AFD im Aufwind? Podiumsdiskussion in Köln

Diverse Bündnisse und Organisationen haben Proteste gegen den am 22. und 23. April in Köln stattfindenden Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) angekündigt. Neben Blockaden soll es mehrere Großdemonstrationen und Kundgebungen geben – unter anderem vom Festkomitee des Kölner Karnevals. Es lässt sich also mit Fug und Recht behaupten, dass die kölnische Zivilgesellschaft einen zünftigen “Aufstand der Anständigen” plant an dem zehntausende Menschen aus Köln und der Region teilnehmen werden.

Eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Programmatik der AfD, den sozialen und politischen Hintergründen des Aufstiegs der rechten Partei sowie den Chancen treffender Interventionen gegen das rechte Milieu sucht man in den Aufrufen zum Protest aber zumeist vergebens. Eine vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln in Zusammenarbeit mit der Amadeu Antonio Stiftung, dem AStA Uni Köln und der StAVV Studierendenvertretung veranstaltete Podiumsdiskussion am 20. April muss daher als ein Glücksfall begriffen werden, da im Rahmen der Diskussion unter anderem die Entwicklung der AfD und deren gesellschaftlichen Hintergründe, der Antisemitismus und Rassismus der Partei, deren vermeintliche Islamkritik sowie Chancen und Ausformungen der Kritik an der AfD thematisiert werden sollen. Für das Podium konnten der linke Publizist Thomas Ebermann, der Wiener Politikwissenschaftler Stephan Grigat und Gudrun Hentges, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Köln, gewonnen werden.

2 Kommentare

Auch wenn wegen interner Querelen die AfD mal etwas absackt, besteht die Gefahr noch immer. Da ist eine inhaltliche Analyse wichtig, alleine schon, um mit Menschen, die potentielle Wähler sein können, diskutieren zu können.

Ich freue mich, dass diese Veranstaltung statt finden wird.

Kommentar verfassen