3 für 7 – Ausgehtipps am Dienstag

Ach, immer diese Kulturdebatten! Eine Pleitgen-Vertraute auf dem Präsentierteller hier, ein "Leitungsteam in schwierigen Zeiten" nebenan und ein vielleicht etwas nostalgisches Jubiläum noch woanders. Und niemand redet über die Aufführungen, Lesungen und Konzerte selbst. Denn Kulturkritik ist schwierig, alles ist Geschmackssache und mobben und palavern können ja alle irgendwie? Also Kultur als ein weiterer Boulevardkrimi? Nö. Drei Tipps zum Mitmischen:

"Melez" heißt das Festival unter der künstlerischen Leitung von Asli Sevindim, das bereits am 18. Oktober begann, aber noch bis zum 1. November an verschiedensten Stätten das Zusammenleben der Kulturformen im Ruhrgebiet darstellt. Das "Melez.Labor" zeigt in Anlehnung an Touristen-Touren das Leben in Dortmunds Nordstadt und Duisburg-Marxloh. Bei "Kulturpolitik in der Einwanderungsgesellschaft" wird am 31. Oktober ein regelrechter Kongress zum Thema in der Jahrhunderthalle abgehalten. "Melez in Love" wiederum und viele…

Ach, immer diese Kulturdebatten! Eine Pleitgen-Vertraute auf dem Präsentierteller hier, ein "Leitungsteam in schwierigen Zeiten" nebenan und ein vielleicht etwas nostalgisches Jubiläum noch woanders. Und niemand redet über die Aufführungen, Lesungen und Konzerte selbst. Denn Kulturkritik ist schwierig, alles ist Geschmackssache und mobben und palavern können ja alle irgendwie? Also Kultur als ein weiterer Boulevardkrimi? Nö. Drei Tipps zum Mitmischen:

"Melez" heißt das Festival unter der künstlerischen Leitung von Asli Sevindim, das bereits am 18. Oktober begann, aber noch bis zum 1. November an verschiedensten Stätten das Zusammenleben der Kulturformen im Ruhrgebiet darstellt. Das "Melez.Labor" zeigt in Anlehnung an Touristen-Touren das Leben in Dortmunds Nordstadt und Duisburg-Marxloh. Bei "Kulturpolitik in der Einwanderungsgesellschaft" wird am 31. Oktober ein regelrechter Kongress zum Thema in der Jahrhunderthalle abgehalten. "Melez in Love" wiederum und viele andere Konzerte gehen das Ganze musikalisch an, mit Künstlern wie Amparanoia und Kwadrofonik. Dazu natürlich auch Lesungen, Theater, Politikergastspiele und einiges mehr. Erster Eindruck: Ein vielfältiges und ambitioniertes Programm.

Auch durchaus schon begonnen hat die Intendanz von Peter Carp am Theater Oberhausen, einem gebeutelten Stück Ruhrkultur das eindeutig mehr Zuspruch verdient. Ein Beispiel ist der aktuelle "Woyzeck" nach Büchner, interpretiert von Robert Wilson, Tom Waits und Kathleen Brennan und dann noch einmal überarbeitet von Joan Anton Rechi. Der Hinweis auf Moliére’s "Tartuffe" von Tobias Fritsch unter Hinzunahme einiger Fragmente aus Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmadaption soll hier auch nicht fehlen. Das Oberhausener Theater: Jetzt!

Und dann wäre da noch der Festakt der Woche. Schon wieder Essen! Da muss ja was los gewesen sein in den Fünfzigern! Und "fünfzig!" heißt auch die Gala am 24. Oktober, bei der es "eine musikalische Zeitreise" mit "Songs weltbekannter Stars" gibt. Ohne diese selbst? Ja. Und auch ohne die erfolgreiche Partyreihe Radio Gruga (Foto: Thomas Geier)?? Ja. Dafür gibt es am 25. Oktober noch die Oldie Night, am 31. Marianne Rosenberg und am 4. November Johnny Winter. Kann ja mal erwähnt werden…

"Melez" geht noch bis zum 1. November – www.melez.de
"Tartuffe" gibt es im Oktober noch am 22. und 30. jeweils um 19.30 Uhr, "Woyzeck" am 24. und 25. zur selben Zeit – www.theater-oberhausen.de
Das Jubiläumsprogramm der Grugahalle währt noch bis zum Ende des Jahres – www.grugahalle.de

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