3 FÜR 7 – Konzert-Special

Irgendwann hat es sich in jedwedem Musikdiskurs herausgebildet, dass die Künstler Legendenstatus erhalten die als Archetypen fungieren – in Bezug auf Pionierarbeit, geschicktes Übertragen von Prinzipien auf andere Ebenen oder auch einfach Originalität und/oder das was wir Genie nennen. In dieser Woche drei Konzerte von Bands und Künstlern, die sich durchaus haben beeinflussen lassen von Legenden, die daraus aber ihre eigenen Schlüsse für ihre Zeit und sich selbst gezogen haben: GTUK, Jonathan Richman, Wire.

GTUK (abgebildet) wird zugeschrieben, dass im Grunde weiter geführt wird was DHR und die Atari Teenage Riot Posse begründet haben, eher an Pop als an Kunst orientierten DIY-Hardcore in elektronisch vielleicht. Die Weiterentwicklung mag hier dann womöglich sein, dass es auch weniger martialisch, mit billigerem Equipment und für eine (zwangsweise) nerdigere und irgendwie queerere bis emo-haftere Generation gehen muss.

Irgendwann hat es sich in jedwedem Musikdiskurs herausgebildet, dass die Künstler Legendenstatus erhalten die als Archetypen fungieren – in Bezug auf Pionierarbeit, geschicktes Übertragen von Prinzipien auf andere Ebenen oder auch einfach Originalität und/oder das was wir Genie nennen. In dieser Woche drei Konzerte von Bands und Künstlern, die sich durchaus haben beeinflussen lassen von Legenden, die daraus aber ihre eigenen Schlüsse für ihre Zeit und sich selbst gezogen haben: GTUK, Jonathan Richman, Wire.

GTUK (abgebildet) wird zugeschrieben, dass im Grunde weiter geführt wird was DHR und die Atari Teenage Riot Posse begründet haben, eher an Pop als an Kunst orientierten DIY-Hardcore in elektronisch vielleicht. Die Weiterentwicklung mag hier dann womöglich sein, dass es auch weniger martialisch, mit billigerem Equipment und für eine (zwangsweise) nerdigere und irgendwie queerere bis emo-haftere Generation gehen muss. Und das natürlich gerne in Kellerclubs wie dem EMO und da auch mit Abstract Artimus, Robotron und Miss Fortune.

Jonathan Richman hingegen hat aus der Begegnung mit Velvet Underground eigene Schlüsse für seine Kunst gezogen und ist im Grunde immer sonniger geworden, ohne Tiefe, Seele und Humor vermissen zu lassen. Er macht ab und an eine Platte auf Spanisch, tritt gerne solo oder zu zweit in kleinen Venues auf und spielt durchaus Publikums orientiert. Zum Beispiel im Grend.

Wire
fanden die Sex Pistols wahrscheinlich vom Ansatz her ganz richtig, aber eindimensional, zu leicht von Idioten vereinnahmbar und musikalisch altbacken. Das haben sie dann in vielen Projekten über die letzten 30 Jahre, aber erst recht mit ihrer Reunion vor einigen Jahren immer wieder vorgeführt, ohne das wiederum zur Philosophie zu machen. Dementsprechend haben sie sich denn auch in das Blue Shell buchen lassen, nachdem Colin Newmans andere Band, Githead, es da wohl ganz okay gefunden hatte. Ist natürlich ausverkauft, sorry. Aber der Autor geht mal hin.

Im Überblick:
GTUK & Co. am Mittwoch, den 18. März, bei Einlass ab 19.30 Uhr im Essener EMO.
Jonathan Richman am Sonntag, den 22. März bei Einlass ab 20 Uhr im Essener Grend.

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