlich begründet habe) ich halte einfach nichts von Hoeneß, glaubwürdig ist er sowieso nicht mehr und Sendungen mit ihm tue ich mir nicht an. Dass man ihm die Ehre erwiesen hat, zum Auftakt einziger Gast zu sein, finde ich auch nicht gut.

Wie erwartet, kann man aber den Aussagen des Herrn Hoeneß in dieser Auftaktsendung gar nicht entgehen, denn die wurden in den Medien wiedergegeben und Sky zeigt dann natürlich auch tagelang Auszüge daraus. Diese Auszüge und die Pressemeldungen dazu lassen auch erahnen, dass Wontorra – wie befürchtet – einige kritische Fragen, die hätten gestellt werden müssen, nicht gestellt und das eine oder andere Thema ausgeblendet hat.

Und Hoeneß hat laut der Nachberichterstattung zur Sendung mal wieder falsche Behauptungen über den BVB aufgestellt. Denn er sagte, Sven Mislintat, früher Chefscout, mittlerweile Leiter Fußball beim BVB, habe sich beim VfB Stuttgart als Sportdirektor beworben. Mit dem Wechsel des Technischen Direktors Reschke vom FC Bayern zum VfB Stuttgart habe sich aber Mislintats Wechsel zum VfB zerschlagen. Also habe dann der FCB bei Mislintat angefragt, ob er sich einen Wechsel zum FC Bayern vorstellen könne. Verhandlungen seien aber keine geführt worden und nach der klaren Stellungnahme Zorcs habe sich das erledigt.

Alles gelogen! Denn in den Tagen nach der Sendung kam die Wahrheit ans Licht. Der ehemalige Sportvorstand Schindelmeiser des VfB wollte Mislintat zum VfB Stuttgart holen, aber Mislintat lehnte ab mit dem Hinweis, dass er gerade seinen Vertrag beim BVB verlängert habe und sich dort wohl fühle. Ein solcher Wechsel wäre für Mislintat auch eher ein Rückschritt gewesen. Auch an einem Wechsel zum FCB habe er kein Interesse, so wurde berichtet. Mislintat hat im Ruhrgebiet seine Heimat, hat beim BVB eine herausgehobene Stellung, wird sehr geschätzt und fühlt sich wohl. Zorc machte auch deutlich, dass man sich ja erst auf eine Vertragsverlängerung mit Mislintat einigen konnte und ein Wechsel kein Thema sei, Mislintat einen solchen Wunsch auch nicht geäußert habe.

Was Hoeneß dann noch zum Neymar-Wechsel und den Wahnsinnssummen, die da bewegt werden, sagte, könnte einen ja fast zu Tränen rühren, wäre es nicht Heuchelei pur gewesen. Die 222 Millionen für Neymar kommen bekanntlich aus Katar und man hat zunächst mal trickreich die Financial-Fairplay-Regeln der UEFA ausgehebelt.
Und Hoeneß? Und der FC Bayern? Die halten seit vielen Jahren jedes Jahr ein umstrittenes Traininglager in Katar ab, verharmlosen die erhebliuche Verletzung der Menschenrechte dort, reden alles schön und haben auch noch einen Sponsorenvertrag mit dem Flughafen Katar abgeschlossen.
Aber damit nicht genug, präsentierte der FC Bayern wenige Tage nach der Hoeneß-Heuchelei im Sky-Talk über durch Geld aus Katar ermöglichten Neymar-Deal eben den Flughafen Katar als neuen Ärmelsponsor. Das bringt den Bayern wieder 10 Millionen Euro pro Jahr.

In folgendem Medienbericht wird diese Heuchelei des FC Bayern und des Uli Hoeneß auf den Punkt gebracht:
http://www.focus.de/sport/fussball/doppelmoral-des-fc-bayern-muenchen-kritik-an-neymar-deal-passt-nicht-zu-katar-werbung_id_7478426.html

Generell gesehen finde ich, dass das Konzept des neuen Fußballtalks auf Sky vielversprechend ist und da dieser Talk fast zeitgleich mit dem "Doppelpass" auf Sport1 läuft, wird interessant zu sehen sein, ob und in welchem Umfang der neue Talk dem Platzhirsch "Doppelpass" Marktanteile abjagen kann. Denn Sky zeigt den Talk auf dem Free TV-Sender Sky Sport News HD, so dass auch Fußballfans ohne Sky-Abo diese Sendung schauen können.
Den "Doppelpass", den Moderator Helmer und die Redaktion der Sendung, auch Chefredaktuer Dirc Seemann, sehe ich bekanntlich seit längerer Zeit kritisch und finde, dass die Sendung an Niveau und inhaltlicher Qualität verloren hat.
Genau auf diese Anforderungen will der neue Sky Talk setzen und auch inhaltlich überzeugen. Sollte das gelingen, werde ich mir künftig wohl eher den neuen Sky-Talk live anschauen.
Jedenfalls freue ich mich auf die kommende Sendung mit Watzke und man wird in den nächsten Wochen sehen, ob dieser neue Talk überzeugen kann.

