2 für 7 – Tipps für Draußen

Diesmal gleich drei Themen, aber nur zwei Tipps. Erstens: Warum muss es eigentlich Titelseiten geben, wenn es gar keine Titelstory gibt? Zweitens: Umso mehr man über was liest, desto weniger ist man letztlich doch dabei, oder? Drittes Thema: Namen und Orte. Und weiter im Text:

Die einstigen "Kunstquadrate" haben sich in sanfter Anschmiegung an den abkupferfreudigen Aushilfsmetropolengeschmack potentieller Gönner dann doch in "contemporary art ruhr" umbenannt. Wenn das alle so machen würden, dann könnte man das hier ja gleich "Neu Ruhrstadt" nennen – oops das klingt ja echt nach NYC. Hm. Jedenfalls ist ein Name oft ein Indiz, aber ja nicht zwangsläufig mit den Inhalten zu verwechseln. Und die sind bei "c.a.r." (hihi) im letzten Jahr schon über "ganz nett" hinaus gewesen. Die Macher wechseln in der Regel schön die Hallen…

Diesmal gleich drei Themen, aber nur zwei Tipps. Erstens: Warum muss es eigentlich Titelseiten geben, wenn es gar keine Titelstory gibt? Zweitens: Umso mehr man über was liest, desto weniger ist man letztlich doch dabei, oder? Drittes Thema: Namen und Orte. Und weiter im Text:

Die einstigen "Kunstquadrate" haben sich in sanfter Anschmiegung an den abkupferfreudigen Aushilfsmetropolengeschmack potentieller Gönner dann doch in "contemporary art ruhr" umbenannt. Wenn das alle so machen würden, dann könnte man das hier ja gleich "Neu Ruhrstadt" nennen – oops das klingt ja echt nach NYC. Hm. Jedenfalls ist ein Name oft ein Indiz, aber ja nicht zwangsläufig mit den Inhalten zu verwechseln. Und die sind bei "c.a.r." (hihi) im letzten Jahr schon über "ganz nett" hinaus gewesen. Die Macher wechseln in der Regel schön die Hallen auf Zollverein und professionalisieren sich weiter, wobei die Ausstellungsstücke auch mitziehen. Immer wieder schade dass Zollverein halt Zollverein ist. Aber das kann ja noch werden, in Jahrhunderten findet man den ganzen Komplex  bestimmt viel besser. Und die Kunstquadrate sind auf jeden Fall ein selbst gemachtes Highlight im aktualitätsbezogenen Standardprogramm dieses Weltkulturerbes – und das ist ja was.

Auch leicht auf Titelseiten kommt hin und wieder noch Max Goldt, der nun ausgerechnet im Fritz-Henßler-Haus gastiert. Das hat bestimmt auch eine lokalpatriotische Komponente (der Name!), aber das muss hier ja nicht auch noch hin. Was macht Max Goldt? Er liest. Und man sieht schon wieder vor dem geistigen Auge die, die zu laut, gar nicht oder schüchtern lachen, die genießenden und die palavernden Gäste vor sich, die diesem (haha) Urahn der 80er-geprägten Popliteratur Deutschlands immer wieder gerne ihre Aufwartung machen. Durchaus zurecht, denn schreiben kann der Goldt an der Grenze von Boulevard und Intimität ja wie kaum ein zweiter hierzulande – und wer will darf sich auch was denken dabei, muss aber beileibe nicht. Schade, dass Katz nicht dabei ist.

Im Überblick:
Max Goldt am 11. November in Dortmund und "contemporary art ruhr" vom 14. bis 16. November in Essen.

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