007 G20 Hamburg

G20. Riots. Brennende Autos. Zerschlagene Fensterscheiben. Zerschlagene Nasenbeine. Übergriffige Polizeigewalt. Sauftour. Olaf Scholz.

Und die beiden Sebastians – Weiermann und Bartoschek – mit einer Sonderfolge des Ruhrbarone-Podcasts.

5 Kommentare

Politisch-inhaltlich ganz ok.
Aber ich hätte gedacht man hätte sich wenigstens irgendwas angeguckt was brennt. Also warum nennt man die Sendung dann g20 und nicht einfach. "Ich war irgendwo saufen und hab mir von Polizisten irgendwas erklären lassen außerdem unterhalten wir uns noch über Proteste und wieviel Sinn macht anzünden oder auch nicht?" Also da hätte ich mir wirklich mehr Blut und Gewalt erhofft bei dem Titel. Schade. Aber ich höre auch beim nächsten mal wieder rein.

muss mich dem vorhergegangen kommentart leider anschließen. nach der "ich war zwar in hamburg, aber nur zum saufen" wirds hörenswert – aber eben eher als analyse aus der entfernung und der eigenen pol. einschätzungen. 'nah dran' ist euer podcast leider nicht.

Die Folge hat ja sozusagen 2 Teile:
1. Bartoschek auf Tour in Hamburg: Das ist jetzt schön für Menschen wie mich, die ihm gerne folgen und sich deshalb darüber amüsieren können. Für alle anderen (das sind vermutlich die Meisten) ist dieser Teil relativ langatmig und wenig informativ (vor Allem die ewige Aufzählung von Richtungen und Straßen… ich war versucht google maps zu öffnen und die Wege nachzuzeichnen).
2. Demos und Sinnhaftigkeit und Polizeigewalt: Dieser Teil der Diskussion ist schon gut gelungen. Es war jetzt kein Volksfest der Aha-Momente, aber so 2-3 Aussagen gab es schon, die mir so wie sie hier gebracht wurden neu waren und dadurch auch mein Blickfeld wieder erweiterten.

Ein interessanter Reisebericht.
Dann wurden Meldeauflagen erwähnt und auch als wirksames Mittel dargestellt.
Das sehe ich auch so, und ich frage mich, warum im Bereich "ereignisbezogene Gruppengewalt" in diesem Bereich wohl wenig passiert. Hierbei denke ich an gewaltbereite Demonstranten und insbesondere auch an Fußballchaoten.
Warum müssen wir die Gewalt der vermutlich immer wieder gleichen Täter ständig ertragen. Eine Meldeauflage, die sicherstellt, dass sich Personen, die aufgefallen sind, bspw. in den nächsten 2 Jahren bei Spielen auf dem Revier melden müssen, würde hier helfen.

BTW:
Es fehlt natürlich noch die Gentrifizierungsdebatte in den Vierteln um das Hotel/östl. vom Bahnhof.

Was den meisten Leuten in den betroffenen Stadtteilen auf den Keks geht ist, dass immer mehr Leute von außerhalb ihnen erzählen wollen, was ihnen passiert ist. Leider ist genau das auch hier der Fall. Dass da jemand mit Bier in der Hand in derselben Stadt war, immer schön abseits des Geschehens, ändert daran nichts. Inhaltlich bleibt das ganze sehr dünn.

Wer sich mal ein paar Stunden Leute anhören möchte, die wirklich vor Ort betroffen waren, sollte mal hier reinhören:

http://lauschpod.de/lauschpod-052-maschinengewehre-gegen-pflastersteine/
http://lauschpod.de/lauschpod-035-wuetend-in-hamburg-aus-gruenden/

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