Ich fand den Talk mit Hoeneß am vergangenen Sonntag sehr unterhaltsam. Zumindest in der ersten Hälfte der Sendung. Danach hatte es dann einige Längen. Ein einziger Gast ist wohl doch etwas dünn gewesen für rund 100 Minuten. Aber das wird ja ab Sonntag anders. Auf jeden Fall eine gute Alternative zum Doppelpass, denn ich nun im Regelfall immer erst in seiner letzten Stunde schauen werde, wenn Wontorra mit seiner Sendung durch ist.

@Robin zu #2
Ich tendiere auch dazu, künftig den Talk auf Sky live zu schauen und nur noch ausnahmsweise den "Doppelpass" von Beginn an, hängt auch von Themen und Gästen ab. Da ich dem "Doppelpass" aus den schon mehrfach genannten Gründen skeptisch gegenüberstehe und er inhaltlich an Niveau und Qualität verloren hat, werde ich in der Regel den Talk auf Sky bevorzugen, falls der die Erwartungen erfüllen und überzeugen kann.
Wie schon mehrfach ausführlich begründet, finde ich Sendungen mit Uli Hoeneß nicht unterhaltsam, solche Sendungen tue ich mir nicht an. Und die falschen Behauptungen, die er in dieser Sendung zum Thema "Mislintat" aufgestellt hat, sind mal wieder ungeheuerlich. Die Heuchelei, die der FC Bayern und speziell Hoeneß in zentralen Fragen immer wieder an den Tag legen, ist auch schwer erträglich, siehe Stichwort "Katar". Wenn man wie ich den Fall Hoeneß, also alles rund um seine Mega-Steuerhinterziehung, seine Haftstrafe und seine gigantische Zockerei mit Millionenbeträgen verfolgt hat und auch weiß, in welch unglaublicher Weise er die Öffentlichkeit mehrfach angelogen hat, dann kann man seine Auftritte nicht mal mehr als unterhaltsam empfinden.
Rein strategisch gesehen, kann man die Entscheidung, Hoeneß als einzigen Gast in der ersten Sendung zu platzieren, zwar nachvollziehen, aber da hätte es durchaus bessere Lösungen gegeben. Auch sieht es in der Nachberichterstattung zur Sendung so aus, dass man ihm leider mal wieder die eine oder andere unagenehme Frage oder Nachfrage erspart hat. Hoeneß teilt gerne aus, also muss er auch einstecken können, auch in einer solchen Sendung und da sollten Sender und Moderator keine übertriebene Rücksicht nehmen. Aber ich habe die Sendung nicht gesehen und kann das nicht abschließend beurteilen.

Sky, Hoeness, Wontorra, Bild-Zeitung und Co.

Da scheint eine neue Gesprächsrunde kreiert zu werden, die besser als andere dazu dient, Eigeninteresse zu präsentieren und letztendlich durchzusetzen -von Sky, vom FCB, von Hoeness persönlich, von Wontorra , von BILD- und der es gelingen muß (!!), jegliche Kritik an Sky, am FCB, an Honess, an BILD auszuschließen. Stattdessen werden sich die Genannten -und das ihnen gefällige Umfeld- sich gegenseitig als "das Beste vom Besten" bzw. als "die Besten unter den Besten" zu bestätigen.

Selbst Watzke wird das bedenken, und er wird das zu beachten haben; denn Sportpolitik -Fußballpolitik- gegen Sky, gegen den FCB, gegen Hoeness, gegen Wontorra zu versuchen, könnte "tödlich" enden.
Wer sich trotzdem diese Gesprächsrunde antut, ist "selber schuld" – u.a. an seinem Frust, an seinem Zorn ob der dort betriebenen Heuchelei und gegenseitigen Lobhudelei.
Darüber weiter nachzudenken, kann ich und will ich nicht; geschweige denn, daß ich ausprobieren werde, wie weit ich fähig sein könnte, diese "neue Quatschrunde" zu ertragen.

PS
" Es wäre an der Zeit, die Spreschau im Fußball-Sport zu begraben statt den Fußballsport in der Sprechschau".
Georg Seeßlen hat so bezogen auf die politschen Sprechschaues formuliert und dabei nicht vom vom Fußball-Sport sondern von der Demokratie gesprochen; fand ich intellektuell großartig

Sh. "Schlagloch von Georg Seesslen"
– Sprechschau und Schausprech -Ein Plädoyert für die Abschaffung der Talkshows, wie wir sie kennen-.

TAZ- Meinung und Diskussion- v. 5.7. 2o17, S.o8

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