„Paroles, Paroles“. Nacht-Ausgabe.

„C’est étrange, je ne sais pas ce qui m’arrive ce soir.“ Das ist seltsam, ich weiss nicht, was mir heute Nacht passiert. Von unserem Mann in Berlin.

Und dann mach’ ich den Fehler, und schau’ doch noch Harald Schmidt. Eigentlich ja müde und die Sendung plätschert vor sich hin.

Harald gibt eine kleine Lesestunde und sagt: „Weißt du, von wem ich das mal hören möchte? Von Ben Becker. Wirklich! Von Ben Becker. Und Becker ist ja nicht nur ein s-e-n-s-a-t-i-o-n-e-l-l-e-r Schauspieler, sondern die Frauen liegen ihm zu Füssen. Jetzt hat er sich geangelt …“

Vicky Leandros!

Vicky Leandros im Duett mit Ben Becker, Ben Becker als schmierige Kopie von Alain Delon.

Harald Schmidt, als Ben Becker: „Und oft kommt das Playback früher als man glaubt.“

fsk 88, ja, 88, unbedingt: „Verstehen Sie Spass?“ hat auch noch den Original Alain Delon für einen Zombie-Cameo-Auftritt ausgegraben.

Aber was singen die da? Das ist doch „Paroles, Paroles“!

Von Dalida und Alain Delon, oder im Italienischen Original, MINA und Alberto Lupo.

„Gerede, Gerede“ bei Ben und Vicky.

Bei mir: „Du redest und redest“. Denn dazu hatte ich auch schon mal einen Text geschrieben. Fragt mich M. zu einer anderen deutschen Cover-Version:

„Für E.?“

„Nein, keine Chance. E. ist nachtragend. Was ja auch o.k. ist. Blöd nur, wenn es ihr selber schadet …“

Denn welcher Deutsche versteht schon Italienische Texte? Wer will da mitsingen?

„Wir treten auch lieber in kleinen Clubs auf“, hat E. aber noch nicht gesagt, obwohl …

Blöd! Blöd! blöd! Wieder so eine verpasste Chance! Und ich weiss, dass ich jetzt nicht schlafen werde. Was macht man da? Gut, dass ich rauche: erst mal Zigaretten holen.

Als ich zur Shell-Tanke sprinte, bringt mich der Audi aus dem Konzept: Will der jetzt tanken, oder weiter geradeaus fahren, mich doch lieber überfahren? Entschlossen sieht das nicht aus …  dann fährt er nicht zur Zapfsäule, sondern zum Staubsauger, um ein Uhr nachts. „C’est étrange …“ Höre ich Stimmen? Der Fahrer beugt sich wild gestikulierend zur Beifahrerseite rüber …

Ich fragt ich: „Muss ich jetzt den Helden geben?“

Antwort: „Besser schläfst du nicht, wenn du denkst, dass du gerade dabei zugeschaut hast, wie eine Frau verprügelt wird.“

Ich hat aber gute Argumente! Also mache ich mich auf den Weg zum Audi.

Das Fenster geht auf. Ichs Bauch-Bass fragt:

„Alles in Ordnung?“

„Ja“, antwortet er.

„Schön!“

Und schon ist die Beifahrer-Tür offen.

„Ich fahre nicht nach Hause!“ und sie läuft weg. Er hinterher. Zu Fuss.

Und jetzt? Was ist da noch zu tun? Ich hole mir meine Zigaretten. Auf dem Heimweg sehe ich die beiden. Sieht aus, als ob er sich selber schlägt. „C’est étrange …“

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